Pokémon Go: Verbraucherschützer kritisieren mangelnden Datenschutz

Pokémon Go: Verbraucherschützer kritisieren mangelnden Datenschutz

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Neuerdings ist "Pokémon Go" auch in Deutschland verfügbar.

Der Hype um das Handyspiel "Pokémon Go" ist groß – Verbraucherschützer haben den Entwickler der App aber nun wegen mangelnden Datenschutzes abgemahnt. Sie kritisieren 15 Klauseln in den Nutzungsbedingungen.

Verbraucherschützer haben den US-Entwickler des weltweit erfolgreichen Handyspiels "Pokémon Go" wegen fehlenden Datenschutzes abgemahnt. Insgesamt würden 15 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen beanstandet, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) mit. Gebe der Entwickler Niantic keine Unterlassungserklärung ab, drohe ein Klageverfahren.

„Pokémon Go“: Kleine Kampf-Monster erobern die Welt

  • Wieso scheint die ganze Welt auf einmal „Pokémon“-verrückt zu sein?

    Es ist das erste Mal, dass man „Pokémon“ auf dem Smartphone spielen kann. Der japanische Spiele-Anbieter Nintendo brachte die beliebten Figuren bisher nur in Games für die hauseigenen Konsolen heraus. Inzwischen jedoch wechseln immer mehr Spieler auf Smartphones und Nintendo konnte diesen Trend nicht mehr ignorieren.

  • Was sind „Pokémon“ überhaupt und worum geht es bei dem Spiel?

    „Pokémon“ ist eine Wortbildung aus „Pocket Monster“ - Taschenmonster. Zum ersten Mal tauchten sie 1996 in einem Spiel in Japan auf. Die „Pokémon“ sind darauf versessen, gegeneinander zu kämpfen. Der Spieler fängt sie als „Pokémon-Trainer“ mit Hilfe weiß-roter Bälle ein und bildet sie aus. Im „Pokémon“-Universum gibt es mehr als 700 Figuren. Die beliebteste dürfte „Pikachu“ sein - ein kleines gelbes Monster mit einem Schwanz in der Form eines Blitzes. Neben den Videospielen blüht ein gewaltiges Geschäft mit Sammelkarten und allen möglichen anderen Fanartikeln von Plüschfiguren bis Brotdosen.

  • Was ist das besondere an dem Smartphone-Game?

    Im Grunde geht es auch hier darum, „Pokémon“ zu fangen und dann gegeneinander antreten zu lassen. Der Clou ist jedoch die Standort-Erkennung (GPS) auf dem Smartphone. Die „Pokémon“ verstecken sich an verschiedenen Orten - und ein Spieler sieht sie nur, wenn er in der Nähe ist. Dann werden die Figuren auf dem Display des Telefons in die echte Umgebung eingeblendet („Augmented Reality“). In den USA, Neuseeland und Australien sammelten sich schon große Menschenmengen an Orten mit populären „Pokémon“ an. Die kleinen Monster reagieren auf die virtuelle Umgebung: So tauchen Wasser-Pokémon besonders häufig in der Nähe von Flüssen oder Seen auf.

  • Wer steckt hinter dem Spiel?

    Es wurde gemeinsam entwickelt von der Nintendo-Beteiligung Pokémon Company und der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labs. Letztere hatte unter dem Dach des Internet-Konzerns das ebenfalls auf Ortungsdaten basierte Spiel „Ingress“ programmiert. In ihm kämpfen zwei Lager um virtuelle Portale, die an verschiedenen Orten platziert wurden.

"Pokémon Go", das vom japanischen Konsolenhersteller Nintendo vertrieben wird, verlangt laut vzbv vom Spieler personenbezogene Daten, die ein anonymes Nutzen praktisch unmöglich machten. Zugleich sei zu befürchten, dass die Daten an Dritte weitergegeben werden könnten. Auch sei es Niantic möglich, einen einmal mit dem Spieler geschlossenen Vertrag abzuändern oder Dienste einzustellen.

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"Pokémon Go" beschert Nintendo derzeit einen unerwarteten Erfolg. Trotz eines Aktieneinbruchs am Mittwoch wegen eines später als erwarteten Marktstarts in Japan ist der Kurswert seit dem Debüt des Spiels in den USA um 86 Prozent geklettert.

Es ist der erste Ausflug des "Wii"- und "DS"-Konsolenanbieters ins Geschäft mit Smartphone-Spielen. "Pokemon Go" wechselt zwischen der echten und der virtuellen Welt. Der Spieler muss dabei verschiedene Arten von Fantasiewesen einfangen, die bereits vor 20 Jahren mit einer Serie von Videospielen bekanntwurden.

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Weil die Welt immer komplizierter wird, wächst in westlichen Gesellschaften der Bedarf nach kindlichem Unernst. Den Regierenden dürfte das gelegen kommen.

Pokémon Go: Das Augmented-Reality-Spiel hat einen Hype ausgelöst. Quelle: dpa Picture-Alliance
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