Innovation der Woche: Mucki-Bude fürs Büro

Innovation der Woche: Mucki-Bude fürs Büro

von Susanne Kutter

Mit einem neuen Krafttrainer, der an der Rückseite des Bürostuhls festgeschnallt wird, lässt sich schnell mal zwischendurch der schlaffe Körper wieder in Form bringen und Rückenschmerzen vorbeugen.

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Gegen Nackenbeschwerden und Verspannungen hilft das Officegym.

Wer kennt das nicht: nach einem langen Tag im Büro ist der Kopf schwer, der Nacken steif und das Kreuz schmerzt. Eigentlich stand deshalb der Besuch des Fitnesscenters schon lange mal wieder auf dem Programm. Aber auch heute ist es wieder viel zu spät – und außerdem übt das Sofa vor dem Fernseher eine geradezu magnetische Anziehungskraft aus. Menschen, denen diese Situation vertraut ist, soll eine praktische Produktinnovation namens Officegym nun dabei helfen, dennoch fit zu bleiben und Verspannungen abzubauen.

Das mobile Mini-Fitnesscenter der gleichnamigen Unternehmens Officegym aus Baden-Baden wird einfach am Bürostuhl festgeschnallt, und schon kann das Training von Arm und Rückenmuskulatur beginnen – zwischen einem Telefonat und dem nächsten oder während einer Denkpause beim Formulieren eines Textes oder Angebots. Vertrieben wird die Mucki-Bude fürs Büro zum Startpreis von 149 Euro sowohl vom Hersteller selbst, aber beispielsweise auch vom Aachener Versender Pro-Idee.

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Workout auf dem Bürostuhl

Die handliche Pappkiste im Format eines Reitstiefelkartons ist schnell geleert: Der Inhalt aus sechs Klettgurten, zwölf Klettschlaufen, drei paar Gummi-Trainingsbändern in unterschiedlichen Stärken, zwei Kunststoffhandgriffen und drei Metallteilen liegt auf meinem Schreibtisch. Dann beginnen die Bastelarbeiten, denn die zentrale Metallhalterung muss mit den beiden Führungsrohren für die Gummibänder verschraubt werden. Das Ganze wird anschließend mit Gurten und Klettverschlüssen an der Rückseite des Stuhls festgezurrt.

Officegym Quelle: Presse

Das Officegym ist variabel einsatzfähig, wenn man Zeit findet die Führungsrohre umzubauen.

Bild: Presse

Mein Stuhlmodell ist mit Innenwölbung und Nackenstütze offensichtlich nicht ideal dafür, aber nach einer guten halben Stunde habe ich den Fitnesstrainer kreuz und quer so stramm vertäut, dass er fest sitzt ohne bei den Übungen zu verrutschen. Von hinten sieht mein Stuhl nun etwas martialisch aus: Die beiden Rohre enden leicht ausgestellt auf Schulterhöhe, daran baumeln auffordernd die beiden Handgriffe.

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Die erste Übung kann beginnen. Ich sitze auf dem Stuhl, greife an den Ohren vorbei nach den Handgriffen und ziehe die Gummistrapse nach vorne. Laut Anleitungsheft soll das die Brustmuskulatur stärken und Verspannungen des Rückens vorbeugen. Tatsächlich fühlt es sich ganz gut an – nur die Büro-Umgebung lässt keine echte Workout-Atmosphäre aufkommen. Für drei der insgesamt zehn Übungen des mitgelieferten Heftchens müssen die Führungsrohre umgebaut und nach unten umgelegt werden – das würde ich sicher nicht zwischen zwei Telefonaten machen. Doch für die restlichen Übungen, die keines Umbaus bedürfen, ist der Minitrainer im Kreuz eine gute Ergänzung zu anderen sportlichen Aktivitäten. Und wenn diese einmal ausfallen müssen, ist es zumindest ein recht passabler Ersatz.

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