Pebble: Neues Gadget für das Smartphone

Pebble: Neues Gadget für das Smartphone

Pebble war eine der ersten auf dem Markt. Inzwischen sind viele starke Wettbewerber ein das Geschäft eingerückt. Pebble will nun mit einem Mini-Modem für unterwegs wieder Neuland betreten.

Der Smartwatch-Vorreiter Pebble will mit einem neuen Gadget das Smartphone in einigen Situationen verzichtbar machen. Das kleine rechteckige Pebble Core enthält ein UMTS-Modem und einen GPS-Chip zur Positionserkennung. Läufer könnten beispielsweise damit ihr Telefon beim Joggen zuhause lassen, sagte Pebble-Manager Benjamin Bryant der Deutschen Presse-Agentur. Das Gerät hat auch zwei programmierbare Tasten, mit denen Funktionen wie ein Notruf oder eine Taxi-Bestellung zum aktuellen Ort ausgelöst werden können.

Pebble Core könnte im Prinzip auch als Funk-Modem für eine via Bluetooth angeschlossene Computer-Uhr oder andere tragbare Technik wie smarte Textilien mit Sensoren eingesetzt werden. Dank der Netz-Verbindung wären technisch auch Gespräche über Internet möglich. Damit könnte Pebble die Tür für eine neue Gerätekategorie öffnen, die anstelle des Smartphones die sogenannten Wearables ins Internet bringt.

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Pebble Core spielt Musik von Streaming-Diensten wie Spotify ab, kann Sprachnotizen speichern und wird kabellos aufgeladen. Pebble hoffe, dass das Gerät zum Grundstein für ein Ökosystem mit Apps verschiedener Anbieter werde, sagte Bryant. Er sei selbst ein Läufer und habe sich als Projektchef auf die Funktionen fokussiert, die er schon immer ohne ein Smartphone unterwegs gebraucht habe. Das Gerät könne zum Beispiel aber auch eingesetzt werden, um den Standort eines Autos oder eines Koffers im Blick zu behalten. Pebble Core wird ab Dienstag über die Finanzierungsplattform Kickstarter für 69 Dollar angeboten und soll Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. Im regulären Handel soll der Preis auf 99 Dollar steigen.

Fitnesstracker und Handyersatz: Was Smartwatches können

  • Wenn die Uhr schlau wird

    Bis vor wenigen Jahren waren Telefone und Computer in der Größe einer Armbanduhr nur Fiktion – „Knight Rider“ lässt grüßen. Doch die Chips werden immer kleiner, leistungsfähiger und billiger. Damit werden Geräte wie Smartwatches überhaupt erst technisch möglich und erschwinglich.

  • Trend zum "Wearable Computing"

    Smartwatches sind Teil eines Trends: Computer werden immer kleiner und damit komfortabler im Transport. Neben intelligenten Uhren gibt es etwa auch Fitnessarmbänder und Brillen, die mit Informationstechnologie aufgerüstet sind. Google Glass ist ein bekanntes Beispiel. Die Technologiebranche spricht vom "Wearable Computing" – und hofft auf einen Wachstumsmarkt.

  • Ergänzung zum Smartphone...

    Was ist überhaupt eine Smartwatch? Der Begriff ist schwierig zu fassen. Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien. Die meisten Modelle funktionieren nicht eigenständig, sondern als Erweiterung zum Smartphone und zeigen Termine, E-Mails oder eingehende Anrufe an. Die Daten werden in der Regel per Bluetooth übertragen.

  • ... und Ersatz fürs Handy

    Während die meisten Smartwatches eine Erweiterung fürs Smartphone sind, sollen ein paar Modelle das Handy ganz ersetzen. Sie haben ein Mobilfunk-Modul, das Telefonate und die Übertragung von Daten erlaubt. Das gilt etwa für die Gear S von Samsung.

  • Assistent und Freisprecher

    Die Geräte sind unterschiedlich ausgestattet. Einige fungieren als diskrete Sekretäre – sie erinnern an Termine, zeigen eingehende E-Mails an und vermelden Telefonanrufe. Andere eignen sich auch als Freisprecheinrichtung oder als kompaktes Navigationsgerät. Unter Sportlern beliebt sind Spezialgeräte, die den Puls und die Laufstrecke messen.

  • Der Akku als Schwachpunkt

    Die Laufzeit ist bei allen Smartwatches ein Problem: Weil die Geräte so klein sind, lässt sich darin kein großer Akku unterbringen. Daher sind viele Modelle nicht besonders ausdauernd – je nachdem welche Display-Technologie zum Einsatz kommt.

  • Start-ups und Konzerne

    Diverse Unternehmen haben bereits Smartwatches auf den Markt gebracht – Start-ups wie Weltkonzerne. Zu den kleinen Anbietern zählt das Unternehmen Pebble, das über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter seine Anschubfinanzierung gesichert hat. Der IT-Riese Sony brachte bereits die dritte Generation seiner Computer-Uhr heraus, Samsung hat die Galaxy Gear entwickelt, der Chiphersteller Qualcomm stellt die Toq her. Im April 2015 kommt auch die Apple Watch heraus.

  • Schwierige Prognose

    Wie sich junge Märkte entwickeln, ist schwierig zu prognostizieren – die Vorhersagen für Smartwatches gehen weit auseinander. Während etwa die Marktforschungsfirma IDC ein rapides Wachstum voraussagt, erwarten Forrester und NPD Displaysearch eine baldige Abkühlung des Marktes.

Zugleich startet Pebble zwei neue Modelle seiner Computer-Uhr. Die Pebble 2 hat weiterhin einen E-Ink-Bildschirm, der für eine Batterie-Laufzeit von bis zu einer Woche sorgen soll, und wurde etwas dünner und leichter. Die Uhr wird für 99 Dollar angeboten - damit setzt Pebble den Preis deutlich niedriger an als bei Smartwatches üblich. „Wir denken, dass die Entwicklung im Markt in Richtung der meistverkauften Preisklasse klassischer Uhren von 65 bis 99 Dollar geht“, sagte Gründer und Chef Eric Migicovsky. Das teurere Modell Pebble Time 2 bekam unter anderem ein größeres farbiges E-Ink-Display und kostet 169 Dollar. Beide Geräte haben jetzt einen Pulsmesser eingebaut.

Pebble setzt das Finanzierungsziel für die drei Geräte bei der Crowdfunding-Plattform auf eine Million Dollar an, die schon innerhalb einer Stunde eingesammelt wurden. Die Firma finanziert sich aber schon lange nicht mehr nur über Kickstarter, sondern bekommt auch Geld von Investoren. Das Start-up Pebble hatte vor vier Jahren bei Kickstarter über zehn Millionen Dollar für seine erste Computer-Uhr eingesammelt. Inzwischen wurde die im vergangenen Jahr gestartete Apple Watch zum Marktführer, obwohl sie zu den teuersten Smartwatches gehört. Google macht aktuell einen neuen Anlauf mit einer verbesserten Version des Betriebssystems Android Wear, das von vielen Herstellern wie Motorola, LG oder Huawei genutzt wird.

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