Bild: dpaGoogle Web Accelerator
Er sollte das Surfen im Netz schneller machen, setzte sich aber nicht durch: Eines der großen Probleme war, dass Nutzer keine Youtube-Videos anschauen konnten. Den Google Web Accelerator gab es von Mai 2005 bis Oktober 2008. Teile der Technologie konnte der Konzern aber recyclen und für seinen schnellen Browser "Chrome" verwenden.
Bild: ScreenshotGoogle Videos
Google Video startete 2005 ursprünglich als Video-Gemeinschaft im Internet, auf der Nutzer Videos hochladen und teilen können sollten. Als Youtube im Februar 2006 das Licht der Netzwelt erblickte, versuchte Google drei Jahre lang, das Portal aufzukaufen - vergeblich. Google Videos gibt es noch, aber Nutzer können keine Videos hochladen. Die in der Suchmaschine integrierte Videosuche indexiert Clips von allen Seiten im Netz.
Bild: ScreenshotGoogle X
Google X sollte alle Google-Produkte in Form kleiner Icons über der Suchleiste anzeigen. Wenn der Nutzer mit der Maus darüber fuhr, sollten die Icons sich vergrößern. Die Idee setzte sich nicht durch - das Projekt wurde am 15. März 2005 aus der Wiege gehoben und starb bereits einen Tag später.
Bild: REUTERSProjekt Erneuerbare Energien
"Um es zusammenzufassen, wir sind dabei, zahlreiche Projekte dichtzumachen, die nicht den Effekt hatten, den wir erhofft hatten", schrieb das Unternehmen Ende 2011 in seinem offiziellen Blog. Google nennt die Verkleinerung "Frühjahrsputz", die schon im April 2011 mit dem Wechsel von Larry Page (im Bild) an die Firmenspitze begonnen hat. Es ist seitdem bereits die dritte "Putzaktion", in der Google Projekte einstampft. Nicht mehr weiterverfolgen will Google unter anderem das prestigeträchtige Projekt Erneuerbare Energien. 2009 hatte der damalige Google-Manager Bill Weihl angekündigt, binnen einiger Jahre Technologien anzubieten, mit denen die Produktion Erneuerbarer Energie billiger bewerkstelligt werden könne. Weihl hat das Unternehmen mittlerweile verlassen.
Bild: ScreenshotKnol
Zu den Projekten die eingestellt werden gehört auch Knol. Es sollte Googles Alternative zu Wikipedia sein: Eine Wissenssammlung, bei der die Nutzer die Artikel schreiben und bearbeiten. Der Erfolg hält sich in Grenzen – oder kennen Sie intensive Knol-Nutzer?

Google Wave
Nach knapp einem Jahr hat Google sein Projekt „Wave“ wieder gestoppt. Beim Start hatte der Konzern noch getönt, Wave sei wie die Neu-Erfindung der Mail. Doch selbst viele Nerds konnten mit dem Angebot nichts anfangen, mit dem man Nachrichten gemeinsam bearbeiten und kommentieren konnte. Ende April 2012 wird Wave nun endgültig dicht gemacht.
Bild: ScreenshotLively
Als der Hype um virtuelle Welten wie Second Life noch groß war, startete Google "Lively". Damit konnten Avatare geschaffen werden und Räume in denen man sich treffen konnte. Resonanz und Halbwertzeit waren dürftig: nach nicht einmal sechs Monaten wurden die neuen Tummelplätze wieder geschlossen.

Dodgeball
Schon im Jahr 2000 entwickelte Dennis Crowley Dodgeball, ein Netzwerk bei dem Freunde sich informieren konnten, wo ihre Kontakte sich gerade befinden. 2005 kaufte Google den Dienst, machte aber wenig damit und schloss das Angebot 2009. Crowley startete ein neues Unternehmen mit ähnlichem Konzept: Foursquare – das derzeit eines der am heißesten umworbenen Start-Ups überhaupt ist.
Bild: ScreenshotGoogle Checkout
Ein weiteres kaum bekanntes und entsprechend wenig genutztes Angebot ist Google-Checkout. 2006 startete das Unternehmen damit, es soll eine Alternative zum Online-Bezahldienst Paypal sein. Doch im Gegensatz zu Paypal schaffte das System nie den großen Durchbruch. Im November 2011 teilte Google daher mit, dass es mit dem mobilen Bezahlsystem Google Wallet verschmolzen wird.

Froogle
Auch eine eigene Produktsuche bietet das Unternehmen aus Mountain View. Früher hieß das Angebot Froogle, inzwischen schlicht "Google Produktsuche" – eine wirkliche Alternative zu bekannten Preisvergleichsportalen ist es allerdings nicht.
Google Web Accelerator
Er sollte das Surfen im Netz schneller machen, setzte sich aber nicht durch: Eines der großen Probleme war, dass Nutzer keine Youtube-Videos anschauen konnten. Den Google Web Accelerator gab es von Mai 2005 bis Oktober 2008. Teile der Technologie konnte der Konzern aber recyclen und für seinen schnellen Browser "Chrome" verwenden.
Schlechte Nachrichten für PC-Hersteller. Nachdem Microsoft-Chef Steve Ballmer in der vergangenen Woche mit dem Surface den ersten selber entwickelten Computer präsentierte und im Revier seiner Hardware-Partner wildert, steigt nun auch Wettbewerber Google stärker ins Hardwaregeschäft ein. Und zwar ganz massiv und zunächst nur im US-Geschäft wie auf der derzeit in San Francisco laufenden Entwicklerkonferenz I/O zu beobachten ist.
Am Mittwoch stellte der Betreiber der populärsten Suchmaschine der Welt nicht nur ein eigenes Tablet namens Nexus 7 zum Kampfpreis von 199 Dollar vor, sondern mit dem Nexus Q auch noch eine eigene 299 Dollar Entertainment-Box ähnlich AppleTV, ein neues Smartphone sowie Datenbrillen, die Informationen aus dem Internet ins Sichtfeld ihres Benutzer einblenden.
Das Tablet und die Q Box wird es vorerst nur in Nordamerika geben. Ob und wann sie nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt. Seit vergangenem Jahr offeriert Google auch eigene Netbooks, die sogenannten Chromebooks und produziert zudem seine eigenen Datenserver.
Wichtiger Strategieschwenk
Die Hardware-Parade scheint der Auftakt für eine weit größere Offensive zu sein. Denn dank dem Kauf von Motorola verfügt Google neben zahlreichen Patenten auch über eigenes Fertigungswissen und Design KnowHow. Doch die Übernahme des Handy-Pioniers wird gerade erst abgeschlossen. Beim Tablet und dem Smartphone nutzte man den Erfahrungsschatz des taiwanesischen Herstellers Asus. Es ist also noch wesentlich mehr zu erwarten.
Damit vollzieht Google-Chef Larry Page, der sich auf der Konferenz wegen einer Erkrankung von Mitgründer Sergey Brin vertreten ließ, einen wichtigen Strategieschwenk. Denn bislang hatte sich Google ähnlich wie Microsoft auf das Innovationspotential seiner Hardwarepartner verlassen und lizensierte sein Android-Betriebssystem an Hardwarespezialisten wie Samsung, HTC und Acer.
Bei der Entertainment-Box Google TV vertraute man auf Sony und den Schweizer Hardwareexperten Logitech. Während die Strategie im Smartphone-und Tablet-PC-Geschäft recht gut funktionierte – vor allem dank Samsung sowie ironischerweise dem nun mit dem Nexus 7 Tablet attackierten Amazon, dessen Kindle Fire auf Android läuft – entpuppte sich Google TV als Rohrkrepierer. Logitech verlor über das Google-Bündnis über 100 Millionen Dollar. Auch der Verkauf der Chromebooks, bei denen Google neben einer eigenen Variante mit Samsung und Acer kooperiert, läuft sehr schlecht.
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