Smartphone Z10: Blackberrys harter Kampf ums Image

Smartphone Z10: Blackberrys harter Kampf ums Image

von Meike Lorenzen

Der Smartphone-Pionier Blackberry kämpft um das Ansehen seines neuen Smartphones Z10. Mehrere Marktforschungsunternehmen hatten angedeutet, dass das groß beworbene Flaggschiff ein Ladenhüter sei. Blackberry fordert eine Richtigstellung. Doch rettet das den Konzern?

Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry kämpft um das Image seines neuen Hoffnungsträgers Z10, das erst Ende Januar vorgestellt wurde. Erstmals hat Blackberry mit seinem Z10 der klassischen QWERTZ-Tastatur den Rücken gekehrt und ein Endgerät mit Touchscreen entworfen. Ein großer Schritt für das Unternehmen, um das es gerade im vergangenen Jahr ruhig geworden war. Für Marketing blieb keine Zeit, so sehr konzentrierte man sich auf die Entwicklung der neuen Produkte. Und die Pläne - vor allem mit dem Z10 sind ambitioniert. Nicht weniger als den PC sollen die neuen Smartphones ersetzen, hatte Blackberry-Chef Thorsten Heins angekündigt.

Doch seitdem die Geräte Ende Februar in den Verkauf gegangen sind, hagelt es immer wieder Negativ-Schlagzeilen. Zwar bekommt das Smartphone für seine Technik durchweg positive Kritiken. Die Bedienung sei intuitiv, Blackberry eigenes Betriebssystem voll ausgereift – auch wenn es noch an einigen Apps fehlt. Aber die Kunden scheinen nicht so zugreifen, wie die Kanadier es gehofft haben.

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Und nun auch noch das: In einem Bericht der Firma Detwiler Fenton wurde angedeutet, dass das Z10 im Einzelhandel besonders schwach nachgefragt worden sei. Detwiler Fenton hatte außerdem angegeben, das Z10 werde ungewöhnlich häufig vom Einzelhandel zurückgegeben, ohne die Quelle für diese Informationen offenzulegen.

Wie das Blackberry-Management ankündigte, sollen die Wettbewerbsbehörden in Kanada und den USA den Bericht nun wegen angeblich geschäftsschädigender Angaben prüfen. Das Unternehmen betonte, das Flaggschiff-Modell werde nicht häufiger zurückgeschickt als erwartet und in der Branche üblich. "Anderes anzudeuten ist entweder eine grobe Missdeutung der Daten oder eine absichtliche Manipulation", beschwerte sich Chef Thorsten Heins.

Tatsächlich haben die Kanadier es aktuell schwer am Markt. Während bei Apple und Samsung die Kasse klingelt, werden die Blackberry-Zahlen immer schlechter. Große Kunden sind in letzter Zeit abgesprungen, wie das amerikanische Einkaufszentrum "Mall of America", das seine Angestellten künftig nicht mehr mit Blackberrys, sondern mit dem neuen Lumia 920 von Nokia ausstatten will.

Laut den Analysten Gartner konnte das Unternehmen im ersten Quartal 2012 noch etwa zehn Millionen Geräte weltweit verkaufen, im zweiten und dritten Quartal waren es nur noch acht bis neun Millionen. Noch weiter gingen die Zahlen im Vorweihnachtsgeschäft herunter. Gerade einmal 7,3 Millionen Blackberry-Telefone sind von Oktober bis Dezember 2012 über die Ladentheke gegangen.

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