Straßenlaternen: Hightech-Laternen sollen dem Staat Daten liefern

Straßenlaternen: Hightech-Laternen sollen dem Staat Daten liefern

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Ein Arbeiter wartet die Straßenlaternen an der Leipziger Straße in Berlin.

von Christian Schlesiger

Straßenlaternen können mehr als nur Licht spenden: sie sammeln Daten oder liefern WLAN. Das bietet die Chance für eine bessere Verkehrs- und Umweltpolitik in Städten.

Köln, Stadt des Doms und des Karnevals, ist nicht unbedingt für seinen Fortschrittsdrang bekannt. Doch mitten im Zentrum, auf der Neusser Straße in Nippes, testet die Rheinmetropole gerade eine neue Technologie – in der Größe ein bundesweit einmaliges Projekt.

36 Straßenlaternen dimmen entlang der Straße Licht nach Bedarf, sammeln Daten zu Lärm und Feinstaub, senden Infos über freie Parkplätze und funken als WLAN. Nur auf den Umbau zur Ladesäule für Elektroautos hat die Stadt verzichtet, noch. Betrieben werden die Masten vom Stromlieferanten Rheinenergie.

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Die Laternen am Straßenrand, vollgepackt mit Hightech, gelten als Chance für eine bessere Verkehrs- und Umweltpolitik in Städten – und als Markt mit Zukunft. Daher will die heimische Industrie in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN) gleich auch europaweit technische Standards für die Laternen 4.0 festlegen. Bis Juni möchte sich das Konsortium konstituieren: Dabei sein sollen Rheinenergie, der Energiekonzern EnBW und mindestens eine deutsche Kommune.

Intelligente Lampe Straßenlaterne lädt E-Autos und liefert Wetterdaten

Manche deutschen Straßenlaternen sind ziemlich alt - EnBW baut nun im Süden moderne High-Tech-Leuchten.

Messen, Laden, Leuchten: Eine Generation von Alleskönner-Laternen kommt. (Foto: EnBW)

Die Aktion ist Industriepolitik in Reinform. „Wer den Standard setzt, hat den Fuß im Markt“, sagt Joachim Lonien, Projektleiter beim DIN. Ein Großteil der rund 60 Millionen Straßenlaternen in Europa werde bis 2030 ausgetauscht und um neue Funktionen erweitert.

Deutschland sei das einzige Land, das an Standards für die Straßenbeleuchtung arbeite, so Lonien. Das DIN, das vom Bund gegenüber internationalen Organisationen als einziges nationales Normungsinstitut unterstützt wird, werde die Vorschläge dann auf europäischer Ebene einreichen – wo diese meist nur geringe Korrekturen erfahren. Am besten positioniert, um europaweit Lampen zu liefern, wären also: Unternehmen aus Deutschland.

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