Sony-Präsentation: Was die neue Playstation kann

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Sony-Präsentation: Was die neue Playstation kann

Sieben Jahre mussten Playstation-Fans auf eine neue Spielekonsole aus dem Haus Sony warten. So lange ist es bereits her, dass die Playstation 3 auf den Markt kam. Der Nachfolger wurde nun in New York vorgestellt. Was das Gerät kann, dürfte Gamer mehr als erfreuen.

Zwar setzt Sony auf eine x86-Prozessortechnik, wie sie aus dem PC bekannt ist. Doch die hochgezüchtete Version sorgt für eine deutlich höhere Rechenleistung, so dass viel realitätsnähere Grafiken ermöglicht werden. Der Schwenk zur Standardtechnik soll es den Entwicklern erleichtern, Spiele zu entwerfen.

Neu ist außerdem die Anbindung an Soziale Netzwerke und andere mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. „Die Menschen interagieren heute anders miteinander als noch vor ein paar Jahren“, sagte der für Deutschland verantwortliche Sony-Manager Uwe Bassendowski am Rande der Vorstellung. Diesem neuen Verhalten im Netz trägt Sony nun Rechnung.
So lassen sich Sequenzen aus dem laufenden Spiel per Knopfdruck direkt an Freunde schicken. Dafür hat das Unternehmen einen „Teilen-Button“ direkt am neuen Controller angebracht. Doch auch abseits der Konsole können sich Gamer über Apps für Mobilgeräte austauschen oder neue Titel über das Internet bestellen.

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Was Sonys Playstation 4 kann

  • Bessere Grafik

    Die Playstation 4 bekommt eine „hochgezüchtete“ Version der bekannten x86-Prozessorentechnik aus dem PC. Der Vorgänger Playstation 3 basierte noch auf einer speziellen Chiparchitektur. Durch die höhere Rechenleistung werden noch realitätsnähere Grafiken möglich.

  • Teilen-Button

    Sony setzt mit der neuen Playstation auch eine soziale Plattform ein. Dazu gehört unter anderem ein "Teilen"-Button, der an dem neuen Controller angebracht ist. Damit können sich Spieler beim Zocken virtuell über die Schulter schauen.

  • Spiele streamen

    Auch das Mitschneiden und veröffentlichen von Spielsequenzen soll mit der Playstation4 stark vereinfacht werden. Dafür kooperiert Sony mit dem Streaming-Dienst UStream. Dank des Dienstleisters wird es möglich, sein Spiel live mit einem größeren Publikum zu erleben.

  • Controller

    Der Controller verfügt über ein Touchpad, außerdem erfasst er den Standort des Spielers im Raum. Um das zu ermöglichen, wurde die neue Konsole mit einer Stereokamera ausgestattet.

  • Alte Spiele laufen vorerst nicht

    Wer eine große Spielesammlung für die PS3 besitzt, dürfte sich ärgern. Die alten Spiele sind mit der neuen Playstation vorerst nicht kompatibel. Seitens Sony hieß es jedoch, dass an einer entsprechenden Lösung gearbeitet werde. Die Lösung für das Problem könnte ebenfalls in der Cloud liegen, so dass die Playstation quasi zum Game-Server wird, auf dem die eigenen Spiele abgelegt und von überall jederzeit gespielt werden können.

  • Cloud im Einsatz

    Insgesamt stehen mit der Playstation 4 acht Gigabyte Arbeitsspeicher für CPU und Grafik zur Verfügung. Der Austausch unter den Geräten mit anderen Spielern wird erstmals möglich und über eine Cloud abgewickelt.

Einmal begonnene Spiele können künftig auf der tragbaren Playstation Vita weitergespielt werden - wenn beispielsweise der Nachwuchs den Fernseher in Beschlag nimmt. Die Playstation 4 fungiert dann als Server, der Bilder und Töne an den kleinen Bruder „Vita“ überträgt. „Nicht mehr das Wohnzimmer ist der Mittelpunkt, sondern der Spieler“, beschrieb Sony-Spartenchef Andrew House bei der Präsentation diese Verschiebung des Fokus.
Wie E-Books oder Musik können künftig auch die Spiele für Playstation 4 direkt aus dem Internet heruntergeladen werden. Dabei kann mit dem Spielen schon begonnen werden, bevor der Download vollständig abgeschlossen ist, was angesichts der großen Datenmengen ein echter Zeitvorteil ist.

Spielkonsole Playstation 4 soll Sony wieder Glanz verleihen

Am Mittwochabend präsentiert Sony in New York erste Details zu seiner neuen Spielkonsole Playstation 4, die dem Konzern wieder Glanz verleihen soll. Doch können Spielkonsolen die Kundschaft wirklich begeistern?

Wie lange können Spielkonsolen die Kundschaft noch begeistern? Quelle: AP


Sony antwortet mit dieser Vernetzung auf die Beliebtheit von Smartphones und Tablet-Computern besonders bei Gelegenheitsspielern. Die Handyspiele können längst bequem online herunterladen werden und sind in der Regel günstiger als Konsolentitel. Viele Spieler tummeln sich auch bei Facebook und errichten virtuelle Bauernhöfe bei „Farmville“ oder ganze Städte bei „Cityville“.
Die Playstation 3 ist seit Ende 2006 zu haben und verkaufte sich nach der Schätzung des Marktforschers IDC seitdem 77 Millionen Mal. Die Konsole war zu ihrer Zeit revolutionär, vor allem dank des Blue-ray-Laufwerks. Allerdings war sie auch relativ teuer und wurde die ersten Jahre beim Absatz von Nintendos günstigerer Wii überholt. Zuletzt war die Xbox 360 die bestverkaufte Spielekonsole, vor allem seit Microsoft die Bewegungssteuerung Kinect herausgebracht hatte.

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Für Sony ist ein Erfolg der Playstation 4 wichtig. Der Konzern schreibt unter dem Druck von Rivalen wie Apple oder Samsung seit geraumer Zeit Verluste. Das Spielegeschäft war im zurückliegenden Weihnachtsquartal wegen schwacher Playstation-Verkäufe um 15 Prozent zurückgegangen. In dem Ende März abschließenden Geschäftsjahr hofft Sony erstmals seit fünf Jahren wieder auf einen Gewinn.
Das Erscheinen der Playstation 4 bedeutet aber nicht gleichzeitig das Aus für den Vorgänger. „Die Playstation 3 lebt weiter“, sagte Deutschland-Manager Bassendowski. „Ich gehe davon aus, dass wir die noch mindestens zwei Jahre verkaufen.“ 

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