Bild: REUTERSNokia Lumia 800/900 - Hoffnungsträger
Nokia geht es schon länger nicht mehr gut, deshalb ruht alle Hoffnung auf dem Lumia 900. Das Smartphone ist bereits seit einigen Monaten in den USA zu haben und dort auch ganz erfolgreich. Jetzt gibt es das neue Smartphone mit Windows Phone 7 Betriebssystem auch in Deutschland. Das Gerät soll eine Trendwende für den ehemaligen Handy-Weltmarktführer bringen.Die aus Polycarbonat-Blöcken gefrästen und mit Unibody-Gehäusen versehenen Telefone glänzen mit erstklassigen OLED-Displays von 3,7 und 4,3 Zoll Diagonale sowie je 800x480 Pixeln Auflösung. Auch die Acht-Megapixel-Kameras sind standesgemäß. Während das Modell 800 für UMTS-Netze ausgelegt ist, bringt das Lumia 900 bereits einen LTE-Chip für die nächste Funkgeneration mit. Theoretisch sind darin Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde möglich. Nokia nennt für das zunächst nur im US-Netz von AT&T verfügbare Modell 900 ein maximales Download-Tempo von 50 Mbit/Sekunde.
Technik, Preis:
Windows Phone 7.5
9,4- (L 800) bzw. 11-Zentimeter-Display (L 900)
800x480 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
Preis: rund 400 Euro (Lumia 800, ohne Vertrag) beziehungsweise ab 495 Euro (Lumia 900)
Bild: dapdHTC ONE X - Rasanter Fotograf
Die One-Serie von HTC sollte den Smartphonemarkt über den Haufen werfen. Mit dem One X - dem Spitzenmodell der Serie - könnte das sogar gelingen. Der Bildschirm bietet eine Farbqualität, wie es sie sonst nur beim iPhone gibt, im Smartphone selber läuft ein Tegra-3-Prozessor. Die Kamera ist in 0,7 Sekunden schussbereit und macht bei Serienaufnahmen vier Bilder pro Sekunde.
Technik, Preis:
Android 4,0 mit Sense
4,7 SLCD2-Display
Acht Megapixel Kamera
ab 599 Euro
Bild: REUTERSSamsung Galaxy S3: Der Versteher
Erst im Mai 2012 stellte Samsung sein neues Galaxy S3 vor: Das Smartphone ist keine Revolution im Vergleich zum Vorgänger S2, dafür ist die Technik verbessert, das Gerät ist schneller, die Sprachsteuerung effizient. Diverse Funktionen von der Gesichtserkennung bis zum Automatischen Wählen machen es dem Smartphone möglich, seinen Besitzer zu verstehen und ihm Arbeitsschritte abzunehmen.Technik, Preis:
Google Android 4.0 mit TouchWiz
12,19 Zentimeter-Display
1280 x 720 Bildpunkte
neun Millimeter dick
Acht-Megapixel-Kamera mit 1080p-Videoaufnahme
Preis (ohne Vertrag): ab 699 Euro
Bild: PressefotoSamsung Galaxy S2: Der Blick-Fänger
Der Vorgänger, das Samsung Galaxy S2, ging bereits weg wie warme Semmeln. Die Zehn-Millionen-Marke beim Verkauf hatte Samsung für Ende 2011 angepeilt, aber schon im September geschafft. Im April 2012 waren es bereits 20 Millionen verkaufte Geräte. Trotz des Riesendisplays ermöglicht das Top-Gerät knapp sechs Stunden Dauertelefonieren. Wegen seines Plastikgehäuses wirkt das extrem schlanke Handy allerdings nicht sehr wertig und fast schon zerbrechlich.
Technik, Preis:
Google Android 2.3
Elf-Zentimeter-Display
800 x 480 Bildpunkte
neun Millimeter dick
Acht-Megapixel-Kamera
FullHD-Video
Preis (online, ohne Vertrag): ab 440 Euro
Bild: PressebildHuawei Ascend P1s – Schicker Chinese
Das 2001 auf der CES präsentierte High-End-Smartphone Ascend P1s ist mit 6,7 Millimetern einen knappen halben Millimeter dünner als das Razr von Motorola. Mit 1,5-Gigahertz-Doppelkern-Prozessor, 4,3-Zoll-Amoled-Display und FullHD-Videoaufnahme ist der Anspruch von Huawei klar: Sie wollen ganz nach oben in die Smartphone-Welt. Erste Tests des Geräts zeigen jedoch: In puncto Look-and-Feel ist das derzeit dünnste Smartphone der Welt eher zweitklassig. Der Marktstart in Europa ist für den Sommer 2012 angekündigt.Technik, Preis:
Android 4
Elf-Zentimeter-Display
960x540 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
Preis: noch offen, Markteinführung 2. Quartal 2012
Bild: PressefotoApple iPhone 4 S - Das Designerstück
Das Gerät, an dem sich alle anderen messen lassen müssen, ist dagegen schon seit Oktober 2011 in Deutschland in den Läden. Obwohl das Smartphone "nur" die überarbeitete Version des iPhone 4 ist, rissen die Kunden es den Händlern nur so aus den Händen - sowohl in den USA als auch im Rest der Welt. In den ersten 24 Stunden gingen bei Apple mehr als eine Million Vorbestellungen für das 4S ein, die Deutsche Telekom warnte die Kunden schon vor Verzögerungen. Äußerlich ist das 4S nicht vom Modell 4 zu unterscheiden. Die Neuerungen stecken im Inneren. Wichtigste funktionale Verbesserung ist die Funktion Siri - ein persönlicher digitaler Assistent, der mit Stimmbefehlen gesteuert wird. Der neue A5-Doppel-Kern-Prozessor macht das Handy gegenüber den Vorgängern deutlich schneller. Allerdings sinkt die maximale Standby-Zeit des Gerätes um ein Drittel von 300 auf 200 Stunden. Die Kamera wurde deutlich verbessert und soll Videos in HD-Qualität aufnehmen können. Die Antenne ist nun ebenfalls deutlich leistungsfähiger.
Technik, Preis:
Apple iOS 5
Zehn-Zentimeter-Display
960 x 640 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
mehr als 425.000 Apps
Preis: 629 - 849 Euro (ohne Vertrag)
Bild: dapdSony Xperia S - Markenbotschafter
Als erste Neuerscheinung nach der angekündigten Komplettübernahme des Handyproduzenten Sony Ericsson hat Sony das neue Top-Smartphone Xperia S unter dem neuen, alten Markennamen „Sony“ angekündigt. Mit Doppel-Kern-Prozessor und 4,3-Zoll-Bildschirm spielt es in der ersten Handy-Liga ganz oben mit. Die Display-Auflösung liegt über der des hoch gelobten Retina-Displays von Apples iPhones der 4. Genration. Die Zwölf-Megapixel-Fotokamera markiert einen neuen Spitzenwert für Fotohandys. Videos soll das Xperia S in Full-HD-Qualität aufzeichnen (1920x1080 Pixel), die Wiedergabe am Fernseher läuft über den eingebauten HDMI-Anschluss.Technik, Preis:
Android 2.3.7
Elf-Zentimeter-LCD-Display
1280x720 Bildpunkte
Zwölf-Megapixel-Kamera
Preis: rund 500 Euro (ohne Vertrag, Marktstart 1. Quartal)
Bild: PressefotoMotorola Atrix: Duales System
Mit dem Top-Modell Atrix markiert Motorola den Anspruch, an alte Technikstärken anzuknüpfen. So liefert der Prozessor mit rekordverdächtigen zwei Gigahertz Leistung Rechenpower satt. Trotz des extrem hellen Displays hält das wegen der umfangreichen Ausstattung etwas klobig geratene Telefon rund acht Stunden durch. Wer will, der verwandelt das Handy über ein Erweiterungsmodul mit Akku und integrierter Tastatur in eine Art Laptop light.
Technik, Preis:
Google Android
2.2 Zehn-Zentimeter-Display
960 x 540 Bildpunkte
WLAN-Hotspot
Fingerabdrucksensor
Preis (online, ohne Vertrag): ab 350 Euro
Bild: PressefotoHTC Sensation: Das Block-Kraftwerk
Das Gehäuse aus dem Alublock gefräst, das Touch-Display aus gehärtetem Spezialglas – HTCs High-End-Handy präsentiert sich als robustes, opulent ausgestattetes Büro- Werkzeug, das dafür mit 150 Gramm etwas schwerer wiegt. Neben E-Mail- und Web-Zugriffen ermöglicht das Gerät auch Zugriffe auf HTCs Online-Filmverleih „Watch“. Die Ausdauer allerdings ist mit vier Stunden Dauergespräch eher mittelmäßig.Technik, Preis:
Google Android 2.3
Doppelkern-Prozessor
Elf-Zentimeter-Display
960 x 540 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
FullHD-Video
Preis (online, ohne Vertrag): ab 425 Euro
Bild: PressefotoSony Ericsson Xperia arc: Der Bogen-Funke
Über das Design lässt sich streiten, nicht aber darüber, dass Sony Ericsson mit dem elegant geschwungenen und nur 117 Gramm schweren Top-Modell ein echter Hingucker gelungen ist, der sich von der Masse der Android-Boliden deutlich abhebt. Der integrierte HDMI-Anschluss macht deutlich, dass das Gerät auch als Zuspieler für Flachbild-Fernseher gedacht – und dank der integrierten Acht-Megapixel-Kamera mit HD-Ready-Auflösung auch geeignet ist. Allerdings reicht auch hier die Qualität der Handy-Optik nur numerisch an die regulärer Digitalkameras heran.
Technik, Preis:
Android 2.3
10,8-Zentimeter-Display
854 x 480 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
HDMI-Anschluss und Adapter
Preis (online, ohne Vertrag): ab 320 Euro
Nokia Lumia 800/900 - Hoffnungsträger
Nokia geht es schon länger nicht mehr gut, deshalb ruht alle Hoffnung auf dem Lumia 900. Das Smartphone ist bereits seit einigen Monaten in den USA zu haben und dort auch ganz erfolgreich. Jetzt gibt es das neue Smartphone mit Windows Phone 7 Betriebssystem auch in Deutschland. Das Gerät soll eine Trendwende für den ehemaligen Handy-Weltmarktführer bringen.
Die aus Polycarbonat-Blöcken gefrästen und mit Unibody-Gehäusen versehenen Telefone glänzen mit erstklassigen OLED-Displays von 3,7 und 4,3 Zoll Diagonale sowie je 800x480 Pixeln Auflösung. Auch die Acht-Megapixel-Kameras sind standesgemäß. Während das Modell 800 für UMTS-Netze ausgelegt ist, bringt das Lumia 900 bereits einen LTE-Chip für die nächste Funkgeneration mit. Theoretisch sind darin Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde möglich. Nokia nennt für das zunächst nur im US-Netz von AT&T verfügbare Modell 900 ein maximales Download-Tempo von 50 Mbit/Sekunde.
Technik, Preis:
Windows Phone 7.5
9,4- (L 800) bzw. 11-Zentimeter-Display (L 900)
800x480 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
Preis: rund 400 Euro (Lumia 800, ohne Vertrag) beziehungsweise ab 495 Euro (Lumia 900)
Das Lob kam prompt – und überraschend: Nokias neues Smartphone, das Lumia 900, sei „intuitiv und wunderschön“, lobte ausgerechnet Apple-Mitgründer Steve Wozniak das Flaggschiff der Finnen nach dessen Marktstart. Die Anmutung der Apps sei schöner als die gleicher Programme auf iPhones oder Android-Handys. Er habe sein Lumia daher „fast stets dabei“, sagte der Technik-Guru einem US-Technik-Blog.
Seit wenigen Tagen nun hofft Nokia auf eine ähnlich Begeisterung auch in Deutschland. Denn zu Preisen um 500 Euro ohne Vertrag bieten Netzbetreiber und Handyketten das Lumia 900 jetzt als Konkurrent zu Apples Megaseller iPhone an.
Im Boommarkt der Multimedia-Telefone wird der Erfolg des Top-Modells zukunftsentscheidend. Im April erst verloren die Finnen die Weltmarktführung an Samsung. Und im ersten Quartal des Geschäftsjahres schrieben sie 1,6 Milliarden Euro Verlust – mehr als im ganzen Jahr zuvor.
Teure Bauteile und Herstellung
Doch selbst wenn sich Nokias Hoffnungen erfüllen und Deutschlands Handykäufer es Wozniak zigtausendfach nachtun – der einstige Branchenprimus hat bei der Jagd auf Apple ein massives Profitabilitätsproblem. Das macht eine Analyse des US-Beratungsunternehmens iSuppli deutlich, das dafür Lumia und iPhone kunstvoll zerlegt hat: Mangels „einer dem iPhone vergleichbar kultigen Attraktivität“ müsse Nokia sein Handy nicht nur billiger verkaufen als Apple, sagt Analyst Wing Lam. Die Finnen zahlten auch noch mehr für Bauteile und Produktion.
So muss Apple nach iSuppli-Kalkulation weniger als ein Viertel des Verkaufspreises für Material und Montage aufwenden. Bei Nokia geht mehr als ein Drittel des Erlöses für Hardware und Herstellung drauf. Die Folge: Apple kann pro iPhone fast 475 Euro für Logistik oder Marketing ausgeben – oder als Profit verbuchen. Nokia bleiben pro Lumia nicht mal 330 Euro.
Gemessen an der Profitabilität, stechen die Kalifornier aus der gesamten Industrie weit heraus. Grund ist das einmalige Geschäftsmodell: Gestützt auf die Attraktivität von Gerät und Plattform, verzichtet Apple darauf, unterschiedliche Mobiltelefone zu produzieren. „Abgesehen von Speichergröße und Schwarz und Weiß als Farbe gibt es keine Anpassungen für Netzbetreiber,“ sagt Analyst Lam, „keine Logos, keine Softwarevarianten – nichts.“
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