IFA 2015: Mit scharfen Fernsehern auf Kundenfang

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IFA 2015: Mit scharfen Fernsehern auf Kundenfang

Flachbildfernseher gehören zur IFA in Berlin wie die Butter aufs Brot. Und es gehört zur Tradition, dass die großen Hersteller ihre Flaggschiffe auf der Messe ins beste Licht rücken.

Riesige Bildschirme mit Größen weit über einem Meter Diagonale, gebogene Displays und leuchtende Farben bis zum tiefsten Schwarz - die IFA in Berlin ist wieder traditionell die Bühne für die neuesten Flachbild-TV-Modelle. Die Hersteller hoffen nach einem Umsatzeinbruch um 16,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in Deutschland auf einen Schub für ihr Geschäft.

Unter den Top-Geräten gehört die Bildschirmtechnologie Ultra-HD für besonders scharfe Bilder derzeit zum Standard. Doch auch an der nächsten Generation von Displays wird bereits intensiv gearbeitet.

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Die wichtigsten Infos zur IFA 2015

  • An wen sich die IFA richtet

    Die IFA in Berlin gilt als eine der bedeutendsten Messen für Unterhaltungselektronik und ist die älteste Schau dieser Art in Deutschland. Seit 2005 findet sie nicht mehr alle zwei Jahre, sondern jährlich statt, im Jahr 2008 sind auf Wunsch der Hersteller auch erstmals Haushaltsgeräte hinzugekommen. Die Messe hat sich mit diesen Entscheidungen erfolgreich als Schauplatz für die vernetzte digitale Welt neben wachsender Konkurrenz etwa durch die Consumer Electronics Show CES in Las Vegas behauptet. Anders als die Fachmesse CES ist die IFA in erster Linie eine Publikumsmesse mit einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm. Inzwischen nutzen auch viele Hersteller aus der traditionellen PC-Branche die Messe für einen Auftritt.

  • Wer zur IFA geht

    2014 präsentierten nach IFA-Angaben 1.538 Ausstellern auf rund 149.500 Quadratmetern ihre Produkte und zogen so mehr als 240.000 Besucher an. Die Messe generierte 2014 nach eigenen Angaben in den sechs Messetagen ein Ordervolumen von rund 4,25 Milliarden Euro.

  • Was der IFA-Besuch kostet

    Tageskarte 17 Euro, im Vorverkauf 12 Euro (bis 3.9.), ermäßigt 12 Euro (für Studenten, Lehrlinge etc.); Schülerticket 8 Euro, Schulklassenticket 35 Euro (bis 31.8.); Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder) 35 Euro; Happy-Hour-Ticket 12 Euro (gültig ab 14.00 Uhr); für Kinder bis 6 Jahre kostenfrei.

  • Seit wann es die IFA gibt

    Die erste „Große Deutsche Funkausstellung“ fand in Berlin im Dezember 1924 mit 268 Ausstellern und 170 000 Besuchern statt. 1930 sprach Albert Einstein ein Grußwort zur Eröffnung, das über Rundfunk übertragen wurde. Während der Nazizeit wurde 1933 der erste Volksempfänger unter dem Funkturm präsentiert, 1935 feierte das erste Tonbandgerät Magnetophon K1 von AEG Premiere.

Organische Displays (OLED) werden ebenfalls auf der IFA zu sehen sein. Lange stand es in den Sternen, wann erste Fernseher in ausreichender Größe zur Marktreife kommen. Aber der südkoreanische Hersteller LG hat ehrgeizige Ziele. Mindestens 1,5 Millionen OLED-Fernseher will LG Electronics im kommenden Jahr in den Handel bringen.

Das Unternehmen sieht in der Bildschirmtechnik die Zukunft und erhofft sich einen großen Schub für das Geschäft mit Displays. LG dürfte das einzige Unternehmen sein, das in Berlin große, serienreife Flachbildfernseher mit dieser Technologie zeigen wird.

Die organischen LED-Displays ermöglichen es unter anderem, ein perfektes Schwarz wiederzugeben. Die Leuchtdioden benötigen keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung mehr, so dass die Farben deutlich brillanter - und zudem energiesparender - wiedergegeben werden können. Und die Dicke der Gehäuse orientiert sich im Prinzip nur noch daran, wie der Fernseher am besten einen guten Stand hat.

Bislang war die Produktion von OLED-Displays vor allem in Größen, die für Fernseher benötigt werden, besonders aufwendig und teuer. Pioniere wie Sony hatten sich deshalb schon vor Jahren aus der Forschung zurückgezogen. Auch Samsung fuhr sein Engagement zunächst zurück und produziert zur Zeit nur OLED-Displays in kleinerem Format.

Samsung sei zwar über alle Display-Größen hinweg gesehen einer der weltweit größten Hersteller von OLED-Bildschirmen, sagt Kai Hillebrandt, Manager der Unterhaltungselektroniksparte von Samsung Deutschland. Für das TV-Geschäft werde OLED aber auf der diesjährigen IFA kein Thema bei Samsung sein. Der Markt für Ultra-HD wachse derzeit sehr dynamisch. „Das entscheidende Kriterium beim Kauf eines Fernsehers ist die Bildschirmqualität“, sagte Hillebrandt. „Wir brauchen nicht mehr, sondern schönere Pixel.“ Die hauseigene Technologie SUHD etwa optimiert in aktuellen Ultra-HD-Displays die Farbqualität. Dabei soll die Technik Nano Crystal für bessere Farben sorgen - und nun auch in Mittelklasse-Geräten zur Verfügung stehen.

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