Ein Streifzug durch Markt und Technik: Was das E-Book taugt

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Ein Streifzug durch Markt und Technik: Was das E-Book taugt

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Das E-Book gewinnt an Zuspruch. Doch viele können sich mit dem digitalen Lesen immer noch nicht anfreunden.

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse bringt der Online-Gigant Amazon einen neuen E-Book-Reader in den Handel. Auch Konkurrenten wie das Gemeinschaftsprojekt um den Tolino Shine werben um Aufmerksamkeit. Die Geräte werden immer besser und die Zahl der erhältlichen E-Books geht in die Millionen. Aber können E-Books das klassische Buch wirklich ersetzen? Ein Streifzug durch Markt und Technik.

Wer sich zurzeit auf den Webseiten der Frankfurter Buchmesse umsieht, wird sich verwundert die Augen reiben. Die Seite wimmelt von Schlagwörtern und Slogans, die man sonst nur aus der IT-Branche kennt. Da geht es um "Hot Spots", "Digital Innovation", "Story Drive,", "Mobile", "Networking Partys" und "Smart Publishing" – nur nicht um Bücher wie es scheint. CeBIT lässt grüßen. Kein Zweifel, die digitale Ära ist in der Buchbranche längst eröffnet worden und das digitale Lesen ist das Geschäftsmodell der Zukunft für Verlage und Autoren. E-Books sind drauf und dran, das Buch aus Papier abzulösen, diesen Eindruck zumindest erwecken die Anbieter der digitalen Bücher und die Hersteller der entsprechenden Lesegeräte, neudeutsch auch E-Book-Reader genannt.


Die Marktzahlen dürften die Branche erfreuen, sprechen aber noch nicht eindeutig für den großen Durchbruch des E-Books. Nach einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom greifen 29 Prozent der Deutschen, die überhaupt Bücher lesen, zum digitalen Schmöker. Unter den E-Book-Skeptikern sind immerhin schon 27 Prozent, die sich vorstellen könnten, es in Zukunft mal mit einem digitalen Buch zu probieren. Insgesamt sollen in diesem Jahr 832.000 E-Book-Reader verkauft werden, schätzt der Bitkom. Nach Zahlen der Marktforschungsunternehmens GfK erhöhte sich der Umsatz der E-Books im ersten Halbjahr 2013 um 68 Prozent auf 74 Millionen Euro. Die Wahrscheinlichkeit, dass die E-Book-Verächter und Liebhaber der vieldiskutierten Haptik des Buchs demnächst "schwach werden" und sich einen E-Book-Reader zulegen, sind also gar nicht so schlecht.

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Dafür sprechen mindestens acht Gründe.

  • Erstens werden die Lesegeräte immer besser, vor allem weil die Displays immer augenfreundlicher werden.
  • Zweitens sind die Preise für hochwertige Modelle inzwischen auf unter 100 Euro gesunken.
  • Drittens ist die Auswahl an digitalen Büchern inzwischen unüberschaubar geworden.
  • Viertens sind viele Klassiker der Literatur wie Shakespeare, Goethe, Tolstoi oder Brecht als E-Book sogar kostenlos zu haben.
  • Fünftens fasst ein handliches Lesegerät, das in jede Jackentasche passt, mühelos mehrere Tausend Bücher (ohne Illustrationen).
  • Sechstens bieten die Geräte zusätzliche Komfortmerkmale wie Beleuchtung zum Lesen in der Nacht, Lesezeichen oder Notizfunktionen.
  • Siebtens erhöhen zusätzliche Dienste wie Sicherung der Bücher in der Cloud, Lesemöglichkeit auf Tablets, Smartphones und PCs oder digitale Ausleihe die Attraktivität.
  • Achtens sind viele Autoren durch die neue Technik in der Lage, selbst E-Books herzustellen und zu veröffentlichen.



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