Drohne: Was Drohnen-Piloten jetzt wissen müssen

Drohne: Was Drohnen-Piloten jetzt wissen müssen

, aktualisiert 02. Juni 2015, 14:39 Uhr
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Mit seiner Drohne die Umgebung zu filmen kann reizvoll sein, aber rechtlich gibt es Grenzen.

Wer eine Drohne fliegt, muss seit Juni 2015 neue Regeln beachten. Was die Besitzer der unbemannten Fluggeräte jetzt wissen müssen.

Strenge Regeln gelten für Drohnen-Piloten rund um die 16 internationalen Flughäfen in Deutschland, darunter etwa Berlin-Tegel, Düsseldorf und Köln/Bonn. In einem Radius von 1,5 Kilometern um den Flughafenzaun dürfen die unbemannten Flieger gar nicht in die Luft steigen.

Auch außerhalb dieser 1,5-Kilometer-Grenze "benötigt jedes Luftfahrzeug, das in die Kontrollzone einfliegt, eine Freigabe der Flugsicherung", wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) mitteilt. Die Kontrollzone umfasst den Luftbereich um einen Flughafen mit besonders hohem Verkehrsaufkommen und kann bis 15 Kilometer breit und 35 Kilometer lang sein.

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Eine Erleichterung für Drohnenpiloten gibt es jedoch seit dem 1. Juni: Für Flugmodelle bis fünf Kilo Gesamtgewicht und einer Flughöhe von höchstens 30 Metern hat die DFS für Flüge in der Kontrollzone der 16 großen Flughäfen pauschal eine Freigabe erteilt. Für unbemannte Luftfahrzeuge bis 25 Kilo Gesamtgewicht gilt dies bis zu einer Flughöhe von 50 Metern.

Wer sich nicht daran hält oder anders gefährlich in den Luftraum eingreift, macht sich strafbar. Auch sonst gelten für den Drohnen-Einsatz das Luftverkehrsgesetz (LuftVG) und die Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO).

Diese Regeln sollten Drohnen-Piloten grundsätzlich beachten:

- Absolutes Flugverbot herrscht über Menschenmengen, militärischen Objekten, Kraftwerken und Krankenhäusern. Auch der Spionageflug in Nachbars Garten ist untersagt.

- Das Recht auf Privatsphäre und Urheberrecht gilt auch bei Kameradrohnen. Aufnahmen vom Pool fremder Menschen sind deshalb ebenso tabu wie das Filmen in fremde Fenster. Und auch bei Aufnahmen von öffentlichen Gebäuden oder Gartenanlagen gibt es Einschränkungen. Blicke über Hecken und Zäune hinweg sind erlaubt. Im Prinzip darf nur das fotografiert oder gefilmt werden, was sich auch dem bloßen Auge ohne Hilfsmittel zeigt.

- Der Flugbetrieb darf nur in direkter Sichtweite des Steuerers stattfinden. Ein Fernglas oder die Onboard-Kamera gelten dabei nicht. „Der Luftraum ist während des Fluges, insbesondere im Hinblick auf anderen Verkehr, ständig vom Steuerer oder einer zweiten Person, die mit dem Steuerer in Kontakt steht, zu beobachten“, heißt es von der Flugsicherung.

- Entstehen durch den Einsatz des Fluggeräts Schäden, haftet der Drohnen-Pilot. Eine Haftpflichtversicherung sinnvoll, die im Schadensfall einspringt, ist deshalb Pflicht. Aufgepasst: Häufig deckt die private Haftpflicht den Bereich nicht ab, dann wird eine Zusatzversicherung fällig.

Hinweis: Die Erleichterung für Flüge in der Kontrollzonen gilt ausschließlich für die 16 großen Verkehrsflughäfen, die von der Deutschen Flugsicherung überwacht werden. Dies war in der ersten Fassung des Artikels falsch dargestellt worden. In den Kontrollzonen aller anderen Flughäfen ist nach wie vor eine Einzelfreigabe erforderlich. Dies gilt zum Beispiel auch für Sportflughäfen.

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