IFA: Wie Smartphones und Waschmaschinen zusammenwachsen

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IFA: Wie Smartphones und Waschmaschinen zusammenwachsen

von Thomas Kuhn

Jahrelang hat die IFA das Wort 'Funk' im Namen verschämt unterschlagen. Jetzt nennt sie es wieder, und das mit gutem Grund.

Als sich vor sechs Jahren erstmals Waschmaschinen und Bügeleisen in den Hallen der altehrwürdigen Internationalen FUNK-Ausstellung breit machten, wähnte sich so mancher Messebesucher mindestens im falschen Film: Fönen statt Fernsehen, Haushalt statt HiFi - was für ein Unsinn, so die verbreitete Reaktion.

In diesem Jahr wundert sich niemand mehr über das Nebeneinander von Haushalts- und Unterhaltungselektronik in den Hallen unterm Funkturm. Smart Home heißt eines der wichtigsten Schlagworte der Messe. Kaum ein Hersteller von traditionell 'brauner' (Unterhaltungselektronik) oder sogenannter 'weißer' (Hausgeräte) Ware ist in Berlin präsent, der nicht demonstriert, wie die einst getrennten Technikwelten nun tatsächlich zusammenwachsen.

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Und dabei ist es - passend zum Messenamen - tatsächlich primär die Funktechnik, die die neue Co-Existenz der Elektrowelten möglich macht. Statt einer Vielzahl zumeist proprietärer (und in der Regel auf eine zusätzliche Verdrahtung im Haus angewiesener) Technologien, die Rolladen- und Heizungssteuerungen verbinden, Lichtschalter mit Alarmanlagen verknüpfen oder das Kamerabild von der Haustüre auf den Fernsehschirm bringen sollten hat sich der WLAN-Standard als fast universelle, schnurlose Verbindungstechnik etabliert.

Quasi als Abfallprodukt der bundesweiten Verbreitung schneller Breitband-Internetzugänge haben sich Deutschlands Haushalte mit den drahtlosen Computernetzen als Basistechnik - auch - für den vernetzten Haushalt ausgerüstet. Zugleich erschließen die schnellen UMTS- und LTE-Mobilfunknetze, gemeinsam mit der massenhaften Verbreitung von Smartphones den universellen und zunehmend flächendeckenden mobilen Zugriff auf die vernetzte Technik daheim.

Aber auch ein Spezialist wie etwa Miele verknüpft seine Wasch- und Kühlgeräte ausgesprochen pfiffig mit Informationen aus der realen und der digitalen Welt: Besitzer einer Solaranlage können einen Tel der Hausgeräte so programmieren, dass die selbstständig anlaufen, wenn der Solargenerator auf dem Dach den meisten Strom liefert, beziehungsweise den Wasch- oder Kühlvorgang erst mit Zeitversatz aktivieren, weil der Wetterfrosch im Internet erst für den Nachmittag verlässlichen Sonnenschein voraussagt.

Beide Trends vollzogen sich lange weit gehend außerhalb der Wahrnehmung der meisten (potenziellen) Nutzer und auch ohne nennenswerte Resonanz der Hardware-Hersteller. In diesem Jahr aber drängt der technische Wandel mit Vehemenz in die Öffentlichkeit. Quer durch die Hallen präsentieren die Hersteller in Berlin (!), wie zusammenwachst, was zusammen gehört. Auch, weil die Technik nun plötzlich zusammen funktioniert.

Ganz vorne dran sind - natürlich - Hersteller wie etwa Samsung, die von Smartphones bis Spülmaschinen und WLAN-Kameras bis Waschautomaten das komplette Produktportfolio vernetzbarer Geräte anbieten. Kein Wunder also, dass sich beispielsweise die neuen Waschmaschinen per Smartphone fernsteuern lassen.

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