Pebble auf dem MWC: Smarte Armbänder für intelligente Uhren

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Pebble auf dem MWC: Smarte Armbänder für intelligente Uhren

von Thomas Kuhn

Neben High-End-Telefonen sind vernetzte Uhren das große Trend-Thema des Mobile World Congress. Anbieter Pebble ist dabei besonders kreativ und setzt neben neuen Modellen auch auf "smarte" Armbänder.

Traditionell liegt das Augenmerk beim Mobile World Congress auf den Smartphone-Neuheiten: Mit den Vorstellungen von Samsungs Galaxy S6 Serie, dem neuen HTC One M9, aber auch den diversen Flex-Handy-Bananen von LG gab es sie bereits zum ersten Messetag. In diesem Jahr sorgt auch eine weitere Produktkategorie gleich in mehreren Hallen für Aufsehen: die Handy-Anhängsel fürs Handgelenk, neudeutsch Smartwatch genannt.

LG etwa ist gleich mit zwei Neuheiten auf die Messe gekommen. Zum einen die Metall-Gehäuse-Variante seiner bereits im vergangenen Jahr vorgestellten G Watch R. Sie hat - warum auch immer - den Beinamen "Urbane" und nutzt, wie schon die in Kunststoff gefasste Erstfassung, Googles für vernetzte Kleidung konzipierte Software Android Wear.

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Das sind Apples fünf größte Konkurrenten

  • Apple

    Kaum eine Smartwatch wird wohl so sehr erwartet wie die Uhr von Apple. Das Gerät soll nicht nur mehr Funktionen bieten, sondern auch leichter und flacher sein als die Modelle der Konkurrenz. Was genau in der Datenuhr stecken wird, ist aber zu großen Teilen noch unklar. Die Erwartungen sind trotzdem enorm: Für dieses Jahr werden 15 Millionen verkaufte Apple Watches erwartet.

    (Quelle: Smartwatch Group)

  • Samsung

    Samsung ist einer von Apples größten Konkurrenten, nicht nur auf dem Gebiet der Datenuhren. Der südkoreanische Konzern ist laut Smartwatch Group zurzeit führend im Segment mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Samsung brachte bereits 1999 eine intelligente Uhr auf den Markt, war damals aber seiner Zeit voraus. Heute verkauft der Konzern die „Galaxy Gear“-Reihe, von der im vergangenen Jahr gleich fünf neue Modelle an den Start gingen. Etwa 1,2 Millionen Exemplare konnte Samsung davon 2014 absetzen.

    Quelle: Smartwatch Group

  • LG

    LG setzt sowohl auf Fitness-Armbänder als auch auf Luxus-Modelle: Anfang 2014 kam das Lifeband Touch auf den Markt, das unter anderem die Schrittzahl und verbrannte Kalorien des Trägers anzeigt. Als Antwort auf die Apple Watch soll in diesem Jahr die LG Watch Urbane folgen, die vom Design an herkömmliche Uhren angelehnt ist. Im vergangenen Jahr verkaufte LG 420.000 Smartwatches und hat damit einen Marktanteil von etwa sieben Prozent.

  • Lenovo/Motorola

    Motorola-Uhren machten im vergangenen Jahr vor allem durch ihr Design auf sich aufmerksam: Die Ende 2014 erschienene Moto 360 ist eine der ersten Smartwatches, die ein rundes Display hat und auch mit einem Metall-Armband erhältlich ist. Das Gerät läuft mit Android Wear, dem Smartwatch-Betriebssystem von Google. Motorola hatte mit 10 Prozent den zweitgrößten Anteil am Smartwatch-Markt im vergangenen Jahr.

  • Pebble

    Der Erfolg des Herstellers Pebble ist bemerkenswert: 2012 mithilfe von Crowdfunding finanziert, hat sich der Konzern des Kanadiers Eric Migicovsky mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf dem Markt etabliert. Für seine neue Uhr „Pebble Time“ sammelt der Konzern zurzeit wieder Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein: Bereits am ersten Tag unterstützen 40.000 Menschen Pebble mit acht Millionen Euro und kriegen das neue Gerät nun als erste Kunden zugestellt. Der Vorteil der Pebble-Uhren: Sie sind leicht zu bedienen und haben eine längere Batterie-Laufzeit als die Modelle der Konkurrenz.

  • Garmin

    Der Schweizer Hersteller Garmin liefert Smartwatches für Freizeitaktivitäten: Seine Zielgruppe sind unter anderem Läufer, Piloten und Golfer, für die Garmin maßgeschneiderte Uhren herstellt. Unter anderem bieten die Smartwatches ein GPS-System, einen Kompass und ein Altimeter. 2014 verkaufte Garmin 400.000 Uhren und hat einen Marktanteil von sieben Prozent.

High-End-Uhr von LG

Spannender aber ist die High-End-Version G Watch Urbane LTE. Denn die fungiert nicht etwa als Handy-Anhängsel, sondern hat die Funktechnik für die schnellen LTE-Funknetze direkt mit an Bord und arbeitet damit auch unabhängig vom Smartphone. Vom Telefonieren bis zum Surfen lässt sich alles - wenn auch durch die Größe des runden Displays beschränkt - auf dem Uhrbildschirm erledigen. Dank eines integrierten NFC-Funk-Chips sollen - später einmal - sogar mobile Zahlungsfunktionen möglich sein.

Interessanterweise nutzt LG bei der LTE-Uhr nicht Android, sondern webOS, das vor Jahren von HP zugekaufte Mobile Betriebssystem des einstigen Handheld-Pioniers Palm. Wann und zu welchem Preis beide smarten Zeiteisen auf den (deutschen) Markt kommen, steht allerdings noch nicht fest.

Die Themen des MWC

  • Neue Handys

    Samsung wird in Barcelona voraussichtlich sein neues Top-Smartphone präsentieren, das es mit Apples iPhone 6 aufnehmen soll. Aber auch andere Anbieter wie LG oder die chinesischen Rivalen Lenovo, Huawei und ZTE dürften mit frischen Modellen antreten.

  • Internet der Dinge

    Schon im vergangenen Jahr gab es in Barcelona unter anderem die Zahnbürste mit Internet-Anbindung, jetzt werden noch viel mehr vernetzte Geräte bis hin zu Autos zu sehen sein. Diese Vernetzung gilt als Grundlage für viele neue Geschäftsmodelle.

  • Wearables

    Die Geräteklasse der Mini-Computer, die man am Körper trägt, wächst schnell. Neben Fitness-Armbändern gibt es vor allem immer mehr Computer-Uhren. Ein Diskussionsthema ist der Umgang mit zum Teil sehr persönlichen Daten, die dabei entstehen.

  • Neues zu 5G

    Mit der wachsenden Smartphone-Nutzung und dem Internet der Dinge werden auch schnellere und leistungsstärkere Netze benötigt. Abhilfe soll der neue Datenfunk-Standard 5G schaffen. An seiner Ausgestaltung wird noch gearbeitet.

  • Internet für Entwicklungsländer

    Nach Barcelona kommt zum zweiten Mal Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der für sein Projekt Internet.org wirbt. Es soll günstige Online-Anschlüsse in Entwicklungsländern fördern, die Mobilfunk-Anbieter waren bisher skeptisch.

Auch Samsung und Sony zeigen auf ihren Ständen die bereits vorgestellten Smartwatches, die auf Android basieren.

Alcatel dagegen hat in Barcelona mit seiner neuen OneTouch Watch erstmals einen eigenen vernetzten Begleiter fürs Handgelenk vorgestellt, der sich mit Apples iPhones synchronisieren lässt. Rund 170 Euro soll die OneTouch kosten, wenn sie im Laufe des Jahres auf den Markt kommt.

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