N1: Nokia überrascht mit neuem Tablet

N1: Nokia überrascht mit neuem Tablet

von Thomas Kuhn

Nokia ist mit dem Android-Tablet N1 zurück im Hardware-Geschäft - mit einer Strategie, die irgendwo zwischen dreist und orientierungslos laviert.

Man kann es guten Gewissens als produktgewordene Provokation bezeichnen, was Sebastian Nystrom, der Chef der Produktsparte von Nokia Technologies, auf der Slush-Technologie-Konferenz in Helsinki vorgestellt hat – und zwar in doppelter Hinsicht. Denn der nach dem Verkauf der Handysparte verbliebene Rest des finnischen Kommunikationskonzerns legt sich mit seinem neuen Tablet-Computer N1 gleich mit zwei IT-Riesen an: Apple und Microsoft.

Erstens sieht Nokias neuer Flachmann nämlich geradezu aufreizend dreist so aus wie Apples jüngstes iPad Mini 3 eigentlich hätte aussehen müssen: So rund wie die neuen 6er-iPhones, aber eben mit 7,9-Zoll-Display. Abgesehen davon, dass im N1 ein Intel-Prozessor das neue Android 5.0 (genannt Lollipop) antreibt und im Mini 3 Apples eigener A7-Chip iOS 8 befeuert, sind die Maße bis auf Millimeterbruchteile identisch. Die Bildschirmauflösung ist mit 2048 x 1536 Bildpunkten sogar aufs Pixel deckungsgleich.

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32-GB-Version für 249 Dollar - iPad Mini 3 kostet in der 16-GB-Version 389 Euro

Das N1 soll im Frühjahr 2015 – zuerst in China, dann in den USA und schließlich wohl auch in Europa – als 32-Gigabyte-Version für 249 Dollar (vor Steuern) in die Läden kommen. Apples iPad Mini 3 kostet in der kleinsten, der 16-Gigabyte-Version, 389 Euro.

Zweitens zielt der flache Finne direkt auf den wunden Punkt in Microsofts eigenem Tablet-Portfolio: Denn zwischen dem gerade erst mit der Nokia-Handysparte übernommenen 6-Zoll-Phablet Lumia 1520 und Microsofts eigenem 10-Zoll-Tablet Surface 2 klafft in der handlichen 7-Zoll-Klasse eine schmerzliche Lücke in Microsofts Produktportfolio.

Weder das erste, noch das schnellste, noch das billigste Tablet

Dabei ist das N1 nicht mal halb so teuer wie das Lumia 1520 (in dem fairerweise ein LTE-Mobilfunkmodul steckt und nicht bloß ein WLAN-Chip) und gut 20 Prozent günstiger als das Surface 2, in dem die Tablet-Variante des Windows-Betriebssystems, genannt „RT“, werkelt.

Doch so schick und preisaggressiv das N1 daherkommt - die Frage bleibt, wem die Finnen es verkaufen wollen. Denn weder ist der Neuling das erste noch das schnellste, billigste oder sonstwie einzigartiges Tablet. Schon gar nicht in der Android-Welt. Und auch, dass Nokia dem Betriebssystem seine Bedienoberfläche Z Launcher überstülpt, macht den Neuling nicht zum Solitär. Denn den Launcher gibt’s zum kostenlosen Download (www.zlauncher.com) auch für andere Android-Geräte etwa von HTC über Motorola und Samsung bis Sony.

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