Kommentare zu: Vom Wert der Vielen im Internet

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107 Kommentare
  • 27.02.2010, 17:56 UhrAnonymer Benutzer: klaus-martin meyer

    ich glaube nicht, dass der beitrag besser geworden ist durch die mitarbeit der vielen. insgesamt gesehen, werden schließlich nur die standardbeispiele referiert, die alle hinlänglich bekannt sind. den durchschnittlichen leser der wiwo dürften die standardbeispiele eher langweilen. von einem szene-autor wird vielmehr das innovative uns bisher nicht wahrgenommene erwartet

  • 28.02.2010, 09:53 UhrAnonymer Benutzer: sams am sonntag

    findet die Aneinanderreihung der Schlagworte übelst langweilig. Cloud Computing mit "Echtzeit Collaboration" zu verbinden und neue Qualität der Arbeit zu preisen, ist zwar eine Verbindung der begriffe - aber "in Echtzeit" gooaar nix! Legal Onramp bietet nicht viel mehr als die guten alten UseNet Groups - erweitert um ein paar Abfragen zum Nutzer .... wegen der Sicherheit -

  • 28.02.2010, 11:24 UhrAnonymer Benutzer: Besserwisser

    interessanterweise wäre es gewesen eine Art Titelthema daraus zu machen, und zu bestimmten Themen Essays von weiteren Experten einzufügen, oder ein gutes interview mit 2 bis 3 Personen.
    Cloud Computing hat sicher seine Vorteile, und wird bei Dokumenten oder in der Wissenschaft immer wichtiger. in der Kommunikation jedoch, vertrauen viele Unternehmen immer noch der guten alten E-Mail box. Und zwar unter anderem um E-Mails zu archivieren, und bei Haftungsgründen wieder herauszukramen. Das ist auch juristisch sicherer als irgendein Posting in einer intranetnetzwerk.

  • 28.02.2010, 12:26 UhrAnonymer Benutzer: Bond

    Qualität geht eben immer vor Quantität. Der Siegeszug von iphone ist nicht die totale Freiheit im Netz sondern integrierte bedienung und eben die Kontrolle durch Apple über die angebotenen Apps. Die Nutzer wollen sich darauf verlassen können das es funktioniert. Das ist auch der Unterschied zu Mitbewerbern und Niemand interessiert sich für die anonyme Masse

  • 28.02.2010, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: Navigator

    Kippen wir unseren Müll doch ins Meer? Die Masse ist diebisch, unordentlich, ohne Vernunft, aber weise ist sie nicht. Andernfalls gäbe es keinen Müllstrudel so groß wie Mitteleuropa im Nordpazifik. / Seit die erste Wand mit einem Grafiti beschmiert worden ist, werden alle freien Flächen mit Grafitis beschmiert. Tatsächlich hat die Staatsgewalt einfach aufgegeben, gegen Schmierereien vorzugehen. / Seit dem PC ist das Copyright nur noch Makulatur. bücher, bilder, Filme, CDs, Datenhandel usw., es gibt nichts im Kaufhaus, was im Netz nicht umsonst zu haben wäre. / Die Chinesen kopieren, was das Zeug hält, und verkaufen uns dann deutsches Patent im billiggewand zurück. Wer sollte da Lust verspüren, ein gutes Patent anzumelden? / Die Masse ist bequem und hat kein Unrechtsbewußtsein, denn wo einer voran geht, trampeln alle hinterher. Weise wäre, das internet abzuschalten und mit ihm alle Computer. Das würde Arbeitsplätze sprießen lassen wie Unkraut. / Goethe war weise, aber wer ist Sascha Lobo? Ein internetfreak, der mehr sein will, als er ist.

  • 01.03.2010, 11:12 UhrAnonymer Benutzer: Knut O.E. Pankrath

    bei der zunehmend Textstücke überspringenden Lektüre hatte ich das Gefühl, dass die Freiheit (oder Vorgabe?) ob der Länge des beitrags dem Autoren weniger als der zu klickenden Strecke geholfen hat.

    Anders ausgedrückt: ich habe Sascha Lobo schon prägnanter, kürzer, amüsanter und inhaltsstärker wahrgenommen. Aber es ist trotzdem gut, dass er HiER zu finden ist und Weg für andere Netizens ebnet, auf dass gelegentlich zu Autismus neigende Redaktionen den Dialog mit uns weiter führen.

  • 01.03.2010, 11:20 UhrAnonymer Benutzer: Sascha Lobo

    Vielen Dank, dass Sie schon fleissig mitdiskutieren, liebe Wiwo-Leser, ich würde Sie aber bitten, eher inhaltlich zu argumentieren als ad hominem (ist ja zum Glück bisher kaum passiert). ich werde versuchen, auf Nachfragen und Argumente einzugehen, soweit ich das kann.

    @besserwisser Ja, eine Art Titelthema zu diesem Komplex ist in der Tat eine gute idee, aber mit einem solchen Experiment anzufangen, halte ich nicht für verkehrt, das schliesst sich ja nicht aus.

    Die Unterscheidung zwischen Kommunikation und inhaltlicher Arbeit ist essentiell für kollektives Arbeiten, auch in Zeiten von Google Wave (einem übrigens unterschätzten Tool). Mit meiner Koautorin Kathrin Passig habe ich mein letztes buch zusammen auf Google Docs geschrieben, zeitweise haben auch drei Lektoren drangesessen, die Arbeit hat sich so qualitativ verbessert. Allerdings war zu beobachten, dass man auf keinen Fall in ein Doc in der Cloud das hineinschreiben sollte, was eigentlich in eine Mail gehört. Die Grenzlinien wird man im Einzelfall selbst herausfinden müssen.

    @Sams am Sonntag Häufig ist der Vergleich zu hören "das ist ja nichts Neues, das machen wir seit 1999 mit einer Kombination aus iRC, vbulletin und einem Wiki." Es ist richtig, dass viel möglich ist seit langer Zeit, aber man darf nicht den Aspekt der Verwendung ausser acht lassen, also sowohl die Usability als auch die Menschen, die überhaupt die Mittel haben (und beherrschen), solche digitalen Strukturen zu verwenden.

  • 01.03.2010, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: Dirk Beckmann

    Das die Masse schlauer ist, als jeder einzelne kann ja schon sein. Das aber diese Masse konsequent und mit Fokus Dinge geregelt bekommt, halte ich für ein Märchen. Leute zu fragen und sie in die Gestaltung, Entwicklung und Produktion von Produkten einzubinden ist nicht neu.
    Aber Entscheidungen zu treffen, eine Vision zu verfolgen und Geschäftsmodelle entwickeln passiert immer noch in Strukturen von Organisationen. Zuviel Freiheit kann auch Anarchie bedeuten - am besten sieht man es daran, dass nur wenigen gelingt, was viele wollen: selbstbestimmtes Arbeiten mit einem vernünftigen Gehalt. Die meisten Crowd-basierten Projekte basieren auf der bereitschaft sich selbst zumindest zeitweise auszubeuten. Wer davon leben will oder muss, wird sein Engagement reduzieren und sich auf seine Arbeit konzentrieren.
    Das soziale Vernetzung ein Wert ist, den die Wirtschaft nutzen kann und muss, glaube ich auch - doch wie genau wird in diesen Jahren erst ausprobiert werden müssen. Niemand kann sagen, es gibt schon eine Lösung. Offene Vernetzungsmöglichkeiten sind Technologien, aber kein Arbeits- oder Wertschöpfungsprinzip. Und genau da steckt die Diskussion in der Falle: alle Web 2.0 Argumente in Richtung Offenheit, Cloud und Crowd gehen ins Leere, wenn es ans Geld verdienen geht. Einfach mal eine Plattform bauen oder betreiben schafft noch keinen Wert und auch im Social Web gibt es die altbekannte Aufmerksamkeitsökonomie, in der einige wenige bekannte sind und Themen setzen und die große Masse untergeht im informationsstrom.

  • 01.03.2010, 12:50 UhrAnonymer Benutzer: Marc

    zugegebenermaßen habe ich den artikel nur eben überflogen...allerdings kommt dabei eine zentrale frage für mich auf: warum muss man unbedingt jeden lebensbereich durchkapitalisieren? warum kann man freundschaften und netzwerke nicht als solche belassen?

    ich finde den gedanken sehr unschön, dass es nur um geld geht...

  • 01.03.2010, 13:08 UhrAnonymer Benutzer: Harry P. Ness

    Um es vorweg zu sagen: ich habe den Artikel gar nicht gelesen. Die Einleitung reichte mir völlig. Da hieß es, die Masse sei weise. Ja nee, is klar... hast du was an der Murmel, mein Hase? Weise?! So wie die allermeisten Amis, die bis heute davon ausgehen, Osama und die 19 Teppichmesser hätten 4 Passagierflugzeuge zum Absturz gebracht? Womit wir beim content wären. Deiner ach so geliebten (deutschsprachigen!) community widerstrebt es, politisch Unkorrektes, wie 9/11 Troof, auf ihren blogs zu verhackstücken. Ein bisschen pro Werner-Grundeinkommen und contra Netzsperren, Gott, wie naheliegend. in diesem Zusammenhang von "vernetzten Wissenden" zu schwafeln, ist grotesk. Vernetzte ignoranten müsste es heißen. Darüber hinaus bist du - um es (erneut) mit Hochhuth zu sagen - "einfach menschlich der letzte Dreck."

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