ThemaGadgets

Soundsysteme: Wie der Kino-Sound ins Wohnzimmer kommt

04. Februar 2013
Kino-Erlebnis auf dem Sofa. Ohne das richtige Soundsystem wird das schwierig. Quelle: obsBild vergrößern
Kino-Erlebnis auf dem Sofa. Ohne das richtige Soundsystem wird das schwierig. Quelle: obs
von Meike Lorenzen

Immer größer werden die Fernseher in deutschen Wohnzimmern. Doch wer ein echtes Kinoerlebnis möchte, könnte trotz der gigantischen Zoll-Zahl am Bildschirm enttäuscht werden. Denn das Bild ist nicht alles.

Anzeige

Ein kleiner Junge steht mitten im Baseballfeld in Gotham City am Mikrophon. Die Zuschauer halten sich die Hand auf das Herz, während die Stimme des Kindes glockenklar die amerikanische Nationalhymne singt. Kurz darauf startet das Spiel, die Menge grölt aus jeder Ecke des Stadions, einer der Sportler rennt auf dem Weg zum Homerun, während sich hinter ihm unter Getöse die Erde auftut und nichts als ein Krater zurück bleibt, in den die anderen Sportler unter Schreien stürzen. Die Soundkulisse, die dieser kleine Ausschnitt aus dem aktuellen Batman-Film „The Dark Knight Rises“ von Regisseur Christopher Nolan wiederspiegelt, zeigt die Komplexität mit der Soundtechniker in Filmen arbeiten. Klänge setzen ebenso wie das Bild Emotionen frei. Und dieses Erlebnis wollen immer mehr Menschen auch in ihrem eigenen Wohnzimmer haben.

Entsprechend schaffen sich immer mehr Menschen große Flachbildschirm-Fernseher an und greifen dafür tief in die Tasche. Laut Stiftung Warentest geben die Deutschen im Durchschnitt 600 Euro für LCD-Fernseher aus. Spitzengeräte von über 50 Zoll, mit denen auch im Netz gesurft und Filme in 3D geschaut werden können, kosten oft deutlich mehr als das doppelte.

Flache Fernseher, flacher Ton

Doch wer sich den aktuellen Batman-Film auf DVD angeschafft und zu Hause auf dem Flachbildschirm angeschaut hat, dürfte trotz gewaltiger Bilder enttäuscht worden sein. Zumindest, wenn nicht auch in ein entsprechendes Soundsystem investiert wurde. Denn so schön die Bilder der neuen superflachen Fernseher sind, der Sound der Geräte ist eher dünn und unausgewogen. Für einen guten Klang muss eine Soundanlage her.

Wer den Super-Sound möchte, hat drei Möglichkeiten: die platzsparende Lösung in Form einer Soundbar, ein Komplettsystem mit Boxen und Bluray-Player oder ein Lautsprecherset, das an einen klassischen AV-Receiver, also ein Mehrkanal Hi-Fi-Verstärker, anzuschließen ist. Darüber werden Lautsprecher, Fernseher, Verstärker und Videoprojektoren gesteuert.

Eines sei gleich vorweggenommen, wer sich für die letzte Variante entscheidet, dem steht die große Welt der Lautsprecherboxen offen. Mit dieser Möglichkeit lässt sich der Klang besonders individuell und hochwertig einrichten. Je nachdem für welche Boxen und Modelle sich hier entschieden wird, kann dieses klassische Variante von kostengünstig bis kostspielig werden. Eines ist aber sicher: Das Lautsprecherset via AV-Receiver nimmt eine Menge Platz weg. Deutlich praktischer und daher auch verbreiteter sind Soundbars und Heimsysteme.

HDMI-Kabel-Typen

  • HDMI-Standard

    Das Standardkabel beinhaltet nur die Grundleistungen, sowie die Mindestanforderungen, 1080i bzw. 720p mit einer Frequenz von mindestens 75 MHz zu übertragen. Die Übertragung ist bis zu einer Kabellänge von zehn Metern möglich. Die übertragbare Datenrate beträgt mindestens 1,782 GBit/s und maximal 2,25 GBit/s.

  • HDMI-Standard mit Ethernet

    Ähnliche Eigenschaften wie das Standard-Kabel, nur mit einem zusätzlichen HDMI-Ethernet-Channel (HEC) für eine Netzwerkverbindung. Nur diese Kabel sind für HEC geeignet, obwohl für Ethernet die bereits reservierten Adern genutzt werden, diese im Kabel aber verdrillt sein müssen, um Störungen zu vermindern.

  • HDMI-Standard Automotive

    Standard-HDMI-Kabel mit Stecker-Typ E, die nur im Fahrzeugbereich eingesetzt werden. Diese Kabel wurden extra für die Anforderungen im Fahrzeugbereich entwickelt, um etwa Temperaturschwankungen und Vibrationen zu widerstehen. Die Auflösung ist auf 720p/1080i beschränkt.

  • HDMI-High Speed

    Diese Kabel übertragen Full HD 3D und Deep Color bis 1080p mit einer Frequenz von mindestens 340 MHz. Die übertragbare Datenrate beträgt mindestens 8,16 GBit/s und maximal 10,2 GBit/s. Außerdem ist 4K2K (High-Definition Videoformat) möglich. Mit High-Speed-HDMI-Kabeln ist eine Distanz von bis zu 7,50 Meter Kabellänge möglich.

  • HDMI-High Speed mit Ethernet

    Wie High Speed HDMI-Kabel, nur mit einem zusätzlichen HDMI-Ethernet-Channel (HEC) für eine Netzwerkverbindung.

Vor allem Soundbars sind die Platzsparer unter den Soundsystemen. Der Begriff Soundbar lehnt an die Stabform der Box an. „Bar“ heißt auf Deutsch „Stab“ oder auch „Stange“. Die kleine Box wird am besten direkt unter oder vor dem Fernseher platziert und im Idealfall mit einem digitalen HDMI-Kabel (High Definition Multimedia Interface) statt einem analogen Stereo-Cinch-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden. Auch für die Verbindung mit Bluray- oder DVD-Spielern funktioniert der Anschluss via HDMI am besten. Diese Schnittstelle hat die Industrie bereits vor zehn Jahren für die Unterhaltungsindustrie entwickelt. Sie überträgt neben dem Bild auch den Mehrkanal-Sound von Kinofilmen - wie in "The Dark Knight Rises".

Anzeige
Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 05.02.2013, 17:01 UhrNoTV

    Was für Kinofilme denn?

    Das Fernsehen haben wir technisch gesehen auf ein solches Niveau gebracht, daß eine weitere Steigerung zwar möglich ist. Notwendig ist das aber nicht.

    Denn inhaltlich hat man das Fernsehen unter ein solches Niveau gebracht, daß dieses Niveau schon lange unerträglich ist und kaum noch unterboten werden kann. Dennoch wird es täglich primitiver.

    Das Fernsehen ist heute eine Anstalt, deren Insassen über 7 Milliarden Euro im Jahr verbrauchen. Das schwachsinnige Ergebnis all dessen wird spätere Generationen einmal fragen lassen, um was für eine Epoche es sich damals wohl gehandelt haben mag. Der Vater des Fernsehens, Manfred von Ardenne, erkannte schon vor Jahrzehnten: „Fernsehen ist meine schrecklichste Erfindung“.

    Das Internet wird das Fernsehen ohnehin aushebeln, denn Fernsehen ist technisch gesehen ein am Boden liegendes Auslaufmodell, kurz: informationstechnische Steinzeit. Es arbeitet nämlich nur unidirektional (ohne Rückkanal), ermöglicht also keinerlei Informationsaustausch und gestattet somit nichts als den Abruf vorgefilterter Meinungen und Vermeldungen - verpackt in unterschiedlichen Formaten. Intelligente interessiert das bestimmt nicht. Sie informieren sich auf technisch und somit inhaltlich höherem Niveau. Unterhaltung läuft zukünftig auch anders - es sei denn für die ganz Alten oder für die geistig Zurückgebliebenen oder für die Unterschicht.

Alle Kommentare lesen
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.