iPhone 6s, iPad Pro, Apple Watch und Apple TV: Was vom Apple-Event zu erwarten ist

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iPhone 6s, iPad Pro, Apple Watch und Apple TV: Was vom Apple-Event zu erwarten ist

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Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft dürfte Apple am Mittwoch neue iPhones vorstellen.

von Matthias Hohensee und Stephan Happel

Apple erwartet knapp 7000 Gäste zu seiner Keynote am 9. September. Konzernchef Tim Cook und seine Manager werden mehr vorstellen als ein bloßes Update des iPhone. Ein Überblick.

Apples große Produktvorstellung am Mittwoch wirft ihre Schatten oder vielmehr Farben voraus. Über dem Bill Graham Civic Auditorium in San Francisco, benannt nach einem in Berlin geborenen und 1991 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommenen Konzertveranstalter, wehen seit Freitag dunkelblaue Fahnen mit weißem Apple Logo.

Die 100 Jahre alte Arena bietet offiziell 6000 Plätze, laut Medienberichten werden sogar noch mehr Gäste erwartet. Auf jeden Fall fünfmal mehr als im Yerba Buena Arts Center Platz finden, in dem Apple viele Jahre seine Neuheiten präsentierte. Mit dem großen Veranstaltungsort kommen große Erwartungen. Was das Apple-Event – abgesehen von einem Taylor-Swift-Konzert – noch bereithalten könnte:  

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iPhone-Erwartungen

Auch wenn Apple traditionsgemäß schweigt: Die Vorstellung von iPhone 6s und iPhones 6s Plus gilt als ausgemacht. Mit den Vorgängern iPhone 6 und 6 Plus feierte Apple Verkaufsrekorde.

Erst im Sommer erklärte Tim Cook, dass weniger als 30 Prozent der iPhone-Nutzer auf iPhone 6 und 6 plus gewechselt haben. Selbst treue Apple-Fans warten mit dem Upgrade auf eine neue Generation, bis es sich lohnt. Das lässt sich als Chance für die neue Geräte-Generation lesen, allerdings auch als Bürde, unbedingt mit neuen Features überzeugen zu müssen.

Vor Apples Keynote Warum das neue iPhone Apple die Magie klaut

Die Gerüchte um das neue iPhone 6s klingen bislang nicht revolutionär. Apple scheint seinen Hype nicht halten zu können. Ein Blick, was das neue iPhone können soll und was es zu wenig bietet.

Wie das Apple iPhone 6s aussehen könnte. Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Als sicher gilt, dass Apple die neuen Geräte mit Force Touch ausstatten wird. Das Display spürt dann, wie stark der Nutzer drückt und startet davon abhängig unterschiedliche Aktionen. Erprobt ist das schon bei der Apple Watch und einigen MacBooks. Wie das gut informierte Techblog 9to5Mac berichtet, soll Apple aber ein „3D Touch Display“ auf den Markt bringen. Statt mit zwei können damit drei Druckstufen unterschieden werden.

Abgesehen von der Force-Touch-Neuerung folgt Apple der gewohnten Maxime seiner s-Serie: Mehr, schneller, größer. Die Megapixelzahl der Hauptkamera soll auf 12 Megapixel wachsen und künftig auch hochauflösende 4k-Videos ermöglichen. Der Prozessor wird schneller, der Arbeitsspeicher wohl – endlich – 2 Gigabyte umfassen. Die Auflösung der zweiten Kamera soll 5 statt 1,2 Megapixel beantragen. Künftig gibt’s also schönere Selfies von iPhone-Nutzern.

Das sind Apples fünf größte Konkurrenten

  • Apple

    Kaum eine Smartwatch wird wohl so sehr erwartet wie die Uhr von Apple. Das Gerät soll nicht nur mehr Funktionen bieten, sondern auch leichter und flacher sein als die Modelle der Konkurrenz. Was genau in der Datenuhr stecken wird, ist aber zu großen Teilen noch unklar. Die Erwartungen sind trotzdem enorm: Für dieses Jahr werden 15 Millionen verkaufte Apple Watches erwartet.

    (Quelle: Smartwatch Group)

  • Samsung

    Samsung ist einer von Apples größten Konkurrenten, nicht nur auf dem Gebiet der Datenuhren. Der südkoreanische Konzern ist laut Smartwatch Group zurzeit führend im Segment mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Samsung brachte bereits 1999 eine intelligente Uhr auf den Markt, war damals aber seiner Zeit voraus. Heute verkauft der Konzern die „Galaxy Gear“-Reihe, von der im vergangenen Jahr gleich fünf neue Modelle an den Start gingen. Etwa 1,2 Millionen Exemplare konnte Samsung davon 2014 absetzen.

    Quelle: Smartwatch Group

  • LG

    LG setzt sowohl auf Fitness-Armbänder als auch auf Luxus-Modelle: Anfang 2014 kam das Lifeband Touch auf den Markt, das unter anderem die Schrittzahl und verbrannte Kalorien des Trägers anzeigt. Als Antwort auf die Apple Watch soll in diesem Jahr die LG Watch Urbane folgen, die vom Design an herkömmliche Uhren angelehnt ist. Im vergangenen Jahr verkaufte LG 420.000 Smartwatches und hat damit einen Marktanteil von etwa sieben Prozent.

  • Lenovo/Motorola

    Motorola-Uhren machten im vergangenen Jahr vor allem durch ihr Design auf sich aufmerksam: Die Ende 2014 erschienene Moto 360 ist eine der ersten Smartwatches, die ein rundes Display hat und auch mit einem Metall-Armband erhältlich ist. Das Gerät läuft mit Android Wear, dem Smartwatch-Betriebssystem von Google. Motorola hatte mit 10 Prozent den zweitgrößten Anteil am Smartwatch-Markt im vergangenen Jahr.

  • Pebble

    Der Erfolg des Herstellers Pebble ist bemerkenswert: 2012 mithilfe von Crowdfunding finanziert, hat sich der Konzern des Kanadiers Eric Migicovsky mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf dem Markt etabliert. Für seine neue Uhr „Pebble Time“ sammelt der Konzern zurzeit wieder Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein: Bereits am ersten Tag unterstützen 40.000 Menschen Pebble mit acht Millionen Euro und kriegen das neue Gerät nun als erste Kunden zugestellt. Der Vorteil der Pebble-Uhren: Sie sind leicht zu bedienen und haben eine längere Batterie-Laufzeit als die Modelle der Konkurrenz.

  • Garmin

    Der Schweizer Hersteller Garmin liefert Smartwatches für Freizeitaktivitäten: Seine Zielgruppe sind unter anderem Läufer, Piloten und Golfer, für die Garmin maßgeschneiderte Uhren herstellt. Unter anderem bieten die Smartwatches ein GPS-System, einen Kompass und ein Altimeter. 2014 verkaufte Garmin 400.000 Uhren und hat einen Marktanteil von sieben Prozent.

Am Design wird sich wenig ändern. Die Geräte sollen allenfalls minimal dicker als ihre Vorgänger ausfallen. Spekulationen, dass die Gehäuse der neuen iPhones aus dem Material der Sport-Apple-Watch bestehen, scheinen sich zu bestätigen. Dann wären die Geräte weniger kratzempfindlich.  Der Preis der drei 6s-Varianten (16, 64 und 128 Gigabyte Speicher) dürfte zwischen 700 und 900 Euro liegen. Für die größe Plus-Version sind je 100 Euro Aufschlag fällig.

iPad-Neuerungen

Als Apple-Gründer Steve Jobs das iPad vor fünfeinhalb Jahren enthüllte, wurde es weitgehend verrissen. Kritiker störten sich an fehlenden externen Anschlüssen wie USB und einem Akku, der nicht zu wechseln war.

Das hinderte Apple jedoch nicht daran, von seiner Interpretation eines Flachcomputers bis heute etwa 280 Millionen Exemplare zu verkaufen. Höhepunkt: der Verkaufsrekord von 26 Millionen Stück im Weihnachtsquartal 2014. Seit dem sinken die iPad-Absätze. Obwohl Apple-Chef Tim Cook darauf beharrt, dass es noch großes Wachstumspotenzial gibt, vor allem in Unternehmen.

Neuen Schub soll nun angeblich – wie im vergangenen Jahr mit dem iPhone 6 vorgemacht – ein größeres Display verleihen. Der 7. Generation des iPad soll laut Gerüchten neben der Mini-Variante (deren Neuauflage ebenfalls erwartet wird) nun auch eine Maxi-Version, das iPad Pro, zur Seite gestellt werden.

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