Red-Dot-Initiator Peter Zec: "Der Spielraum für Designer wird kleiner"

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InterviewRed-Dot-Initiator Peter Zec: "Der Spielraum für Designer wird kleiner"

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Interview mit dem Designexperten Peter Zec.

von Thorsten Firlus

Der Designexperte Peter Zec ist Initiator und Organisator des Wettbewerbs Red Dot. Ein Gespräch über Roboter im Haushalt und optimale Gestaltung.

Herr Zec, zahlreiche vernetzte Produkte haben in diesem Jahr den Red Dot Award bekommen. Ist das Internet der Dinge schon Alltag?

Die steigende Zahl überrascht mich jedenfalls nicht. Unsere Jurymitglieder, die sich mit Smartphones und Computern, aber auch Fernsehern und Kühlschränken beschäftigen, sehen seit Jahren: Viele Kunden wünschen sich, die Dinge miteinander zu verbinden. Nun beobachten wir, dass sich die Vernetzung in anderen Produktgruppen fortsetzt.

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Wie zum Beispiel beim Futternapf oder dem Reiskocher...

Wir haben in diesem Jahr auch einen Roboter ausgezeichnet, der den Haushalt schmeißen soll.

Zur Person

  • Peter Zec

    Peter Zec leitet seit 1991 das international renommierte Design Zentrum Nordrhein-Westfalen und ist Initiator und CEO des Designwettbewerbs Red Dot. Von 2005 bis 2007 war er als erster Deutscher Präsident des internationalen Dachverbandes der Industriedesigner.

Wer braucht so etwas?

Der Haushalt steht nun mal jedem Menschen nahe, damit müssen wir uns zwangsläufig täglich auseinandersetzen. Deswegen ist er für viele Hersteller die richtige Herausforderung.

Was bedeutet der Trend zur Vernetzung für die Produktgestalter?

Es gibt derzeit noch große Probleme, die Geräte unkompliziert zu vernetzen. Eine leichte Bedienung ist nun mal ein Wesensmerkmal guter Produktgestaltung. Ich habe neulich einen BB-8 gekauft, die Roboterfigur aus Star Wars. Der ist nicht mehr kompatibel mit etwas älteren Smartphones, das ist für den Nutzer ein Problem. Die Standards sind noch gar nicht festgelegt und entwickelt, genau das ist aber nötig. Für die Gestaltung bedeutet eine Festlegung der Technik immer auch eine Standardisierung der Produkte.

Sie werden sich immer ähnlicher?

Ja. Das sehen wir auch jetzt schon. Wenn die Funktion sich im Inneren abspielt und einen Service darstellt, dann arbeiten wir nur noch mit „Black Boxes“. Die äußere Gestaltung verliert mehr und mehr an Bedeutung. Das bedeutet nicht, dass sie x-beliebig aussehen kann – eine gewisse Eleganz bleibt erforderlich. Aber die große Gestaltungsvielfalt im Äußeren ist nicht mehr gefragt.

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