Sprachsteuerung: Moto X hört aufs Wort

Sprachsteuerung: Moto X hört aufs Wort

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Das Motorola Moto X hat das mobile Betriebssystem Android installiert.

Der Markt für Smartphones wird immer schnelllebiger. Google hat sein neues Handy Moto X vorgestellt, das bei der kriselnden Tochter Motorola das Ruder herumreißen soll.

Google hat sein Handy Moto X vorgestellt. Das Smartphone mit dem hauseigenen Betriebssystem Android soll das neue Flaggschiff bei der kriselnden Tochter Motorola sein. Besonders an dem Gerät ist, dass jeder Kunde sein Handy selbst gestalten und so personalisieren kann. Über einen Online-Konfigurator kann er etwa aus verschiedenen Gehäusen (darunter auch eine Rückseite aus Holz), Farben, Speichergrößen oder Hintergrundbildern wählen - es soll 500 unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten geben. Außerdem kann der Besitzer die Rückseite mit seinem Namen oder einer Nachricht prägen lassen. Ausgerüstet ist das Smartphone mit einem 1,7 Gigahertz Snapdragon Dual-Core-Prozessor, 16 oder 32 Gigabyte internem Speicher, einem 4,7-Zoll-Display und einem Akku mit 2200 mAh Leistung.

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Die technische Ausstattung ist wenig spektakulär. Vor allem setzt Google bei dem ersten Motorola-Smartphone unter seiner Regie auf neuartige Steuerung. So kann der Nutzer das Telefon mit dem gesprochenen Befehl „Ok, Google Now“ angehen lassen. Dafür hört ein Mikrofon immer zu und kann die Stimme des Besitzers erkennen, wie die Google-Tochter Motorola bei der Vorstellung am späten Donnerstag erläuterte. Dreht man mehrfach das Handgelenk, springt die Kamera an. Laut erster Berichte soll die 10-Megapixel-Kamera auf der stark gewölbten Rückseite des Smartphones sein. Durch größere Pixel, soll sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Bilder schießen.

Die Sprachsteuerung erinnert stark an die Datenbrille „Google Glass“, die ebenfalls Befehle nach dem Aufruf „Ok, Glass“ ausführt. Das umstrittene neue Gadget ist gerade in der Testphase und steht bisher nur ausgewählten Webentwicklern zur Verfügung.

Google hatte den Kauf von Motorola für 12,5 Milliarden Dollar nach langer Prüfung durch die Wettbewerbsbehörden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Das Moto X wurde danach von Grund auf neu entwickelt, wie der neue Motorola-Chef Dennis Woodside betont. Es gewährt unter anderem durch die Sprachfunktion noch direkteren Zugriff auf Google-Dienste. Es läuft überraschenderweise jedoch nicht mit der neuesten Version des Google-Betriebssystems Android. Google hatte immer wieder versichert, dass Motorola in der Android-Welt keine Vorteile bekommen werde. Die Entwicklung wurde von anderen Herstellern von Android-Geräten wie Samsung oder LG sehr aufmerksam beobachtet.

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Der von Google eingesetzte Motorola-Chef Dennis Woodside hatte den Fokus auf Sensoren in neuen Smartphones des Unternehmens bereits angekündigt. So sollen sie zum Beispiel erkennen, ob sie gerade in der Tasche stecken oder im fahrenden Auto unterwegs sind und sich entsprechend verhalten. Motorola, der Erfinder des modernen Handys, war in den vergangenen Jahren im Smartphone-Markt hinter erfolgreichere Rivalen wie Samsung oder Apple mit seinem iPhone zurückgefallen. Der Marktanteil liegt jetzt nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Das Moto X wird voraussichtlich Ende August oder Anfang September in den USA auf den Markt kommen. Erwartet wird ein Verkaufspreis von 199 Dollar. Das Moto X soll mit dem iPhone von Apple und der Galaxy-Reihe von Samsung im Oberklasse-Segment konkurrieren. Ob und wann es auch in Europa angeboten wird, ist bisher unklar.

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