Mobile World Congress: Samsung setzt mit dem Galaxy S5 auf den Fingerprint

Mobile World Congress: Samsung setzt mit dem Galaxy S5 auf den Fingerprint

von Meike Lorenzen

Mit Finger-Abdruck-Scanner und neuen Fitness-Gadgets wollen die Koreaner ihre Kunden bei der Stange halten. Alle Fakten zur Vorstellung der neuen Produkte in Barcelona.

Samsung hat wieder ausgepackt. Zum großen „Unpacked“-Event in Barcelona sind etwa 1000 Journalisten und IT-Freunde angereist. Dass vermutlich das neue Smartphone Galaxy S5 mit viel Brimborium vorgestellt werden würde, war vorher klar. Immerhin luden die Südkoreaner schon vor einigen Wochen zum „Unpacked 5“. Und unter diesem Motto war auch der Veranstaltungsort in der spanischen Küstenstadt geschmückt.

Zum Auftakt spielte das Orchester der Barcelona Oper, während die Gäste im blau beleuchteten Saal Platz nahmen. Fast hätte man das Gefühl bekommen können, einem klassischen Konzert und keiner Smartphone-Präsentation beizuwohnen.

Anzeige

Dann war es endlich soweit. Samsungs Chef der Abteilung „mobile Communications“ JK Shin betrat die Bühne. „Wir wissen, dass wir nur erfolgreich bleiben können, wenn wir weiter gute Arbeit leisten“, sagte er in Barcelona. 200 Million Kunden konnte Samsung bisher für seine Galaxy-Reihe gewinnen. Nun soll die Erfolgsgeschichte also mit dem S5 weiter gehen.

Bei der Entwicklung des Smartphones habe man sich auf die wesentlichen Aspekte Design, Kamera, schnelle Datenverbindung und Fitness gestützt.

Tatsächlich ist die Rückseite des neuen Telefons perforiert und somit griffiger als die Vorgängerversion. Erhältlich ist es in den Farben Schwarz, Blau, Weiß und Kupfer. Außerdem können Kunden bei der Bestellung individuelle Designwünsche angeben. Die Icons der App wurden größer gestaltet. Und das ganz Produkt ist – anders als die Konkurrenz-Produkte von Apple – auch noch wasser- und staubabweisend.

Der Bildschirm spielt Bilder in Full HD aus. Außerdem lässt sich das Licht des Displays je nach Umgebung heller oder dunkler stellen. Zudem wurde am Akku gearbeitet. Bis zu zehn Stunden soll die Stromversorgung selbst beim Schauen von Videos durchhalten.

Die aktuellen Trends auf dem Mobile World Congress

  • Günstige Smartphones

    Auch in Schwellen- und Entwicklungsländern nutzen immer mehr Menschen Computer-Telefone, dort sind aber vor allem günstige Geräte gefragt. Das befeuert den Aufstieg vor allem chinesischer Hersteller, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können.

  • Tragbare Mini-Computer

    Zur neuen Geräteklasse der sogenannten „Wearables“ gehören zum Beispiel Computer-Uhren oder Datenbrillen wie Google Glass. Der Markt steht noch ganz am Anfang, aber die Wachstumsaussichten gelten als enorm. Die Marktforschungsfirma Canalys rechnet für dieses Jahr mit dem Absatz von acht Millionen „smarten Armbändern“ fürs Handgelenk. Ein Problem sind bisher die Batterielaufzeiten und die Anbindung an Smartphones.

  • Internet der Dinge

    Inzwischen werden auch immer mehr Alltagsgegenstände miteinander verbunden - Haustechnik, Zahnbürsten, Autos. Der Netzausrüster Ericsson geht von 50 Milliarden vernetzten Geräten zum Jahr 2020 aus. Das stellt ganz neue Ansprüche an die Netze. Die Industrie setzt vor allem auf den superschnellen LTE-Funk, um die Datenlawine umzuschlagen.

  • Fitness-Technik

    Pioniere wie FitBit oder Jawbone machten mit ihren Fitness-Armbändern den Anfang, inzwischen schwimmen auch Platzhirsche wie Samsung, Sony oder LG auf der Sport-Welle mit. Es geht darum, die Aktivität der Nutzer zu messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel zu motivieren. Dabei sammeln sich auch eine Menge von Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kamera. Neue Sensoren sollen für schnelleres Auslöses sorgen, so dass Momente in 0,3 Sekunden festgehalten werden können. Außerdem kann schon beim Fokussieren, der Autofokus manuell gesetzt werden – wodurch ein professioneller 3D-Effekt entsteht.

Das Galaxy S5 ist dank LTE-Unterstützung schneller als die Vorgänger. Angeblich sollen Videos schneller laden können, als das Popcorn in der Mikrowelle braucht, spaßte Jean-Daniel Ayme von Samsung Electronics bei der Präsentation. Die Funktion „Ultra Power Saving Mode“ sorgt dafür, dass das Smartphone 24 Stunden in Standby überlebt. Sobald der Akku auf unter zehn Prozent fällt, werden Bilder zum Beispiel nur noch in schwarz-weiß ausgespielt, um so Energie zu sparen.

Auch in Sachen Sicherheit haben die Südkoreaner nachgelegt. Wie in Apples iPhone 5S wird auch in das S5 ein Fingerprint-Sensor eingebaut sein. Ebenfalls wie bei den Amerikanern sollen die Daten verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Gerät gespeichert werden. Außerdem geht Samsung noch einen Schritt weiter. Mit dem Fingerprint soll auch mobiles Bezahlen möglich sein, ohne dafür extra ein Passwort eingeben zu müssen.

Zudem wurde auf der Rückseite ein kleiner Sensor eingebaut, über den sich der Puls messen lässt. Damit setzt Samsung neue Standards im Bereich Gesundheits- und Fitness-Tracking.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%