Elektronische Bücher: Was die Leihangebote für E-Books taugen

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Elektronische Bücher: Was die Leihangebote für E-Books taugen

von Oliver Voß

E-Books zum Leihen sind enorm beliebt, nun startet auch Amazon eine Bibliothek in Deutschland. Doch die bestehenden Angebote haben meist einen Haken.

Auf der Frankfurter Buchmesse sind elektronische Bücher das dominierende Thema. Das Interesse an E-Books wächst rasant, auch wenn der Umsatzanteil in Deutschland mit zwei Prozent noch vergleichsweise gering ist. Viele potenzielle Nutzer werden davon abgeschreckt, dass die Preise im Vergleich zu gedruckten Bücher relativ hoch sind. Im Schnitt kosten sie 20 Prozent weniger, damit kostet die elektronische Version eines neuen, auf Hardcover erschienen Buchs mehr als später die Taschenbuchausgabe.
Eine Alternative sind daher Leihangebote, darauf setzt mit Amazon nun auch der größte E-Bookhändler. Noch in diesem Monat startet das Unternehmen auch in Deutschland eine Leihbücherei für seine Kindle-Geräte. Die Bücher können auf unbegrenzte Zeit ohne zusätzliche Kosten ausgeliehen werden - aber immer nur eins auf einmal. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Service Amazon Prime, der 29 Euro im Jahr kostet.

Flohmärkte für gebrauchte Dateien

  • ReDigi

    Dieser Internet-Dienst fungiert als Handelsplattform für gebrauchte Musik. Songs kosten 0,69 oder 0,79 Cent. Verkaufen können Musikfreunde dort derzeit nur Titel, die sie bei Apples iTunes erworben haben. Wer Lieder anbietet, erhält 20 Cent. Nach dem Verkauf gibt es noch einmal 12 Cent – allerdings in Form von Gutschriften, die sich bei ReDigi und iTunes einlösen lassen. Auch der Handel mit E-Books soll demnächst möglich sein.
    Noch ist der Dienst nur in den USA verfügbar. Doch im kommenden Jahr soll er auch in Deutschland starten.

  • Skoobe

    Über die App des Münchner Anbieters können iPhone- und iPad-Nutzer E-Books ausleihen. Maximal fünf aus bald 10.000 Titeln von 70 Verlagen können Skoobe-Kunden gleichzeitig lesen. Bis zu drei Geräte kann der Nutzer mit seinem Konto verbinden. Dabei lässt sich ein Buch immer nur auf einem Gerät gleichzeitig lesen. Der Dienst kostet monatlich 9,99 Euro. Bis zum 1. März 2013 können Bücherfreunde beliebig viele Titel pro Monat ausleihen. Danach gibt’s für den Preis monatlich zwei Schmöker.

  • Onleihe

    Über Onleihe können die neun Millionen Kunden öffentlicher Bibliotheken in Deutschland auch elektronische Medien ausleihen. Außer den üblichen Bibliotheksgebühren fallen keine weiteren Kosten an. Bis Jahresende sollen 600 Büchereien an den Dienst angeschlossen sein. 30.000 Titel stehen bereits zur Verfügung – E-Books, E-Paper, Hörbücher, Musik und Filme. 9000 sind allein 2012 dazugekommen.

Preislich ist das Angebot durchaus attraktiv. Das Münchner Startup Skoobe verleiht ebenfalls E-Books. Das Angebot kostet 9,99 Euro im Monat, dafür können die Nutzer immer zwei Bücher ausleihen. Allerdings ist die Auswahl bei Skoobe größer: Mehr als 10 000 Titel sind derzeit im Angebot, Amazon startet mit 8500 Titeln.
Dazu gehören zwar die Harry-Potter-Reihe oder einige populäre Regionalkrimis, doch den Großteil des Angebotes machen derzeit über Amazons-Verlagssparte Kindle Direct Publishing (KDP) selbst herausgegebene Bücher aus. Die meisten bekannten Autoren und aktuellen Bestseller fehlen daher.

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