Fotografie: Digitaler Bildertausch verändert die Fotowelt

Fotografie: Digitaler Bildertausch verändert die Fotowelt

von Thomas Kuhn

Erstmals stammten 2012 mehr Digitalaufnahmen aus Fotohandys als aus Kameras. Mit welch unterschiedlichen Konzepten die Branchen reagieren, zeigen die aktuellen Neuheiten bei den mobilen Endgeräten.

Es ist ein stetes Wettrüsten, das sich Handyhersteller und Kameraproduzenten liefern. Kaum meldet die Fotofon-Fraktion einen neuen Megapixel-Rekord, legt die Kamerabranche wieder vor. Bei einem der wichtigsten Trends aber liegt die Fotofraktion aktuell eindeutig in Führung: Immer mehr Fotofreunde wollen Bilder nicht mehr nur in der Kamera speichern, sondern auch gleich an Freunde und Bekannte verschicken.

Für die mit iPhone, Instagram und Co. sozialisierte Generation Facebook sind Megapixel-Rekorde sekundär. Sie nutzen Fotohandys, um Schnappschüsse bei Twitter, Facebook oder Fotoportalen wie Pinterest und Flickr zu veröffentlichen. Laut IDC-Berechnungen wurden 2012 erstmals mehr Bilder mit Handykameras geschossen als mit traditionellen Fotoapparaten.

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Mit zwei ganz unterschiedlichen Neuheiten zum Mobile World Congress zeigen nun die Elektronikspezialisten HTC und Samsung, wie sie den Fotofans den schnellen Bilderversand ins Netz nach der Aufnahme ermöglichen wollen.

Samsung, mit seinen Galaxy-S-Smartphones sonst ja auch forscher Handy-Pixelstürmer, präsentiert mit der neuen Smart Camera WB30F einen weiteren Vertreter der neuen Kategorie von Fotokameras mit Funkmodul. HTCs Top-Smartphone One kommt in traditioneller Optik daher, stellt sich tatsächlich aber geradezu provokant gegen den Trend zu immer höheren Pixelwerten. Denn die Kamera im neuen Top-Telefon hat "nur" noch vier Megapixel Auflösung, dafür ist jeder einzelne Bildpunkt dreimal so groß wie bei üblichen Handykameras. 

Die unkonventionelle aber im Grunde schlüssige Erkenntnis der Taiwaner. Die immer neuen Höchstwerte der winzigen Bildchips in den Handys führt im Grunde nur zu größeren Dateien aber nicht zu besseren, rauschärmeren Bildern. Der simple Grund: Die einzelnen Bildpunkte werden immer kleiner und damit lichtschwächer. Die Folge sind dann - zumindest bei schlechterem Licht - eher Rausch- als Qualitätsrekorde.

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