Energiekosten sparen: App hilft beim rechtzeitigen Lüften

Energiekosten sparen: App hilft beim rechtzeitigen Lüften

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Wer richtig heizt, kann Nebenkosten sparen.

Die einen lüften stündlich, verschwenden Energie und zahlen viel bei der Heizkostenabrechnung. Die anderen lassen ihre Fenster zu und wollen sparen. Damit erschaffen sie ein anderes Problem: Die Wände fangen an zu schimmeln. Eine App hilft.

Oft ist die Nebenkostenabrechnung Hauptstreitpunkt zwischen Mieter und Vermieter. Keiner weiß so richtig, wie man am einfachsten Energie spart. Dafür gibt es jetzt neue Messgeräte. Besonders bei den Kosten für Heizung und warmes Wasser lässt sich einfach sparen. Alleine 30 Prozent des gesamten Energiebedarf Deutschlands entfallen auf die Raumwärme von Gebäuden. Erste Tests zur Energieeinsparung waren bereits erfolgreich. In einem "Heat Meter"-Test der Deutschen Energieagentur (Dena), des Zählerableseunternehmens Ista und des Mieterschutzbundes in Berlin, Essen und München wurde der Wärmeenergieverbrauch von Probanden um 15 Prozent gesenkt. Grund für den Erfolg: Die Verbraucher haben anders geheizt und gelüftet.

Die Wärme- und Wasserzähler der Testhaushalte wurden über Funkzähler vernetzt. Diese haben Energiedaten permanent an ein Energiemanagementsystem weitergegeben. Über eine Internetseite konnten die Tester ihren Wärmeenergieverbrauch einsehen und mit dem durchschnittlichen Verbrauch des Vormonats vergleichen. Ziel ist es den Spar-Ehrgeiz der Mieter zu wecken. Über ihr Smartphone bekommen sie Tipps zum richtigen Wärmeenergieverbrauch.

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Auch in Köln wird ein ähnliches Projekt getestet. Der Stromkonzern Rhein-Energie und die Stadtverwaltung testen das Projekt Smart City Cologne im Stadtteil Nippes. Auch hier soll der Verbraucher lernen, wie man richtig Energie spart und richtig lüftet. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird, müssen Mieter stoßlüften. Nur so kann Schimmelbildung verhindert und Energie gespart werden.

Neben Apps zur Energiekostenersparnis, gibt es auch Geräte zur Kontrolle des Stromverbrauchs. Das Smart Meter sendet dem Verbraucher eine Analyse des persönlichen Verbrauchs direkt auf das Smartphone oder das Tablet.

Dafür messen die Geräte im Viertelstundentakt den Strom, - Gas- und Wasserverbrauch und übermitteln die Daten an den Energielieferanten. Der bereitet die Zahlen für den Verbraucher auf - mittlerweile sogar als Smartphone-App. Der Vorteil: Mieter können so direkt sehen, was im Haushalt den meisten Strom schluckt - der Wäschetrockner, der mobile Heizlüfter im Badezimmer oder die Küchengeräte. Früher mussten die Mieter nur einmal jährlich den Zähler ablesen. Heute können Mieter regelmäßig und direkt überprüfen wie viel Strom sie verbrauchen.

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Aber auch für Vermieter sind die neuen Messgeräte von Vorteil. Wenn es zum Streit über die Nebenkostenabrechnung kommt, schaffen die neuen Geräte Transparenz. Bis 2022 sollen alle Haushalte mit Smart Metern ausgestattet sein. Aktuell sind sie bereits in jedem Neubau und jedem kernsanierten Gebäude Pflicht.

Die Unternehmensberatung Ernst & Young hat kürzlich für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Smart-Meter-Studie durchgeführt. Ihr Urteil fiel allerdings negativ aus: Für Privathaushalte mit geringem Stromverbrauch hat das Smart-Meter keinen Vorteil, da die Energieeinsparnisse die Betriebskosten des Geräts nicht ausgleichen. Laut Studie ist die Technik noch zu teuer, um einen finanziellen Vorteil bieten zu können.

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