Digitalradio versus Webradio: Warum Internetradio keine Alternative zum Digitalradio ist

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Digitalradio versus Webradio: Warum Internetradio keine Alternative zum Digitalradio ist

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Webradiosender wie Byte FM bringen zwar gute Musik, doch bei Musik im MP3-Format mit 128 kBit/s klingt das zwangsläufig etwas dünn und weniger räumlich. Über Kopfhörer wird das hörbar.

Viele Radiosender sind inzwischen auch im Web zu hören. Kritiker stellen die Frage: Warum eigentlich noch ein kostspieliges terrestrisches Sendenetz aufbauen, wenn die meisten Sender per Mausklick über das Web abrufbar sind?

Die Technische Universität München hat dazu eine Untersuchung gestartet. Fazit: Internet bedeutet stets eine 1:1-Verbindung zwischen Sender und Empfänger. Das ist beim Radio anders, hier genügen wenige Sendemasten um Millionen Empfänger zu erreichen. Eine Internet-basierte Rundfunk-Versorgung von Millionen Menschen würde gigantische Kapazitäten an Speicher und Bandbreite erfordern und wäre am Ende 40 Mal teurer als die Verbreitung über terrestrische Funkmasten.

Diese Zahlen sagen natürlich nichts über die Inhalte aus. Viele Hörer benutzen das Internetradio als Ergänzung zum täglichen Radio-Einerlei. Sie sind genervt von ewig gut gelaunten Moderatoren, penetranten Mitmach-Aktionen oder Musik-Gedudel mit den immer gleichen Hits. Da sind Internetradio-Sender mit ihrem manchmal exotischem Programmangebot eine schöne Ergänzung. Sender, die den ganzen Tag lang anspruchsvolle Musik jenseits des Mainstreams zu Gehör bringen, wie Byte FM aus Hamburg oder Soma FM aus San Francisco, gibt es eben nur im Web.

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Klangvergleich im Praxistest

Gute Klangqualität können die kostenlosen Web-Angebote allerdings nicht liefern. Der MP3-Codec bietet bestenfalls 128 kBit/s, oft ist die Datenrate deutlich niedriger. Deshalb klingt Webradio in der Regel eher dünn, ist also auch in klanglicher Hinsicht keine Konkurrenz zum digitalen Radio.

Das beweist auch der Praxistest der Wiwo-Redaktion mit drei DAB+-Radios. Gehört wurde mit dem Studiokopfhörer AKG 701 am Kopfhörerausgang des Roberts iStream 2. Zum Soundvergleich wurde jeweils derselbe Sender eingestellt.

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Beim Klangvergleich zwischen Internetradio und Digitalradio stehen sich der Datenstrom aus dem Web –typischerweise MP3-Musik mit 128kBit/s auf der einen Seite und das DAB+-Signal – mit AAC 96 kBit/s oder gar 144 kBit/s – auf der anderen Seite gegenüber. Klarer Sieger ist DAB+. Schon bei Musiksendungen mit AAC 96 kBit/s wirkt der Klang über das Radio einfach weniger komprimiert und räumlicher als über MP3 aus dem Web. Bei Musik mit 144 kBit/s ist der Unterschied noch deutlicher zu hören. Im Test wird aber auch die Schwachstelle der Digitalradios deutlich, vor allem, wenn es sich um sehr kompakte Geräte handelt. Unterschiede zum Webradio, die mit Kopfhörer klar ausfallen, sind über die kleinen Lautsprecher der Digitalradios nicht mehr so auffällig.

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