Neues Smartphone: Huawei Ascend P7 – ein Schmuckstück zum Kampfpreis

Neues Smartphone: Huawei Ascend P7 – ein Schmuckstück zum Kampfpreis

von Thomas Kuhn

Der chinesische Elektronikriese Huawei hat sein neues Top-Smartphone Ascend P7 vorgestellt - Technik und Design sind erstklassig. Für Samsung & Co. brechen harte Zeiten an.

Zurückhaltung sieht anders aus: Als Richard Hu, der Chef der Endkundensparte des chinesischen Elektronikriesen Huawei, bei der Vorstellung seines neuen Highend-Handys beschreibt, welche Qualitäts- und Designansprüche seine Entwickler beim Bau des neuen Smartphones vorschwebten, blendet die Regie auf der saalhohen Videowand hinter Hu Bilder von Lange-Uhren und Leica-Kameras ein. Und als er später die technischen Details seines Telefons aufzählt, gibt es für den Manager stets nur zwei relevante Vergleichsgrößen: Wie schlägt sich das Smartphone gegen Apples iPhone 5 und Samsungs Galaxy S5?

Nach der gut anderthalbstündigen Präsentation und nach dem ersten, anschließenden Geräte-Check ist der Eindruck eindeutig. Was die Chinesen da als Nachfolger ihres bereits sehr erfolgreichen Modells Ascend P6 konstruiert haben, ist mindestens ein gestalterisches und aller Voraussicht nach auch ein technisches Schmuckstückchen. Das gerade einmal 6,5 Millimeter dicke Smartphone mit seinem 5-Zoll-FullHD-Display (1920 x 1080 Pixel) ist gerade einmal 124 Gramm schwer und glänzt mit einem Gehäuse aus Glas und Leichtmetall. Es liegt wertig in der Hand und vermittelt ein Gefühl von Stabilität, die beispielsweise selbst Samsungs Top-Telefon Galaxy S5 wegen seines Plastikgehäuses und -rahmens noch immer vermissen lässt.

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Statt dessen orientiert sich das neue Ascend gestalterisch eher an Sonys eleganter Z-Serie. Sowohl das Z1 als auch das Z2 haben mit ihren Metallrahmen und den Front- und Rückseiten aus Gorilla-Glas Designmarken gesetzt, die das P7 aufnimmt. Der umlaufende Metallrahmen wiederum erinnert entfernt an die Konstruktion von Apples iPhone-4-Serie.

Was die technischen Spezifikationen angeht, so spiegelt sich der Anspruch der Chinesen, in der Champions League mitzuspielen, in vielen Details wider. Das beginnt mit dem 1,8-Gigahertz-Vierkernprozessor, setzt sich mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Programmspeicher fort und reicht bis zur Kombi aus der 13-Megapixel-Hauptkamera und der Frontkamera mit acht Megapixeln Auflösung.

Beide glänzten übrigens in den ersten Versuchen mit beeindruckender Aufnahmegeschwindigkeit und ihren rauscharmen Aufnahmen selbst bei schwachem Licht. Offenbar hat sich der Aufwand von Technologiechef Changzhu Li gelohnt, der dem Smartphone einen eigenen Bildprozessor gegönnt hat. Der übernimmt - wie auch bei traditionellen Digitalkameras - die Verarbeitung der von den Sony-Bildchips gelieferten Bilddaten unabhängig vom eigentlichen Smartphone-Prozessor und liefert so auch bei minderer Beleuchtung augenfällig rauscharme aber dennoch detailreiche Bilder.

Dass die Entwickler als einer der ersten Hersteller zudem ein LTE-Funkmodul der extrem schnellen Cat.4-Klasse (mit einer theoretischen maximalen Downloadgeschwindigkeit von 150 Megabit/Sekunde) eingebaut haben, unterstreicht den Führungsanspruch noch zusätzlich. Und es belegt, dass die Chinesen das Funktechnik-Know-how, das sie bei der Netzwerktechnik besitzen, auch in ihre Endkundengeräte zu übertragen verstehen.

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Dank all der technischen Finessen bewegt sich das neue Ascend P7 durchaus auf Augenhöhe mit den angepeilten Konkurrenten - auch wenn Huawei auf Details wie etwa die im iPhone 5s oder dem Galaxy S5 eingebauten Fingerabdruck-Sensoren verzichtet. Allenfalls der Programmspeicher ist mit 16 Gigabyte vergleichsweise knapp bemessen. Doch auch das ist nicht wirklich tragisch, denn in der Speicher lässt sich über einen SD-Karten-Steckplatz erweitern. Von bis zu 16 Gigabyte Zusatzspeicher schreibt Huawei in seinen Produktinformationen, tatsächlich aber verdaut das P7 selbst Speicherkarten von 128 Gigabyte Größe anstandslos.

Zumindest hier also übt sich Huawei in Understatement. Doch ansonsten fährt Richard Hu mit seinem Smartphone-Flaggschiff voll auf Angriff. Denn er bringt das P7 in Deutschland zum absoluten Kampfpreis von 419 Euro auf den Markt - im Handel wird er schnell unter 300 Euro liegen. Und damit wird das P7 für leistungsorientierte Käufer mit wenig Faible, viel Geld für einen Markennamen auszugeben, zu einer echten Verlockung.

Soviel ist klar: In der Android-Oberklasse brechen für Samsung & Co. brechen harte Zeiten an.

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