Spielekonsolen: Sony will noch im Februar Playstation 4 vorstellen

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Spielekonsolen: Sony will noch im Februar Playstation 4 vorstellen

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Kommt bald der Nachfolger der Play Station 3 (PS3) Spielekonsole auf den Markt?

von Meike Lorenzen

Mit der neuen Spielekonsole will das japanische Unternehmen stärker auf die Interaktion von Gamer und Gerät setzen. Ein Trend, dem auch Microsoft mit der neuen Xbox folgen will. Doch wer macht am Ende das Rennen?

Blitze, Formen, düstere Musik – dann das Datum: 20. Februar 2013. Sony hat am Donnerstag ein Promovideo präsentiert, das die Herzen von Spielekonsolenfans höher schlagen lässt. Es scheint, als könnte das Unternehmen noch in diesem Monat die Playstation 4 vorstellen. Sony hatte seine aktuelle Playstation 3 im Jahr 2006 herausgebracht. Sie war für damalige Verhältnisse üppig mit Rechenleistung ausgestattet und führte bereits ein Blu-ray-Laufwerk an Bord. Allerdings war sie dadurch auch relativ teuer und wurde die ersten Jahre beim Absatz von Nintendos deutlich günstigerer Wii-Konsole überholt. Zuletzt war die Microsoft Xbox 360 die bestverkaufte Spielekonsole, insbesondere seitdem der Konzern seine neuartige Bewegungssteuerung Kinect auf den Markt brachte.

Die große Show der Japaner wird nun im Februar in New York stattfinden. Auch wenn Sony bisher die wilden Gerüchte um den PS3-Nachfolger noch nicht bestätigt hat, sprechen etliche Indizien dafür, dass die Playstation 4 präsentiert werden wird. Details will das Wall Street Journal erfahren haben. Danach soll das neue Flaggschiff aus dem Hause Sony vor allem Funktionen für das sogenannte Social Gaming enthalten. Auch neue Hardware wird verarbeitet sein, allerdings haben die Japaner einen deutlichen Schwerpunkt auf die Gamer-Konsolen-Kommunikation gesetzt. Mit dem neuen Gerät will man auf die Möglichkeiten der Cloud bauen. Da es in einigen Ländern noch nicht die nötige Netz-Infrastruktur gibt, wird Sony – wie auch der Haupt-Konkurrent Microsoft bei seinen Geräten - nicht auf ein eigenes Laufwerk verzichten.

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Wie der PS3-Nachfolger heißen wird, ist bisher nicht bekannt. Angeblich wird der Prototyp „Orbis“ genannt. Auf die Zahl „4“ wolle man unternehmensseitig wohl verzichten. Das Wort für „Vier“ wird im chinesischen wie das Wort „Tod“ ausgesprochen. Entsprechend negativ belegt ist die Zahl im asiatischen Raum.

Wann der PS3-Nachfolger auf den Markt kommen wird, ist derzeit nicht bekannt. Laut Wall Street Journal könnte es aber noch im Laufe des Jahres der Fall sein. Damit fordert Sony den Konkurrenten Microsoft heraus. Die Amerikaner hatten ebenfalls für 2013 angekündigt, mit der neuen Xbox an den Markt zu gehen die momentan unter dem Projekttitel Xbox 720 läuft.

Geplant ist ein regelrecht revolutionäres Spielerlebnis. Zumindest ließ sich das Unternehmen eine Methode patentieren, die eine Datenbrille mit der Konsole verbindet. Dadurch könnte "Augmented Reality" wie bei Google Glasses künftig auch beim Gaming zum Einsatz kommen. Zusätzlich will Microsoft eine abgespeckte Xbox 360 rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft 2013 auf den Markt bringen. Kein Wunder also, dass auch Sony stärker auf die Interaktion von Konsole und Gamer setzen wird.

Der direkte Wettbewerb der beiden Marktführer ist durchaus spannend. Wer wird zuerst an den Markt gehen? Und wie ausfeilt ist die Technik dann? Das Desaster der Maps auf dem iPhone 5 hat gezeigt, dass ein halbfertiges Produkt durchaus rufschädigend sein kann. Vielleicht hat sich Sony-Chef Kaz Hirai auch deshalb im Gespräch mit der britischen Tageszeitung „The Times“ zögerlich geäußert: "Warum zuerst auf den Markt gehen, wenn die Wettbewerber dann die Möglichkeit haben, die technischen Spezifikationen zu studieren und mit etwas Besserem zu antworten?“

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Andererseits wird sich derjenige, der als erster an den Markt geht, ganz sicher als Sieger im Wettlauf um die Nutzergunst begreifen. Der Markt ist hart umkämpft. Insgesamt sinkt der Absatz von Spielekonsolen. Einigen Verbrauchern reicht das Spieleerlebnis am Smartphone und Tablet, das immer besser wird und im Verhältnis günstig ist. Gleichzeitig wird der Ärger darüber größer, dass auf bestimmten Konsolen nur bestimmte Spiele laufen.

Wie schwierig die Zeiten für Spielekonsolenhersteller sind, zeigen auch die letzten Nintendo-Zahlen. Nintendo hatte bereits in November seine neue Wii U herausgebracht, sie verkauft sich allerdings nicht so gut wie erwartet. Nachdem sich die Wii U im Weihnachtsgeschäft gut drei Millionen Mal verkaufte, rechnet der japanische Spiele-Spezialist im laufenden Quartal mit einem Absatzeinbruch auf rund eine Million Geräte.

Mit Material von dpa

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