Startup warnt Tech-Riesen: Warum Apples Uhr nicht iWatch heißt

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Startup warnt Tech-Riesen: Warum Apples Uhr nicht iWatch heißt

Das Apple-Gadget fürs Handgelenk muss iWatch heißen - dachten Fans zumindest. Doch der Technologieriese nannte die Uhr "Apple Watch" - aus gutem Grund.

Noch bevor Apple Inc. im vergangenen Monat seine Smartwatch vorstellte, hatten die Fans bereits einen Namen dafür auserkoren: iWatch. Doch als Apple-Chef Tim Cook bei seinem Auftritt die Namensgebungskonvention der Firma brach und das Gerät “Apple Watch” nannte, waren viele Leute ziemlich überrascht.

Nicht jedoch Daniele Di Salvo. Sein in Dublin beheimatetes Studio für Softwareentwicklungen besitzt nämlich die Markenrechte für iWatch in der Europäischen Union - und er hatte Apple und andere Firmen davor gewarnt, den Namen zu benutzen.

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Di Salvo, ein 50-jähriger italienischer Unternehmer, hat Probendi im Jahr 2007 mitgegründet. Sein Unternehmen entwickelt eine Anwendung, die iWatch genannt wird und die verschiedenen Geräten dabei hilft, miteinander zu kommunizieren. Die Polizei in Vercelli, einer kleinen Stadt im Norden Italiens, nutzt diese Anwendung beispielsweise auf ihren Smartphones, um Fahndungsfotos ans Hauptquartier zu senden.

Markenname iWatch ist bereits geschützt

Probendi hat einen Markenantrag für iWatch eingereicht, der sowohl EDV-Geräte als auch Software umfasst und am 3. August 2008 in Kraft getreten ist, wie Di Salvo telefonisch in einem Gespräch mit Bloomberg News erklärte.

“Probendi ist die einzige Gesellschaft, die zur Nutzung des Namens 'iWatch' für Produkte wie die 'Apple Watch' in der Europäischen Union berechtigt ist”, erklärt Di Salvo. Das Unternehmen werde “unverzüglich alle angemessenen rechtlichen Schritte einleiten, um gegen eine unbefugte Nutzung vorzugehen”.

Apple und die Computeruhr

  • Ein großes Team

    Apple arbeitet laut Medienberichten mit einem großem Team an einer Computer-Armbanduhr: 100 Mitarbeiter seien daran beteiligt, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. Darunter seien neben Designern und Software-Entwicklern auch Manager und Marketing-Experten. Die Größe der Mannschaft weise darauf hin, dass Apple bei der Entwicklung des Geräts über die Phase der Experimente hinaus sei.

  • Ein bisschen wie das iPhone?

    Über die Funktionen wird bereits spekuliert. So soll das Gerät eine Oberfläche aus gebogenem Glas haben, wie die „New York Times“ erfahren haben will. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Apple an einer Uhr arbeite, die einige Funktionen des iPhone übernehmen könne. Als besondere Herausforderung gilt die Akku-Laufzeit.

  • Der Name ist geschützt

    Den Namen „iWatch“ will sich das Unternehmen offenbar bereits in mehreren Ländern schützen lassen.

  • Es gibt schon Konkurrenz

    Die Idee an sich ist nicht neu. Schon jetzt bietet Sony eine Smartwatch an, eine ähnliche Idee steckt auch hinter der italienischen i'm Watch. Weitere Geräte wie das US-Projekt Pebble sind auf dem Weg.

  • Zwang zur Innovation

    Apple-Chef Tim Cook steht unter Druck, ein neues innovatives Produkt vorzustellen. Die Aktie verlor seit den Höchstwerten im September massiv an Wert. Kritiker werfen Apple eine nachlassende Innovationskraft vor, weil das Unternehmen seit dem Start des iPad-Tablets 2010 nur Weiterentwicklungen bisheriger Geräte vorgestellt habe. Mit einer eventuellen „iWatch“ könnte Apple die Skeptiker widerlegen.

Patentkriege haben Tech-Giganten wie den iPhone-Hersteller Apple schon öfter in langwierige Gerichtsverfahren verwickelt; doch sich im globalen Markenrechtssystem zurechtzufinden kann ebenso anstrengend sein. So verklagte Apple Amazon wegen der Nutzung des Begriffs “Appstore" für seinen Kindle-Software-Marktplatz, was einen zwei Jahre langen Rechtsstreit nach sich zog, der letztlich beigelegt wurde.

Im Jahr 2012 zahlte Apple 60 Millionen Dollar, um eine markenrechtliche Auseinandersetzung in China wegen der Nutzung des Begriffs ‘‘iPad'' beizulegen. 2006 stellte der damalige Konzernchef Steve Jobs ein Produkt mit dem Namen ‘‘iTV'' vor. Als das Gerät schließlich auf den Markt kam, hieß es jedoch ‘‘Apple TV''. Grund dafür waren damals Einwände des britischen Fernsehsendernetzwerks ITV gegen die Namensgebung der Set-Top-Box.

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Probendi will von seinen Rechten vollumfänglich Gebrauch machen und plant die Entwicklung eines eigenen am Körper zu tragenden Geräts mit dem Namen iWatch. Di Salvo geht davon aus, dass es die Android-4.4-Software von Google benutzen wird und einen quadratischen Bildschirm mit Berührungseingabe besitzen wird. Auch GPS, ein Beschleunigungsmesser für Fitness- Programme und andere Anwendungen werden demnach ins Auge gefasst.

Di Salvo reist durch China, um einen Hersteller für seine iWatch zu finden, die Apple unterbieten soll. Denn der Preis seines Geräts soll niedriger sein als die 349 Dollar, die man für eine Apple Watch hinblättern muss.

Seit Apple seine Smartwatch am 9. September vorgestellt hat, sind die Aktien des im kalifornischen Cupertino ansässigen Unternehmens im New Yorker Handel um mehr als neun Prozent auf einen Schlusskurs am Mittwoch von 107,34 Dollar gestiegen.

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