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Gadgets: Phablets: Weniger ist mehr

von Martin Weigert Quelle: Netzwertig.com

Tablets machen für Privatanwender den PC überflüssig. Parallel verschmelzen sie mit den immer leistungsfähigeren Smartphones. Am Ende steht die Hoffnung auf ein einziges tragbares Multifunktionsgerät.

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Phänomen "Phablet" - Während die Größe von Tablets zurzeit stagniert oder sogar schrumpft, wachsen Smartphones nun sogar über die 5-Zoll-Marke hinaus Quelle: dapd
Phänomen "Phablet" - Während die Größe von Tablets zurzeit stagniert oder sogar schrumpft, wachsen Smartphones nun sogar über die 5-Zoll-Marke hinaus Quelle: dapd

Anfang 2011 verkündete Samsung, das zu diesem Zeitpunkt mit dem Galaxy Tab gerade ein 7-Zoll-Tablet auf den Markt gebracht hatte, künftig keine Tablet-PCs mit diesen kompakten Maßen mehr anbieten zu wollen. “Wie Apple sieht auch Samsung mittlerweile die Zukunft in größeren Tablets”, so damals die Interpretation der Meldung bei Golem.de. Im Jahr davor hatte Steve Jobs sich deutlich gegen kleinere Tablets ausgesprochen. Damals ahnte niemand, dass alles ganz anders kommen würde: Zwei Jahre später befindet sich mit dem Galaxy Tab 2 7.0 nämlich abermals ein 7-Zoll-Tablet in Samsungs Produktportfolio. Auch Apple hat sich von der Linie des verstorbenen Firmenchefs Jobs verabschiedet und mit dem iPad Mini ein kleineres iPad mit 7,9-Zoll-Display veröffentlicht. Googles Nexus 7 und Amazons Kindle Fire sind ebenfalls im 7-Zoll-Bereich angesiedelt.

Tablet-Computer verbreiten sich in Deutschland dem IT-Verband Bitkom zufolge rasant. Bereits jeder Achte besitzt demnach einen Flachrechner, gut neun Millionen Apparate sind im Umlauf. "Seit der Einführung der ersten kommerziell erfolgreichen Geräte im Jahr 2010 haben sich Tablet Computer innerhalb kurzer Zeit auf dem Markt etabliert", so Bitkom-Chef Dieter Kempf. "Tablets treiben den gesamten PC-Markt. Sie werden die Renner im Jahresend- und Weihnachtsgeschäft."
Kein Wunder also, dass auch die Discounter mitmischen wollen.

Bild: dpa

Das Phänomen der "Phablets"

Glaubte man Anfang 2011, ein dreiviertel Jahr nach dem Debüt des ersten iPad und damit der Einführung dieser Produktkategorie, größer wäre besser und unter zehn Zoll ginge nichts, kristallisieren sich mittlerweile eher Maße zwischen sieben und acht Zoll als derzeitiger Tablet-Standard heraus. Dieses Bild unterstreichen auch die zahlreichen Erfahrungsberichte von bloggenden iPad-Mini-Besitzern, die das kleinere Apple-Tablet gegenüber dem großen Bruder deutlich im Vorteil sehen (hier, hier oder hier). Während Tablets schrumpfen, nehmen Smartphones in ihren Ausmaßen sukzessive zu, wie Verkaufsschlager wie das iPhone 5 (4 Zoll), das Samsung Galaxy S3 (4,8 Zoll) und das Google Nexus 4 (4,7 Zoll) zeigen. Und natürlich auch Samsungs Überraschungserfolg, das Riesensmartphone Galaxy Note 2 (5,5 Zoll). Man benötigt wenig Fantasie, um zu sehen, wohin der Trend zu kleineren Tablets und zu größeren Smartphones führt: zu einer Vereinheitlichung beider Gerätetypen. Das Resultat heißt dann “Phablet”, ein Phänomen, mit dem sich derzeit Gadget-Blogger und Tech-Journalisten ausgiebig beschäftigen.

Die Entwicklung ist nicht nur bedeutsam für Technikverliebte, die jedes vielversprechende neue Gerät ausprobieren und an jedem Hype aus beruflichen Gründen oder privatem Interesse partizipieren. Für Endkonsumenten entscheidet sich in den kommenden Monaten, wie viele Geräte sie für den privaten Zugriff auf die digitale Welt in Zukunft benötigen. Oder besser ausgedrückt: Die Verbraucher bestimmten durch ihre Kaufentscheidungen, in welche Richtung sich das Angebot entwickelt und ob sich die verschiedenen Anwendungsszenarien, die bisherige von den Produkttypen Notebook, Smartphone und Tablet abgedeckt wurden, zumindest im außerberuflichen Kontext tatsächlich durch eine einzige Multifunktionshardware erledigen lassen.

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