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Elektronische Bücher: Probleme mit dem Weiterverleihen

Elektronische Bücher: Was die Leihangebote für E-Books taugen

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Viel Geld in der Kasse
2012 setzte Amazon gut 61 Milliarden US-Dollar um (Vorjahr: 48 Milliarden), machte aber einen Nettoverlust von rund 30 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 631 Millionen Gewinn). Ein Überblick über Teile des Amazon-Imperiums...

Bild: dpa

Probleme mit dem Weiterverleihen

Anders sieht es bei Onleihe aus, dem digitalen Angebot der Bibliotheken. 30 000 Titel stehen zur Verfügung, vier Millionen Ausleihen werden für dieses Jahr erwartet. Die Beliebtheit führt jedoch dazu, dass viele Titel ausgeliehen sind. Denn die Büchereien verfügen nur über eine bestimmte Zahl an lizenzierten Exemplaren. „Man kann auch ein eBook nur ausleihen, wenn kein anderer Nutzer es gerade hat“, erklärt Monika Ziller, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands.

Und es gibt ein weiteres Manko: Onleihe nutzt das verbreitete ePub-Format - das ist jedoch mit Amazons Kindle Geräten nicht kompatibel.

Ein weiterer enormer Nachteil von E-Books besteht darin, dass man gekaufte Exemplare nach der Lektüre nicht verleihen, verkaufen oder verschenken kann. Dagegen rebellieren inzwischen Verbraucherschützer. „Ein Kunde der sich ein Buch herunterlädt, sollte nicht anders dastehen, als jemand der eine gebundene Ausgabe im Buchladen kauft“, fordert Helke Heidemann-Peuser, Referatsleiterin im Bereich kollektiver Rechtsschutz beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Der Verband führt derzeit mehrere Musterklagen gegen Online-Buchhändler.

Der WirtschaftsWoche konnte Amazon auf Anfrage nicht sagen, warum gelesene E-Books eigentlich nicht verkauft werden dürfen. Auf Nutzeranfragen, warum gelesene E-Books nicht weitergegeben können antwortete Amazon, die digitalen Inhalte seien immer mit einem Kundenkonto verknüpft und könnten daher nicht auf andere Personen übertragen werden.

Wirklich überzeugend ist das nicht. Denn in den USA bietet Amazon für Kindle-Nutzer inzwischen auch eine private Verleihfunktion: Für zwei Wochen können zuvor gekaufte E-Books verliehen werden, der Eigentümer hat währenddessen keinen Zugriff darauf. Der Dienst soll künftig auch hierzulande angeboten werden. „Das steht auf unserer Prioritätenliste weit oben, denn viele Kunden fragen danach“, sagt eine Amazon-Sprecherin. Auf einen genaueren Zeitraum will sie sich nicht festlegen hat aber noch einen Tipp parat. Viele Familien würden nur einen Amazon-Account nutzen, dadurch können sie eBooks zumindest auf bis zu fünf verschiedenen Geräten nutzen.

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„Die Kunden sind es eben von physischen Büchern gewohnt, dass man sie von einem zum anderen geben kann.“

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