Kindle: Praxistest - Wie gut ist der neue Kindle Paperwhite?

14. Oktober 2013
von Mehmet Toprak

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse hat Amazon eine neue Version seines beliebten E-Book-Readers Kindle Paperwhite vorgestellt. Der Wiwo.de-Test zeigt, was die neuen Funktionen bringen - und ob das Display tatsächlich die Bezeichnung "Paperwhite" verdient.

Wenn der Marktführer einer Branche eine neue Version seines beliebtesten Produkts in den Handel bringt, dann dürfen die möglichen Käufer und nicht zuletzt die Mitbewerber gespannt sein. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse hat Amazon eine neue Version des erstmals 2012 erschienenen Kindle Paperwhite vorgestellt. Für 129 Euro kann man den neuen Kinder mit dem 6-Zoll-Display (15,2 Zentimeter, 16 Graustufen) bestellen.

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Die neuen Features

Optimiert wurde in erster Linie das Display. Es soll noch bessere Kontraste bringen und das Licht noch gleichmäßiger streuen. Der Prozessor ist laut Amazon um 25 Prozent schneller geworden, so dass Bücher sich schneller öffnen lassen und die Seiten beim Blättern flüssiger wechseln.

Praktisch für Nutzer, die beispielsweise englischsprachige Bücher lesen und immer wieder Wörter nachschlagen müssen, ist der Vokabeltrainer. Alle Wörter, die man nachgeschlagen hat, tauchen dann in einer Liste auf und lassen sich später über virtuelle Karteikarten üben.

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eBook- ReaderAmazon Kindle Paperwhite: Gelungener Nachfolger

Auch für Leser, die gerne in Büchern blättern, gibt es eine passende Funktion. Mit der Funktion Pageflip blättert man zu anderen Seiten und kehrt dann mühelos auf die zuletzt gelesene Seite zurück. Dazu tippt man an den oberen Rand des Kindle, um das Menü zu öffnen. Dann tippt man am unteren Rand auf einem Balken auf den Bereich des Buches, in den man gerne hineinblättern möchte. Nun öffnet sich ein Fenster mit der jeweiligen Seite. Tippt man auf das X an der oberen rechten Ecke des Fensters, kehrt die Anzeige zurück zur Seite, die man zuletzt gelesen hatte. So richtiges Lesevergnügen kommt dabei allerdings nicht auf, denn das erwähnte Fenster ist denn doch recht klein geraten.

Eine weitere Funktion namens Smart-Lookup dient zum schnellen Nachschlagen. Man tippt auf ein Wort, lässt den Finger ein zwei Sekunden stehen, dann öffnet sich ein Fenster, in dem eine Worterklärung angezeigt oder – bei aktiviertem WLAN – im Onlinelexikon Wikipedia nachgeschlagen wird.

Die E-Books holt sich der Kindle Paperwhite direkt aus dem Amazon-Shop, sofern die WLAN-Verbindung aktiv ist. Die 3G-Version des Readers stellt die Verbindung auch über die Mobilfunkleitung her, die Kosten dafür trägt Amazon. Der 3G-taugliche Reader ist aber mit 189 Euro erheblich teurer.

Exzellentes Display

Beim Display hat Amazon nicht zu viel versprochen. Es ist schon verblüffend, wie nahe das Display des neuen Kindle an die Qualität einer gedruckten Buchseite herankommt. Die Buchstaben erscheinen scharf umrissen und satt, der Hintergrund ist mattweiß, und das leicht angeraute Display spiegelt nicht. Egal aus welchem Blickwinkel man draufsieht, die Texte sehen immer gut aus.

Ein typisches Problem vieler E-Book-Reader kann aber auch Amazon nicht abstellen: Das Schwarz-Weiß-Flackern des Displays, das beim Umblättern sporadisch und beim Aufrufen und Navigieren durch Menüs sehr häufig auftritt. Dabei wird die Anzeige für den Bruchteil einer Sekunde schwarz und die Schrift weiß, dann erst wird der Hintergrund wieder weiß und die Buchstaben schwarz. Das ist vor allem beim Aufrufen von Menüs und Optionen recht lästig.

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