Laurent Abadie: "Tablets nerven"

Laurent Abadie: "Tablets nerven"

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"Wer unbedingt will, kann E-Mails auch unter der Dusche schreiben.", so der Panasonic-Europa-Chef Abadie.

von Benjamin Reuter

Der Panasonic-Europa-Chef über neue Arten fernzusehen, Handys als Hausmanager und Billigtechnik.

WirtschaftsWoche: Herr Abadie, voraussichtlich noch in diesem Jahr bringt Apple eine Art iFernseher auf den Markt. Wird er unsere Art fernzusehen so revolutionieren, wie das iPhone den Handygebrauch verändert hat?

Laurent Abadie: Keine Frage, Apple hat das Potenzial, Trends zu setzen. Im Falle der Fernsehwelt aber ist der grundlegende Wandel auch so schon im Gange. Heute dienen viele TV-Geräte längst nicht mehr nur dazu fernzusehen. Sie sind große Bildschirme, auf denen Menschen im Internet surfen und Informationen beziehen. Sie spielen oder lernen auf diesen Bildschirmen oder führen Videotelefonate. Fernseher werden zu großen, interaktiven Fenstern zur Welt.

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In der Musik- und Handybranche hat Apple etablierte Spieler wie etwa Nokia glatt abgehängt. Warum sollte es Ihnen in der Elektronikbranche besser ergehen?

Fernseher sind, neben Kameras, unser wichtigstes Geschäftsfeld. Wir bieten dort gutes Design und hohe Qualität, und ich denke, dass unsere Kunden das weiterhin goutieren. Neben unserer Hardware ist auch die Bedienfreundlichkeit von Geräten und TV-Apps entscheidend. Die Menschen wollen ihr Fenster zur Welt ganz einfach steuern. Da spielt die Software eine zentrale Rolle. Wir hatten da Nachholbedarf, aber nun sind wir gut aufgestellt.

Konkurrenten wie Samsung setzen bei ihren vernetzten Fernsehern auf die Steuerung über Tablet-Computer. Wann präsentiert Panasonic sein eigenes Tablet?

In naher Zukunft gar nicht. Es nervt doch, Tablets zusätzlich zum Telefon herumzutragen. Smartphones mit größeren Bildschirmen sind hingegen perfekte Geräte für die allermeisten Einsatzfelder. Daher haben wir kürzlich ein Smartphone mit einer Bildschirmgröße von fünf Zoll vorgestellt. Für die Bedienung des Fernsehers – wie auch die anderer Haushaltsgeräte – setzen wir, statt auf Tablets, lieber auf Smartphones.

Das Handy als Manager fürs Haus?

Da geht es hin. Sie bedienen damit nicht nur den Fernseher oder übertragen Filme und Fotos per Wischbewegung mit dem Finger vom Handy kabellos auf den Bildschirm. Mit Haushalts-Apps können Sie künftig auch die Waschmaschine einschalten und den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks kontrollieren.

Im Februar haben Sie das Smartphone Eluga vorgestellt, mit dem Sie auf den europäischen Handymarkt zurückkehren. Sollen die Kunden Ihre Fernseher und Smartphones künftig im Paket kaufen?

Nein, unsere Fernseher lassen sich auch mit den Geräten anderer Hersteller steuern.

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