Serviceroboter: Nestlé heuert 1000 Roboter als Verkäufer an

Serviceroboter: Nestlé heuert 1000 Roboter als Verkäufer an

Bild vergrößern

Der Service-Roboter Pepper

von Andreas Menn

In japanischen Nestlé-Shops sollen künftig Roboter Kaffeemaschinen feilbieten. Auch in Hotels und Krankenhäusern erledigen Roboter neuerdings Dienste, um Menschen den Alltag zu erleichtern.

In Köln gilt die Kaffeebude als idealer Treffpunkt, um ein Schwätzchen von Mensch zu Mensch zu halten. In Tokyo dagegen werden Kaffeeläden demnächst für ganz neuartige Gespräche sorgen: Solche zwischen Mensch und Maschine. Ab Dezember nämlich stellt der Lebensmittelhersteller Nestlé in 20 seiner japanischen Verkaufsläden Roboter als Verkäufer ein.

Bis Ende 2015 soll landesweit eine ganze Armee von 1000 Androiden bereit stehen, sich mit Kunden unterhalten und ihnen Kaffeemaschinen verkaufen.

Anzeige

Die schlauen Maschinen namens Pepper sind in etwa so groß wie ein zehnjähriges Kind – und sollen auch intellektuell zumindest in Teilen so begabt sein wie kleine Erwachsene. Laut ihren Schöpfern, dem Telekommunikationsunternehmen SoftBank und dem französischen Unternehmen Aldebaran Robotics, können sie sich nicht nur in natürlicher Sprache unterhalten, sondern auch Gesichtsausdrücke und Stimmlagen und somit die Emotionen ihres menschlichen Gegenübers erkennen.

Roboter als Verkäufer - was in Japan vor allem für ein spannendes Einkaufserlebnis sorgen soll, ist auch Zeichen für einen neuen Trend. Waren Roboter bisher meist eingezäunt und vor allem in Autofabriken im Dienst, so verlassen sie vermehrt ihre Käfige und übernehmen komplexere, abwechslungsreichere Arbeit.

Service-Roboter auf dem Vormarsch

Sie fahren umher, weichen Hindernissen aus und bremsen ihre Bewegungen ab, sobald sie Menschen gefährlich werden können. So erobern Serviceroboter unseren Alltag – und nehmen Menschen Routine-Arbeiten ab, die bisher Zeit und Geld kosteten. Welche Dienste damit möglich werden, wird auch Thema einer WirtschaftsWoche-Konferenz im Dezember sein.

Laut einer Studie der Boston Consulting Group werden die weltweiten Umsätze mit Robotern massiv steigen: Von 15 Milliarden Dollar im Jahr 2010 auf 67 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Die Kosten für intelligente Maschinen fielen erheblich, so die Berater, ihre Leistung dagegen verbessere sich rapide.

Erst kürzlich nahm in einer Unterkunft in Kalifornien ein Robo-Butler den Dienst auf: Im Aloft Hotel in Cupertino rollt nun Botlr über die Flure, ein hüfthoher, zylinderförmiger Gehilfe, der sich per Kamera und Laser im Raum orientiert und den Weg zu jedem Hotelzimmer findet.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%