Handysicherheit: Die Abzocke per App

Handysicherheit: Die Abzocke per App

In den letzten Jahren ist das Risiko immer mehr gestiegen, sich durch das Herunterladen von Apps Viren auf dem Gerät einzufangen. In den App-Stores lauern etliche Gefahren für Konsumenten. Allerdings variiert das Risiko sich einen Virus einzufangen von Region zu Region. Ein Überblick.

Ohne Zweifel: Viele Apps haben den Alltag erleichtert. Ganz gleich ob mit Hilfe einer Wasserwaage, eines Navigationssystem und eines Kilometerzähler für die Joggingrunde. Das Angebot in den App-Stores von von iOS, Android und Windows ist verlockend. Gleichzeitig werden User der kleinen digitalen Helfer nicht selten getäuscht. Kostenfallen, Datenklau und sinnlose Funktionen machen den Usern das Leben schwer.

Groß ist die Angst der User, sich einen Virus auf dem Endgerät einzufangen. Diese App-Viren werden auch als Malware bezeichnet und verbreiten sich meist über ganz normale App-Stores. Im Mantel seriöser Installer werden Versionen häufig gekaufter Applikationen im Shop platziert. Dabei sehen diese zum verwechseln echt aus, so dass sie für den Käufer auf den ersten Blick kaum von virenfreien Produkten zu unterscheiden sind.
Besonders häufig taucht dieses Phänomen im Bereich der Spiele-Apps auf. Um möglichst viele Kunden zu erreichen, werden vor allem beliebte Apps wie “Angry Birds” ins Visier der Webkriminellen genommen. So war zum Beispiel kurz nach Erscheinen von “Angry Birds Space” eine App des Spiels mit Malware im Netz unterwegs. Binnen drei Tagen wurde das Spiel 10 Millionen Mal geladen.

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Die App-Fallen

  • Bekannte Namen

    Die App "Chat for Google Talk Pro" vom Drittanbieter "iLegendSoft" bietet angeblich die Möglichkeit unkompliziert zu chatten. Dabei funktioniert nicht einmal die Anmeldung über das Google-Konto.

  • Barcode Scanner

    Viele kostenlose Apps zahlen die Kunden mit ihren Daten. So auch der Barcode-Scanner, der so praktisch daher kommt. Einfach an das Strich-Symbol halten und den Preis bekommen. Wer diese App regelmäßig nutzt, gibt viel über sein Konsumverhalten preis. Ähnlich verhält es sich mit Foodspotting. Die Gratis-App hilft bei der Suche nach Restaurants. Mailadressen und Nutzungsstatistiken gehen direkt an den Analyse-Dienstleister flurry. Auch die Taschenlampe "Tiny Flashlight" verlangt permanenten Internetzugriff und liest Telefonnummern und die Geräteerkennung aus.

  • Funktionslos

    Satte 1,59 Euro soll die Übersetzungs-App "En-De Offline" kosten, die schon bei simplen Sätzen keine Lösung mehr weiß. Auch die App "WordShot Pro" hält nicht, was sie verspricht. Angeblich soll sie abfotografierte Wörter übersetzen. Das funktioniert fast nie. Dafür gewährt die App Zugriff auf Datendienste, die Musik- und Videobibliothek sowie die Geräteerkennung.

  • Spiele, die keine Spiele sind

    Spiele, mit denen man gar nicht spielen kann, sind eine besonders beliebte Art der Abzocke. So kann zum Beispiel der Flight Simulator Texttafeln mit Infos zum Spiel anzeigen. Dafür sollen die Kunden 0,79 Euro zahlen.

    Und die Entwickler des Spiels "Angry Pigs" haben sich einfach an den großen Namen "Angry Birds" herangehängt. Wer nicht genau aufpasst, lädt sich mit der Schweine-Variante ein Spiel herunter, in dem keine Punkte vergeben werden und in dem es auch kein Ergebnis gibt. Kostenpunkt: 0,79 Euro.

  • Streaming Dienste

    Vorsicht ist auch bei Streaming-Diensten geboten. Nicht selten versprechen diese nicht das, was sie halten. So wirbt die App "Deutsch Premium-TV Radio" mit über 1000 Sendern für 0,79 Euro. Echte Sender findet man hier allerdings nicht, sondern lediglich freie Webstreams von schlechter Qualität.

  • Extra-Kosten

    Vor allem bei Spielen lassen es sich die App-Anbieter nicht nehmen, nur eine einfache Version kostenlos anzubieten. Nur wer weitere Elementen kauft, hat wirklich Spaß am Spiel. So funktioniert zum Beispiel die Monopoly-App und auch der "Oregon Trail".

Zudem haben sich die Abrechnungsmöglichkeiten bei Premium-SMS als lukratives Geschäft entpuppt. Der Bericht “Mobile Sicherheit 2012 - Eine Bestandsaufnahme” des Smartphone-Sicherheits-Experten Lookout ergab, dass 78,5 Prozent der Schadsoftware auf diesem Weg angewandt wurde. Experten sprechen dabei von Toll Fraud. Diese Malware gibt sich ebenfalls meist als ein Installationsprogramm für seriöse und beliebte Apps wie Opera oder Whats App aus und ist entsprechend weit verbreitet. Laut Lookout-Studie gehören 78,5 Prozent der Gattung Toll Fraud an. Von einer Gruppierung ist bekannt, dass sie alleine auf diesem Weg rund zehn Millionen Dollar in Russland, Osteuropa und dem Nahen Osten erbeutet haben.

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