Bild: dpaDie Playstation Vita kommt
Auf Tokios größter Spielemesse, der Tokyo Game Show, war sie der Renner: Dort stellte Sony erstmals seine neue tragbare Konsole Playstation Vita vor. Auch bei der E3 in Los Angeles und der Kölner Gamescom konnten Spieler die neue Konsole schon bestaunen.
Bild: dpaZu haben war die PS Vita in Japan dann ab dem 17. Dezember. Das teurere 3G-Modells zum Preis von 299 Euro verkaufte sich in Japan allerdings so schlecht, dass Sony mit den Händlern eine Rabattaktion vereinbarte. Neukäufer bekommen nun einen 20-Euro-Rabatt. In Japan dauert die Kampagne noch bis zum 31. März 2012. Ob es solche Aktionen auch für die USA oder Europa geben soll, ist noch nicht bekannt.
Bild: dapdAuf dem europäischen Markt soll die Standardvariante 249 Euro kosten, das 3G-Modell schlägt mit 299 Euro zu Buche. Wegen einer Kooperation zwischen Vodafone und Sony gibt es die 3G-Variante in Deutschland auch zusammen mit einem Mobilfunk-Vertrag.
Bild: dapdDer Markteintritt ist riskant: Tablet-PCs und Smartphones bieten Spielern bereits vielseitige tragbare Angebote. Die PS Vita dagegen kann neben Spielen nicht viel anderes. Dafür soll sie auch als Controller für die PS3 funktionieren. Ihre Handhabe entspricht der der Heimkonsole.
Bild: dapdAuch die Grafik entspreche ungefähr der der stationären Playstation 3. Inwieweit Gamer, die auch unterwegs spielen wollen, für das neue Gerät Smartphones und andere Handhelds links liegen werden, wird sich zeigen. Mini-Spiele, wie sie es bei Smartphones für ein paar Cent zum Download gibt, bietet die Vita nicht an.
Bild: dapdErste Eindrücke der Spiele können potentielle Käufer jetzt schon auf der Playstation-Homepage sammeln.
Bild: dapdEinige erinnern stark an kostenlose Online-Browsergames, die sich unterwegs auch mit dem Smartphone oder Tablet-Computer spielen lassen. Allerdings können die Spielergebnisse nur bei Playstation Network veröffentlicht werden. Eine Vernetzung mit Facebook oder anderen Social-Media-Diensten gibt es nicht. Bonus: Bei Spielen wie Little Deviants muss der Spieler unter anderem das Touchscreen, das Rückseiten-Touchpad oder das Mikrofon nutzen, um das Spiel zu lösen.
Die Playstation Vita kommt
Auf Tokios größter Spielemesse, der Tokyo Game Show, war sie der Renner: Dort stellte Sony erstmals seine neue tragbare Konsole Playstation Vita vor. Auch bei der E3 in Los Angeles und der Kölner Gamescom konnten Spieler die neue Konsole schon bestaunen.
Wenn die Playstation Vita ab Mittwoch in Europa und den USA in den Läden liegt, werden viele Spielefans leuchtende Augen bekommen. Wohl noch nie gab es ein stärker hochgerüstetes Gerät, um unterwegs zu zocken. Allerdings muss man dafür auch 250 bis 300 Euro auf den Tisch legen. Dazu kommt noch eine spezielle Vita-Speicherkarte, die derzeit mit 50 Euro für 16 GB zu Buche schlägt.
Es muss sich zeigen, wie viele Kunden bereit sind, diesen stolzen Preis zu zahlen, zumal sich die Frage stellt, ob die Zielgruppe neben Smartphone und Tablet-PC künftig auch noch eine mobile Spielekonsole mit sich herumtragen will?
Jim Ryan kann diese Frage kaum noch hören. „Ich werde das derzeit häufig gefragt“, sagt der Europa-Chef von Sony Computer Entertainment im Gespräch mit der WirtschaftsWoche diplomatisch. Und seine Antwort zeigt, dass sie ihm wohl mehr Sorgen macht, als der Manager zugeben möchte. Denn es geschieht selten, dass Unternehmen die direkte Konkurrenz loben, doch genau das tut Ryan: „Die Verkaufszahlen von Nintendos 3-DS sind ein klarer Indikator dafür, dass es einen Markt für tragbare Spielgeräte gibt“.
Eine halbe Million Exemplare verkauft
Der ewige Rivale Nintendo hat seit Anfang 2011 weltweit immerhin mehr als 15 Millionen Exemplare seiner mobilen Konsole verkauft. Zum Vergleich: Vom Vorgänger Playstation Portable (PSP) vekaufte Sony seit dem Start im Jahr 2004 weltweit 75 Millionen Exemplare.
Die Nintendo-Zahlen zeigen also in der Tat eine immer noch beachtliche Nachfrage, das ist aber auch ein Problem für Sony. Nintendo hat nämlich den Preis drastisch um rund ein Drittel gesenkt. Mit 150 bis 170 Euro kostet die 3DS damit nur noch knapp die Hälfte der Vita.
In Japan, wo die Vita bereits zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kam, wurden inzwischen mehr als eine halbe Million Exemplare verkauft. „Wir sind damit vollkommen zufrieden“, sagt Ryan. Auch dass Sony das Weihnachtsgeschäft außerhalb des Mutterlandes verpasst hat, sieht der Manager nicht als Nachteil. Im Weihnachtsgeschäft würden so viele Geräte und Spiele um die Aufmerksamkeit kämpfen, da sei es eigentlich besser, später zu starten. Zumal es in Japan einige, kleinere technische Startschwierigkeiten gab, die nun aber behoben sein sollen.
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