Ein Blick zur CES: Vom Smartphone zum „Phablet“

Ein Blick zur CES: Vom Smartphone zum „Phablet“

Das Smartphone mit dem größten Bildschirm der Welt misst 6,1 Zoll, und moderne Geräte haben jetzt schon Schallfilter und andere Technik, die nach Forschungslabor klingen. Wie sich der Smartphonemarkt derzeit entwickelt, zeigt die große Elektro-Show CES in Las Vegas.

Smartphones werden immer größer, „smarter“ und besser – verspricht die Branche. Auch wenn die ganz großen Smartphone-Geschichten auf der Fachmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas in diesem Jahr ausbleiben, so wächst der Markt trotzdem weiter. Allein in Deutschland besitzen nach aktuellen BITKOM-Schätzungen 38 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren ein solches Mobiltelefon. Nach dem Marktforschungsinstituts EITO wurden 2012 rund 23 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 43 Prozent.

Nun arbeiten die Hersteller an neuen Konzepten und wollen die modernen Handys vor allem innovativer machen. „Bei den meisten Smartphones bedeutete bislang das Wort ,smart‘ lediglich, dass sie mit dem Internet verbunden waren“, bilanzierte Shawn Dubravac, der Chef-Ökonom des US-Branchenverbandes Consumer Electronics Association (CEA), am Vorabend der CES. „Wenn es nach dem eigentlichen Sinn des Wortes ging, waren die meisten Geräte nicht besonders smart.“

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CES Tagebuch Unser Alltag wird vernetzt

Wie oft etwa wurde er als Beispiel für die Zukunft bemüht: Der Kühlschrank, der Milch nachbestellt, wenn die Packung leer ist. Er wurde das Symbol der Hoffnung in Sachen heimischer Vernetzung. Was heute anders ist.

Kühlschränke, die Lebensmittel selbstständig nachbestellen, Smartphone-gesteuerte Zimmerbeleuchtung, das Tablet als Fernbedienung - Die Alltagselektronik von Morgen wird vor allem eins sein: vernetzt Quelle: dpa

Doch schon die jüngste Generation der neuen Handys kann mehr als telefonieren und im Web surfen: So verfügen moderne Geräte wie das iPhone 5 oder das Nokia Lumia nicht nur über ein Mikrofon zur Übertragung der Stimme, sondern über eine Reihe von Schallwandlern, die dann die Umgebungsgeräusche registrieren, die aus der Telefonstimme herausgefiltert werden.

Das Telefonieren und andere Formen der Kommunikation machen nach aktuellen Studien nur noch ein Drittel der Nutzung eines typischen Smartphones aus. Geräte dieser Art sind längst zu Spielekonsolen geworden. Millionen von Spiele-Apps sind eine riesige Einnahmequelle und auch ungewöhnliche Ideen werden heute verwirklicht: So stellte die französische Firma BeeWi auf der CES ihren kleinen Spielzeug-Helikopter vor, der via Bluetooth mit dem Handy gesteuert werden kann .

Thierry Dechathre, Manager der französischen Firma BeeWi, zeigt bei der CES in Las Vegas den Spielzeughelikopter, der per Bluetooth vom Smartphone gesteuert werden kann. Quelle: dpa

Thierry Dechathre, Manager der französischen Firma BeeWi, zeigt bei der CES in Las Vegas den Spielzeughelikopter, der per Bluetooth vom Smartphone gesteuert werden kann.

Bild: dpa

Mit dem Handy können heute außerdem Fernseher bedient, Autos navigiert oder die Messergebnisse von kleinen Schrittzählern in anschaulichen Grafiken aufbereitet werden. Das Zauberwort dafür: Sensoren.

Der Trend der „Sensorisierung“ beeinflusst auch andere Bereiche des Alltags. So können Feuchtigkeitssensoren Gartenbesitzern ohne „grünen Daumen“ signalisieren, wann die Sträucher oder Blumentöpfe dringend eine Gießkanne Wasser benötigen. Viele Firmen haben sich auf medizinische Messgeräte und Fitness-Gadgets spezialisiert, die den Blutdruck messen, Blutzuckerwerte ermitteln, das Körpergewicht messen oder sportliche Aktivitäten aufzeichnen und dann mit dem Smartphone kommunizieren. „Das Smartphone wird zum Bildschirm unseres digitalen Alltags“, sagt Dubravac.

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