E3-Ausblick: Microsoft greift Sony mit Xbox One an

E3-Ausblick: Microsoft greift Sony mit Xbox One an

von Matthias Hohensee

Mit einer abgespeckten Xbox One Variante will Microsoft Boden gegen die Playstation 4 gewinnen. Eine umgehende Antwort wird von Sony auf der Computerspielmesse E3 erwartet, wo sich die beiden Giganten diese Woche öffentlich duellieren.

Für den Pfingstmontag sind in Los Angeles mit 22 Grad erträgliche Temperaturen angesagt, im Gegensatz zum subtropischen Klima in Deutschland. Trotzdem geht es in der südkalifornischen Metropole heiß her. Eigentlich beginnt die Spielemesse Electronic Entertainment Expo, kurz E3, auf der sich Branchengrößen wie Sony, Microsoft, Nintendo, Activision, Electronic Arts und Ubisoft, aber auch kleinere Entwickler und Zubehöranbieter versammeln, offiziell erst am Dienstag.
Doch die ersten Neuheiten werden schon am Montag präsentiert, auf den Pressekonferenzen von Microsoft und Sony. In diesem Jahr ist der Fokus klar auf Software gerichtet. Und dabei auf Videospiele, die aufgrund ihrer schieren Rechenleistung aber auch der wachsenden Erfahrung ihrer Entwickler von Hollywood-Produktionen in Realitätsnähe und Aufwand kaum mehr zu unterscheiden sein sollen. Die Messe liefert vor allem einen Ausblick auf das kommende Jahr, denn viele der dort präsentierten Neuheiten werden erst fürs Weihnachtsgeschäft 2015 erwartet.


Das wichtigste Duell hat sich nicht verändert: Microsoft gegen Sony. Im Vorjahr zeigten die beiden Kontrahenten ihre Spielkonsolen Xbox One und Playstation 4, die ersten völlig neuen Geräte seit sieben bzw. acht Jahren.
Rund ein halbes Jahr nach Verkaufsstart steht der Etappensieger fest: Sony. Und zwar mit deutlichem Vorsprung. Die Japaner kommen wegen reißendem Absatz mit der Produktion ihrer Playstation 4 nicht hinterher. Obwohl der Verkauf in ihrem besonders starken Heimatmarkt erst im Februar startete, haben sie weltweit bereits mindestens sieben Millionen Stück verkauft. Microsoft hingegen hatte trotz des parallelen Starts in den wichtigsten globalen Absatzmärkten bis April rund fünf Millionen Xbox One an Händler ausgeliefert.

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Ein wichtiger Unterschied, denn etliche der Konsolen dürften noch in den Geschäften stehen. Sie sind 100 Dollar teurer als die Konkurrenz, was ein Grund für den Rückstand ist. Hinzu kommt, dass die Strategie, die Xbox One als Unterhaltungszentrum für die gesamte Familie zu vermarkten, bislang nicht aufgegangen ist. Sonys Entscheidung, sich mehr auf die Spieleigenschaften der Playstation 4 zu konzentrieren, hat sich ausgezahlt. Zumindest bei den frühen Käufern, den sogenannten early adopters. Die Japaner konnten mit dem klaren Fokus im Marketing so mehr ihrer Fans auf den Umstieg auf die neue Generation zu bewegen, während etliche Microsoft Anhänger mit dem Vorgängermodell Xbox 360 immer noch zufrieden sind.
Zumal die Dürre von Titeln für die neueste Generation von Spielkonsolen bislang bis auf hartgesottene Anhänger wenig Enthusiasmus für den Wechsel erzeugt hat. Sowohl für die Xbox One als auch für die Playstation 4 sind viele Titel verzögert. Die Entwickler brauchen mehr Zeit, um die neue Hardware richtig auszunutzen.

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