
Anfang 2011 verkündete Samsung, das zu diesem Zeitpunkt mit dem Galaxy Tab gerade ein 7-Zoll-Tablet auf den Markt gebracht hatte, künftig keine Tablet-PCs mit diesen kompakten Maßen mehr anbieten zu wollen. “Wie Apple sieht auch Samsung mittlerweile die Zukunft in größeren Tablets”, so damals die Interpretation der Meldung bei Golem.de. Im Jahr davor hatte Steve Jobs sich deutlich gegen kleinere Tablets ausgesprochen. Damals ahnte niemand, dass alles ganz anders kommen würde: Zwei Jahre später befindet sich mit dem Galaxy Tab 2 7.0 nämlich abermals ein 7-Zoll-Tablet in Samsungs Produktportfolio. Auch Apple hat sich von der Linie des verstorbenen Firmenchefs Jobs verabschiedet und mit dem iPad Mini ein kleineres iPad mit 7,9-Zoll-Display veröffentlicht. Googles Nexus 7 und Amazons Kindle Fire sind ebenfalls im 7-Zoll-Bereich angesiedelt.
Bild: dpaTablet-Computer verbreiten sich in Deutschland dem IT-Verband Bitkom zufolge rasant. Bereits jeder Achte besitzt demnach einen Flachrechner, gut neun Millionen Apparate sind im Umlauf. "Seit der Einführung der ersten kommerziell erfolgreichen Geräte im Jahr 2010 haben sich Tablet Computer innerhalb kurzer Zeit auf dem Markt etabliert", so Bitkom-Chef Dieter Kempf. "Tablets treiben den gesamten PC-Markt. Sie werden die Renner im Jahresend- und Weihnachtsgeschäft."
Kein Wunder also, dass auch die Discounter mitmischen wollen.
Bild: ScreenshotDer Marktführer Aldi bietet pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ein Medion-Produkt an: Ab dem 6. Dezember ist das Lifetab S9714 (MD99300) für 399 Euro bei Aldi Nord zu bekommen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Aldi-Süd-Kunden es aber ebenso in ihren Filialen kaufen können.
Bild: ScreenshotTechnisch gesehen ist das Medion-Tablet mit Zehn-Zoll-Display und einer Bildschirmauflösung von 1280 × 800 Pixel, 32 GB Speicher und einem GB Arbeitsspeicher eine guten Alternative zu der großen Markenkonkurrenz. Zudem hat das Medion Lifetab S9714 ein integriertes Mobilfunkmodul für den Internetzugriff fern von WLAN-Netzen und läuft mit dem Betriebssystem Android 4.0.
Bild: ScreenshotLidl startete bereits am Montag mit seinem Tablet. Kunden bekommen das Archos 101 XS für 329 Euro angeboten. Wer bei Lidl aber noch zuschlagen möchte, muss sich schon jetzt beeilen, denn das Tablet ist derzeit nur noch in einzelnen Filialen zu bekommen. Online ist es bereits ausverkauft. Neue Ware sei aber bereits unterwegs, heißt es bei Lidl.
Bild: ScreenshotTechnisch bietet Lidl für 329 Euro ein Zehn-Zoll-Tablet mit einem Speicher von 16 GB, Micro-USB-Schnittstelle und einer 720p-Webcam. Der Preis ist unschlagbar – kein Internet-Anbieter hat einen besseren Preis.
Bild: ScreenshotPenny ist der dritte Discounter, der ins Vorweihnachtsgeschäft des Tablet-Markts einsteigt. Als einziger Anbieter in der Reihe setzt Penny aber auf ein bekanntest Markenangebot. Das Samsung Galaxy Tab 2 7.0 ist ab dem 29. November für Penny-Kunden in den Märkten für 199 Euro zu bekommen.
Bild: ScreenshotTechnisch gesehen müssen die Käufer des Penny-Angebots aber ein wenig zurückstecken: Im Gegensatz zu den anderen Discounter-Angeboten hat das Tablet bei Penny nur sieben Zoll und kein UMTS-Modul sowie nur acht GB Speicher. Ein besonderes Schnäppchen ist es übrigens auch nicht: Der Preis ist ähnlich wie bei Internet-Anbietern. Samsung selbst allerdings nennt einen Preis von 429 Euro.
Tablet-Computer verbreiten sich in Deutschland dem IT-Verband Bitkom zufolge rasant. Bereits jeder Achte besitzt demnach einen Flachrechner, gut neun Millionen Apparate sind im Umlauf. "Seit der Einführung der ersten kommerziell erfolgreichen Geräte im Jahr 2010 haben sich Tablet Computer innerhalb kurzer Zeit auf dem Markt etabliert", so Bitkom-Chef Dieter Kempf. "Tablets treiben den gesamten PC-Markt. Sie werden die Renner im Jahresend- und Weihnachtsgeschäft."
Kein Wunder also, dass auch die Discounter mitmischen wollen.
Das Phänomen der "Phablets"
Glaubte man Anfang 2011, ein dreiviertel Jahr nach dem Debüt des ersten iPad und damit der Einführung dieser Produktkategorie, größer wäre besser und unter zehn Zoll ginge nichts, kristallisieren sich mittlerweile eher Maße zwischen sieben und acht Zoll als derzeitiger Tablet-Standard heraus. Dieses Bild unterstreichen auch die zahlreichen Erfahrungsberichte von bloggenden iPad-Mini-Besitzern, die das kleinere Apple-Tablet gegenüber dem großen Bruder deutlich im Vorteil sehen (hier, hier oder hier). Während Tablets schrumpfen, nehmen Smartphones in ihren Ausmaßen sukzessive zu, wie Verkaufsschlager wie das iPhone 5 (4 Zoll), das Samsung Galaxy S3 (4,8 Zoll) und das Google Nexus 4 (4,7 Zoll) zeigen. Und natürlich auch Samsungs Überraschungserfolg, das Riesensmartphone Galaxy Note 2 (5,5 Zoll). Man benötigt wenig Fantasie, um zu sehen, wohin der Trend zu kleineren Tablets und zu größeren Smartphones führt: zu einer Vereinheitlichung beider Gerätetypen. Das Resultat heißt dann “Phablet”, ein Phänomen, mit dem sich derzeit Gadget-Blogger und Tech-Journalisten ausgiebig beschäftigen.
Die Entwicklung ist nicht nur bedeutsam für Technikverliebte, die jedes vielversprechende neue Gerät ausprobieren und an jedem Hype aus beruflichen Gründen oder privatem Interesse partizipieren. Für Endkonsumenten entscheidet sich in den kommenden Monaten, wie viele Geräte sie für den privaten Zugriff auf die digitale Welt in Zukunft benötigen. Oder besser ausgedrückt: Die Verbraucher bestimmten durch ihre Kaufentscheidungen, in welche Richtung sich das Angebot entwickelt und ob sich die verschiedenen Anwendungsszenarien, die bisherige von den Produkttypen Notebook, Smartphone und Tablet abgedeckt wurden, zumindest im außerberuflichen Kontext tatsächlich durch eine einzige Multifunktionshardware erledigen lassen.
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