Innovation der Woche: Saft satt

Innovation der Woche: Saft satt

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Mit JuicePresso können gesunde Smoothies zu hause hergestellt werden.

von Susanne Kutter

Smoothies aus heimischer Produktion: Mit der neuen niedrigtourigen Saftpresse JuicePresso lassen sich schnell und unkompliziert leckere und gesunde Vollfrucht-Obst- und -Gemüsesäfte herstellen.

Um Entsafter und Saftpressen mache ich eigentlich seit Jahren einen großen Bogen. Denn alle Geräte, die mir bisher unterkamen, waren irgendwie unpraktisch: Sie machten einen Höllenlärm, verstopften laufend und waren aufwendig zu putzen. Das Ärgerlichste: Die Saftausbeute war meist winzig gemessen an der Menge von Früchten, die zuvor gewaschen, geschält, entkernt und klein geschnitten werden musste.

Doch neuerdings gibt es eine Saftpresse, die richtig Laune macht: JuicePresso. Die vom südkoreanischen Hausgerätehersteller Coway entwickelte Küchenmaschine wird in Deutschland von Jupiter aus dem schwäbischen Wernau vertrieben und kostet 279 Euro.

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Das etwa kaffeemaschinen-große Gerät entwindet Obst und Gemüse bei nur 40 Umdrehungen pro Minute ganz sanft, aber höchst effektiv, einen köstlichen Vollfruchtsaft. Der dürfte jeden Smoothie-Liebhaber begeistern. Und selbst wenn man wie ich bisher kein Fan dieser dickflüssigen Fruchtmarkgetränke war, dieses Gerät könnte einen dazu verleiten, täglich eine neue Smoothie-Kreation auszuprobieren.

Meine ganze Familie kippt jedenfalls seit Ankunft des Geräts kiloweise Obst und Gemüse in das Maschinchen - von Erdbeeren (lecker!), Äpfeln, Kiwis und frischen Ananas bis hin zu Möhren und Tomaten. Mit einem Schuss Sahne oder Joghurt versetzt wird aus den knallbunten Fruchtsäften innerhalb weniger Stunden im Gefrierschrank ein sehr schmackhaftes Eis. Und weil der Saft so dickflüssig ist, eignet er sich auch direkt zum Einkochen von Marmelade, wobei die Saftpresse das lästige Schnibbeln, Schälen und Entkernen übernimmt.

Der Witz an der neuen Technik ist nämlich: Man schmeißt die gewaschenen Früchte mit Stumpf, Stiel, Schale und Kernhaus in die Saftpresse. Die arbeitet extrem leise und schnell - kein heiseres Kreischen bis zum Motorüberhitzen wie bisher.

Möglich wird das durch ein mehrfach untersetztes und extrem zugkräftiges sogenanntes Planetengetriebe. Das streikt selbst bei der zwanzigsten Möhre noch nicht. Gleichzeitig trennt eine kugelige Gewindeschnecke das Fruchtmark von Kernen und Schale und drückt es durch ein feines nickelfreies Edelstahlsieb Richtung Abstreifer. Anders als bei Maschinen, die eher wie eine Wäscheschleuder arbeiten und die Früchte zerhacken und dann zentrifugieren, klatscht das Fruchtfleisch nicht an den Auffangbehälter, sondern wird sanft in Richtung Auslauf geschoben.

Nach Herstellerangaben soll das die kostbaren Vitamine schonen und dem Saft eine besonders sämige Konsistenz verleihen. Tatsächlich trägt der keine Schaumkrone. Und er zerfällt auch nicht innerhalb kürzester Zeit. Im Gegenteil: Das Fruchtfleisch setzt sich erst nach Stunden ab – und solange sollte man frischen Saft ohnehin nicht stehen lassen, sonst sind die Vitamine dahin.

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Was übrig bleibt und während des Pressens durch eine zweite Öffnung ausgeworfen wird, ist eine extrem trockene Trestermasse aus Schalen und Kernen.

Nach dem Pressen ist das Gerät mit ein paar Handgriffen auseinander gebaut und erstaunlich schnell unter fließendem Wasser zu reinigen. Das haben auch meine Kinder schnell begriffen, so dass sie sich nun selbst zum Frühstück einen Saft ihrer Wahl pressen, solang der Nachschub an Frischfrüchten gesichert ist. Insgeheim hoffe ich, dass auf diese Weise die seit Jahren verschmähten Beeren aus dem eigenen Garten bald wieder begeisterte Abnehmer finden.

Mit 279 Euro ist das Gerät zwar nicht billig, aber doch deutlich günstiger als ein ähnlich aufgebautes Gerät vom ebenfalls südkoreanischen Extraktionsspezialisten Hurom: So ist der HU-400 Ultem beispielsweise für knapp 400 Euro zu haben. Und die bisherigen Platzhirsche bei Rohkost- und Saftliebhabern, die Green Star-Pressen des kalifornischen Herstellers Tribest kosten ab 460 Euro aufwärts. Weil sie nach einer anderen Technik arbeiten und das Pressen dabei horizontal verläuft, brauchen sie zudem dreimal so viel Aufstellplatz.

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