Stiftung Warentest: Apple Watch ist ein "teures Spielzeug"

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Stiftung Warentest: Apple Watch ist ein "teures Spielzeug"

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Angewiesen auf das iPhone: Wie die meisten anderen Smartwatches funktioniert auch Apples Armbanduhr nicht eigenständig.

Die Stiftung Warentest hat die Apple Watch auf Funktionen wie Akkulaufzeit, Sprachqualität und Navigationsfähigkeit überprüft. Das Urteil: ein nettes, aber teures Spielzeug.

Die Apple Watch sei zwar ein "nettes Spielzeug für Technikfans", für die "breite Masse" hingegen jedoch teuer und ohne iPhone nahezu unbrauchbar, lautet das Fazit der Stiftung Warentest. Die Verbraucherorganisation hatte in einem Schnelltest das Standard-Modell der Apple Watch und die günstigste Variante Watch Sport jeweils mit 38- und 42-Millimeter-Display untersucht.

Die Stiftung kritisiert zunächst den hohen Preis der Apple Watch: 400 Euro zahlen Verbraucher für das günstigste Modell, ganze 18.000 Euro hingegen für die teuerste Variante mit einem Gehäuse aus 18-karätigem Gold plus Lederarmband. Die Technik, so die Stiftung Warentest, sei hingegen bei allen Modellen dieselbe.

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Auch das Bedienen der Computeruhr stellt sich nicht ganz so leicht dar: Die Nutzer der Apple Watch können zwar zwischen aufwändig animierten Ansichten auf dem Display wählen, müssen den Monitor jedoch unterschiedlich stark berühren. Wer den "Force Touch", also den starken Druck auf das Display, nicht kennt, dürfte schnell irritiert sein, so das Urteil der Tester.

Die Apple Watch schalte sich außerdem zu schnell ins Standby: Die Uhrzeit sei nur sechs Sekunden lang zu sehen, dann werde das Display schwarz. Diese Funktion hat Apple absichtlich eingebaut, um Energie zu sparen. Denn die Akkulaufzeit der Uhr gilt schon lange als Minuspunkt: Im Schnelltest hält der Akku der kleineren Apple Watch nur 18 Stunden durch, der der größeren rund 19 Stunden – die der beiden Sport-Modelle laufen jeweils eine Stunde weniger. Ganze zwei Stunden dauert es übrigens, bis der Akku der Uhr wieder vollständig aufgeladen ist.

Wie die meisten anderen Smartwatches funktioniert auch Apples Uhr nicht eigenständig. Neben GPS fehlt der Armbanduhr vor allem die eigene Mobilfunkanbindung und ist deshalb via Bluetooth an eines der neueren iPhone-Modelle gekoppelt. Mit anderen Smartphones ist die Apple Watch nicht kompatibel.

Auch das Telefonieren mit der Uhr ist laut Warentest-Ergebnissen eher gewöhnungsbedürftig. Insbesondere die Sprachqualität wird von den Testern kritisiert: Das Gesprochene klinge teilweise dumpf, gelegentlich erklingen Echos. Mails und Kurznachrichten gehen zwar zuverlässig ein, lassen sich jedoch nicht auf der Armbanduhr selber beantworten.

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Das "Blindnavigieren", womit Apple wirbt, funktioniert auch nur mäßig: Das Rechts- und Linksabbiegen signalisiert die Uhr zwar durch unterschiedlich viele Vibrationssignale sowie hohe oder tiefe Töne, doch häufig ertönen die Signale zu früh. Der Nutzer kann sich also nicht ganz "blind" verlassen, sondern muss immer wieder auf das Handgelenk schauen.

Doch die Stiftung Warentest lobt auch einige Funktionen der Uhr: So sind alle getesteten Uhren wasserfest und kratzfester als beispielsweise Smartphones. Auch die Schritte des Nutzers misst die Apple Watch präzise, ebenso wie den Puls. Die Herzfrequenz wird fast so exakt wie bei einem EKG aufgezeichnet.

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