Neuer Lautsprecher "Echo": Amazon hört in den eigenen vier Wänden mit

Neuer Lautsprecher "Echo": Amazon hört in den eigenen vier Wänden mit

, aktualisiert 07. November 2014, 08:57 Uhr
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Der Lautsprecher Amazon Echo reagiert auf Sprachbefehle

Amazon startet eine neue Geräte-Offensive: Der Lautsprecher namens Echo soll nicht nur Musik spielen, sondern auch Fragen beantworten. Gesteuert wird er über Sprachbefehle – das gefällt nicht jedem.

Amazon ist unter die Lautsprecher-Hersteller gegangen. Der weltgrößte Online-Händler stellte am Donnerstag ein vernetztes Gerät namens Echo vor: Im Prinzip ein Lautspsprecher, der auf Sprachkommandos hört und Fragen beantwortet.

Amazon hat sein neues Gerät eng mit den eigenen Diensten verknüpft. Echo spielt Musik aus der Amazon-Cloud und ermöglicht es, Einkaufslisten für das nächste Onlineshopping zusammenzustellen. Doch die Fähigkeiten gehen darüber hinaus. Echo kann laut Amazon unter anderem den Wecker ersetzen, die Kochrezepte vorlesen, Witze erzählen und mit Hilfe von Wikipedia Fragen beantworten. Um Echo zu aktivieren, muss der Nutzer den Namen „Alexa“ aussprechen, erklärt der Konzern. Dann regiert die Box auf weitere Befehle.

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Für das Gerät kann man sich zunächst in den USA voranmelden. Der senkrecht stehende schwarze Zylinder soll 199 Dollar kosten, für Kunden von Amazons Prime-Abo die Hälfte.

Angriff auf die Privatssphäre

Die Grundidee ist dabei nicht neu. IT-Riesen wie Google, Apple und Microsoft haben mit Siri, Now und Cortana je eigene Dienste dieser Art entwickelt und rüsten damit vor allem Smartphones und Tablets aus. Amazon ist jedoch der erste Händler, der die Technik im großen Stil für sich nutzt.

Schon länger investiert das US-Unternehmen viel Geld in die Entwicklung von Geräten, um sich im Alltag potenzieller Kunden unentbehrlich zu machen. Der Konzern hat nicht nur seine Ebook-Reader-Reihe Kindle massiv ausgebaut. Im Frühjahr präsentierte der Konzern Dash, einen Stab, der das Einkaufen im Amazon-Shop über Sprachkommandos und das Scannen von Barcodes ermöglicht.

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Der größte Schritt in diese Richtung war bislang das im Sommer vorgestellte Fire Phone. Mit ihm wird der Konzern nicht nur zum omnipräsenten  Kaufhaus, sondern erhält auch viele Daten aus dem persönlichen Umfeld potentieller Kunden.

Der Erfolg von Amazons Geräteoffensive ist gemischt. Während die Kindle-Geräten bei Kunden beliebt sind, gilt das Fire Phone als Flop, auf den Amazon im vergangenen Quartal 170 Millionen Dollar abschreiben musste.

Auch Echo wird nicht jedem gefallen. Dass die Lautsprecher permanent aktiv sein müssen, um auf ein Schlüsselwort zu reagieren, hatte etwa beim Start der Spielekonsole Xbox One für  große Diskussionen gesorgt. Die Geräte seien schließlich nicht anderes als große Wanzen, die man sich selbst für viel Geld ins Haus holt, sagen Kritiker.  Auch Amazon musste sich nach der Vorstellung im Netz schnell den Vorwurf des Lauschangriffs gefalle lassen – schließlich werden alle Anfragen an „Echo“ über die Server des Konzerns verarbeitet.

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