Firefox OS: Entwickler testen erstes Mozilla-Smartphone

Firefox OS: Entwickler testen erstes Mozilla-Smartphone

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Diese Firefox-Smartphones werden aktuell getestet.

Quelle: mozilla.org

von Meike Lorenzen

Das erste Smartphone aus dem Haus Mozilla ist auf einem guten Weg. Inzwischen wird es bereits getestet. Mit dem Gerät und neuem Betriebssystem will das Unternehmen den Markt der Schwellenländer erobern.

Angekündigt war es schon lange, nun ist es soweit. Mozilla hat ein eigenes Smartphone mit eigenem Betriebssystem in seinem Blog vorgestellt. Firefox OS heißt das Betriebssystem. Es wurde ganz im Sinne der Mozilla-Tradition per Open Source in HTML 5 programmiert. Das orangefarbene Telefon entstand in Kooperation mit Geeksphone und Telefonica und ist zurzeit nur für Entwickler zu Testzwecken erhältlich. Auf diesem Weg will das Unternehmen eine möglichst kritische Testgruppe über das neue Produkt schauen lassen.

Bisher hatte sich Mozilla aus dem mobilen Geschäft komplett herausgehalten und vor allem mit seinem Firefox-Browser und E-Mail-Programm Thunderbird Erfolge gefeiert. Doch nachdem nun auch Microsoft mit Windows 8 an den Markt gegangen ist, wollen auch die Entwickler mit dem Fuchslogo nicht nachstehen.

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Inwieweit das Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Auch Microsoft tut sich mit dem Einstieg in den mobilen Markt schwer. Apples iOS und Googles Android haben sich die User bisher größtenteils untereinander aufgeteilt, wobei Android deutlich stärker verbreitet ist.

Für Mozilla ist der Schritt dennoch ein wichtiger, denn im Browsersegment ist die Konkurrenz mit Googles Chrome extrem gewachsen.

Entsprechend hat man sich im Unternehmen zu einem radikalen Schritt entscheiden. Der beliebte Browser soll verschwinden und alle Inhalte und Anwendungen künftig direkt aus dem Web auf dem Smartphone-Bildschirm erscheinen. „Das Web ist die einzige Technologie-Plattform, das sich neben iOS und Android als dritte Plattform etablieren kann“, sagte der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsplattform von Mozilla, Andreas Gal.

Gleichzeitig will das Unternehmen nicht in den Industrieländern durchstarten. Das Firefox-Handy soll ein Einstiegsgerät sein für Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Markteinführung ist in Brasilien und anderen lateinamerikanischen Ländern geplant - „für Anwender, die vorher noch nie ein Smartphone gesehen haben“, erklärte Gal, der aus Deutschland nach Kalifornien gegangen ist und als Experte für die schnelle Ausführung von JavaScript-Anwendungen von Mozilla engagiert wurde.

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Das Firefox-Smartphone soll besonders stabil gestaltet werden. „Und wir wollen dafür sorgen, dass es schnell startet, dass alle Anwendungen und Animationen flüssig sind“, sagte Gal. Die wichtigsten Apps für Web, E-Mail und Soziale Netzwerke bilden die Basisausstattung. Daneben werde es auch Apps für lokale Bedürfnisse geben. Viele Anwendungen soll der Mozilla Marketplace bereitstellen - daneben wird es auch eine Suchmaschine für Web-Anwendungen geben.

Mit Material von dpa

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