GPS-Funkuhren: Schneller Sprinten dank innovativer GPS-Uhren

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GPS-Funkuhren: Schneller Sprinten dank innovativer GPS-Uhren

von Thorsten Firlus

Schneller, höher, weiter - Sportler wollen ihre Trainingsfortschritte immer genauer erfassen. Dazu bieten neue Geräte von Navigationsgeräteherstellern ideale Möglichkeiten. Was der Markt zu bieten hat.

Seiseralm, kleine Scheidegg oder Zugspitze – einst prangten auf dem Wanderstock vieler Touristen die Metallplaketten als Erinnerung. Sie waren Zeugnis des Geleisteten. Heute übernimmt diese Funktion für viele Hobbysportler der Eintrag bei Facebook. Da war ich, das habe ich geschafft – das Mitteilungsbedürfnis der Läufer, Radler und Schwimmer scheint keine Grenzen zu kennen. Ihr Informationshunger ebenso wenig. „Mach’s dir im Training schwer und im Wettkampf leicht“, sagte der Läufer Emil Zatopek – heute machen sich Heerscharen von Hobbysportlern schlau. Pulsschlag, Kalorienverbrauch, Schrittzähler, Trittfrequenzzähler beim Rad, all das erfassen sie – und immer öfter auch die genaue Route.

Und was dem Autofahrer seit Langem die Frontscheibe, ist dem Sportler nun der Arm, an dem das Navigationsgerät den Weg weist und jeden Schritt protokoliert. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre, ist heute selbst für Anfänger ein Leichtes: auf den Meter genau zu sehen, wo sie lang laufen, wie schnell sie dabei sind und wo sie kurz anhielten für den Biss in einen Energieriegel.

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Was dem Markt der GPS-Uhren, die optional auch die Herzfrequenz messen, zusätzlich Schwung verleiht, ist, dass nun Hersteller von Navigationsgeräten mitsprinten. War das über Jahre ein Segment getrieben von Spezialisten wie Polar oder Suunto, machen nun auch Marken wie Garmin oder Magellan den Spezialisten Konkurrenz. Das Unternehmen Tom Tom kommt im Juni mit einer Uhr auf den Markt. Was die Navi-Produzenten mit Macht ins Gelände treibt, ist die schmerzvolle Erkenntnis, dass ihr Geschäft mit klassischen Navigationsgeräten wegschmilzt. Die Absatzzahlen brechen ein, zuletzt um 15 Prozent von 2012 im Vergleich zu 2011, der Umsatz gar um 19 Prozent.

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Finanzkräftige Sportverrückte kommen da recht. Kompressionssocken, Laufschuhe mit immer neuen Dämpfungstechnologien oder Karbonfahrräder lassen sich ambitionierte Sportler viel kosten. Immer mehr sind bereit, die 250 bis 400 Euro zu investieren, um Schritt für Schritt und Runde für Runde festzuhalten.

Gelegenheitssportler begnügen sich oft mit Apps für das Smartphone wie Runkeeper oder Smartrunner, die, mit Brustgurt und Schrittzähler kombiniert, wertvolle Hinweise auf die eigene Leistung geben. Die App „Runtastic Pro“ liegt auf Rang zwölf in der Liste der meistverkauften Apps bei Apple. Zahlreiche Hobbyläufer nutzen den Wunsch nach Erreichbarkeit und Musikhören mit der Möglichkeit, nicht nur die eigenen Routen festzuhalten, sondern sich von Freunden während des Laufs per „Go“ oder „Clap“ anfeuern zu lassen. Eifersüchtige Partner können gar am Computer mitverfolgen, ob die angekündigte Jogging- nicht zur Schäferstunde wird, denn jeder Meter ist per Livetracking zu verfolgen.

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