iPhone 6: Kommt bald das bruchsichere Smartphone?

iPhone 6: Kommt bald das bruchsichere Smartphone?

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Apple setzt mit dem iPhone immer wieder Materialmaßstäbe.

Das iPhone 6 wird möglicherweise mit einem neuen, kratzfesten Glas ausgerüstet. Was Apple die Entwicklung kostet und wie vielversprechend das Material wirklich ist.

Für das iPhone 6 arbeitet Apple an einem neuen Display, das statt klassischem Glas Saphirglas verwendet. Rund 700 Millionen Dollar investiert das Unternehmen in das Material, das zusammen mit dem Produzenten GT Advanced Technologies zusammen optimiert wird. Die Weltpremiere wird das Glas voraussichtlich am 9. September feiern, wenn Apple der Weltöffentlichkeit das neue iPhone präsentiert.

Bei der Herstellung der neuen Saphir-Bildschirme setzt Apple auf nationales Wissen. GT Advanced Technologies ist im Bundesstaat Arizona angesiedelt, dort sollen in diesem Monat die ersten Bildschirme vom Band laufen. GT und Apple stellen synthetischen Saphir her, der dem härtesten Mineral der Erde in nichts nachstehen soll. Unter anderem soll das neue Glas weniger schnell verkratzen und hält hohen Temperaturen stand. Zudem ist es vor chemischer Korrosion sicher.

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Aktuell gibt es nur wenige Hersteller, die ihre Handys mit Saphir-Displays ausstatten. Darunter ist der Konzern Kiocera, der mit dem "Brigadier" ein kratzerresistentes Smartphone im Programm hat.

Ein Nachteil sind die hohen Herstellungskosten, dies ist auch einer der Gründe dafür, warum das Material bisher nur für Anwendungen wie im Flugzeug oder als Uhrglas teurer Uhren eingesetzt wurde. Laut Analysten würde ein iPhone-Bildschirm aus Saphirglas etwa 16 Dollar kosten. Das aktuell von Corning bereitgestellte Gorilla Glass kostet hingegen nur etwa 3 Dollar in der Herstellung. Bei einem Gesamtpreis aller Bauteile von rund 200 Dollar macht dies einiges aus. Entweder spart Apple an der Marge oder gibt den höheren Preis direkt an die Kunden weiter.

Es ist möglich, dass nur die Oberklassegeräte des neuen iPhone mit dem teuren Glas ausgestattet werden. Die Voraussetzung wäre aber ohnehin, dass GT entsprechend schnell liefern kann. Sollte sich die Zulieferung der Bauteile verzögern, würde das die gesamte Produktion verlangsamen und die Absatzzahlen des iPhone verringern. Wie sicher sich Apple mit den neuen Materialien ist, zeigt ihr Investionswille. Sie bauten für 113 Millionen Dollar eine komplette Fertigungsstraße, vermieteten diese an GT und versprachen im vergangenen Jahr, 578 Millionen Dollar für die nötige Technik bereitzustellen. Dafür produziert GT exklusiv für Apple - andere Hersteller haben das Nachsehen. Um Saphir künstlich herzustellen werden komplexe und energieintensive Verfahren angewendet. Saphirkristalle müssen bei hoher Temperatur gezüchtet werden. Aus den entstehenden Zylindern, Boule genannt, werden dann verschiedene Formen geschliffen. Apples Werk in Arizona soll dazu in der Lage sein, bis zu 200 Kilogramm schwere Saphirbrocken herzustellen, herkömmliche Produktionen erreichen maximal 100 Kilo. Hohe Produktionsvolumen könnten die Herstellung von Saphirglas insgesamt günstiger machen.

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Ein bekanntes  Problem bei allen iPhone-Generationen ist der Displaybruch. Vor allem bei Geräten ab dem iPhone 4 ist dies ein häufiger Defekt – trotz der Versprechen von Corning, dass ihr Gorilla Glass besonders widerstandsfähig sei. Ob Saphirglas bessere Eigenschaften hat, ist noch nicht geklärt. Es ist eindeutig kratzfester, je nach Dicke und Schnitt des Glases ist Saphirglas allerdings unterschiedlich stark.  

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