Nano-Beschichtung: Neues Spray macht Smartphones wasserdicht

Nano-Beschichtung: Neues Spray macht Smartphones wasserdicht

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Eine neuartige Nanobeschichtung kann Smartphones wasserresistent machen.

Die Kaffeetasse kippt um, das Smartphone fällt ins Klo - das war es dann meist für das Gerät. Ein amerikanisches Unternehmen verspricht nun Wasserfestigkeit durch ein neues Spray.

Bisher musste auf spezielle Hüllen zurückgegriffen werden, um Tablets und Smartphones wasserfest zu machen – oder man musste direkt zu einem von Haus aus wasserfesten Gerät wie dem Sony Xperia Z oder Samsungs Galaxy S5 greifen. Die US-Firma Impervious bietet nun ein Nano-Versiegelungsspray an, das die Geräte vor Wasser und Kratzern schützt - auf Wunsch auch innen.

Die Anwendung ist laut Herstellerangaben sehr einfach, man sprüht das Spray auf die Außenseite sowie in die vorhandenen Öffnungen. Diese Nano-Beschichtung funktioniert mit Molekülen, die die Größe von einem Tausendstel eines menschlichen Haares haben. Diese Moleküle haben eine extrem wasserabweisende Wirkung - "super-hydrophob" (aus dem Altgriechischen "hydor" für Wasser und "phobos" für Furcht) nennt der Hersteller das auf seiner Webseite. Dieser chemische Fachausdruck bezeichnet Substanzen, an deren Oberfläche das Wasser abperlt, der Lotuseffekt ist eines der besten Beispiele dafür.

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Viele als hydrophob bezeichnete Stoffe sind gleichzeitig lipophil (aus dem Altgriechischen "lipos" für Fett und "philos" für Freund), sie lassen sich durch Fette lösen. Es stellt sich die Frage, wie sich das Spray verhält, wenn man das Smartphone etwa mit fettigen Fingern anfasst - zur Fettlöslichkeit der Beschichtung macht Impervious jedoch leider keine Angaben. Möglicherweise setzen sie auf eine Beschichtung, die der auf modernen Kunststoff-Brillengläsern gleicht. Diese werden meist mit einer Veredelung behandelt, die die Gläser unempfindlich gegenüber Wasser und Schmutz macht.

Es gibt zwei Varianten des Sprays: Die 30-Dollar-Version schützt das Gerät nur vor Spritzwasser, bei der 40-Dollar-Version werden sowohl Außenseite als auch Innenraum des Smartphones nanobeschichtet und machen das Gerät bis zu einer Tiefe von einem Meter und einer maximalen Dauer von 30 Minuten wasserdicht - Impervious rät von solchen Härtetests aber ausdrücklich ab. Wenn Nutzer sich das Aufschrauben ihres Smartphones nicht zutrauen, empfiehlt der Hersteller den Gang zum Techniker des Vertrauens.

Im Video des Herstellers wird ein iPhone auf alle möglichen Arten mit Flüssigkeiten malträtiert: Es fällt in die Toilette, wird mit Schokosoße und Tee übergossen - funktioniert danach aber einwandfrei.

Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken: Wird die Innenseite mitbeschichtet, verfallen die Garantieansprüche an den Hersteller. Anders ist dies bei der reinen Außenbehandlung – laut Impervious ist das Nanospray vergleichbar mit einer Displayfolie oder einer wasserfesten Hülle. Dies soll sogar dann gelten, wenn Anschlüsse mitbehandelt werden.

Laut Hersteller soll die Beschichtung mit dem Spray drei Jahre lang halten - auch an den stärker belasteten Stellen wie dem Lade- und dem Kopfhöreranschluss.

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