Studie: Internet-Fernseher werden gekauft, aber kaum genutzt

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Studie: Internet-Fernseher werden gekauft, aber kaum genutzt

von Meike Lorenzen

Viele Deutsche haben ein Smart-TV im Wohnzimmer. Doch was das Gerät alles drauf hat, weiß kaum jemand. Über das Paradox.

Der Zeiten des Röhren-Fernsehers sind vorbei. Inzwischen steht in nahezu jedem deutschen Haushalt ein TV-Gerät mit Fachbildschirm. Rund 84 Prozent der Haushalte geben in einer aktuellen repräsentativen Studie an, einen Flat-TV zu besitzen. In Auftrag gegeben hat die Befragung der gfu – Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Erhoben wurden die Zahlen bereits im November. Im Frühjahr lag der Wert noch bei 77 Prozent.

Das bedeutet, dass trotz eines verhaltenen Fernsehgeräteabsatzes in den ersten Quartalen des Jahres im TV-Markt Bewegung ist – vor allem in Bezug auf die technische Ausstattung des TV-Gerätes. So werden die Bilddiagonalen immer größer. Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten im Frühjahr gab an, ein Gerät mit einer Diagonale von 42 Zoll (106 Zentimeter) oder mehr zu besitzen. Inzwischen sind es 37 Prozent.

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Jeder zweite verkaufte Fernseher ist smart

Außerdem sind mehr als die Hälfte der in Deutschland verkauften TV-Geräte ein Smart-TV, bei dem Dienste oder Inhalte aus dem Internet abgerufen werden können. Umsatzmäßig machen Fernseher mit smarten Funktionen sogar rund drei Viertel des TV-Geschäftes aus. So steht laut der aktuellen gfu Umfrage inzwischen in einem knappen Drittel der deutschen Haushalte ein Smart-TV. Smarte Produkte etablieren sich also zunehmend.

Doch dass bedeutet noch lange nicht, dass die Fernseher auch genutzt werden. 17 Prozent der Befragten gaben an, nicht einmal zu wissen, ob sie einen Smart-TV oder ein Gerät ohne smarte Funktionen besitzen.

Und selbst wer ein entsprechendes Gerät besitzt, nutzt die Funktionen noch lange nicht aus. Von den Smart-TV-Besitzern sagen rund 41 Prozent, dass ihr Gerät nicht mit dem Internet verbunden ist.

Internet-TV und Co. Warum das Fernsehen den iTunes-Moment braucht

Das Fernsehverhalten ändert sich zunehmend. Statt zwischen Kanälen hin-und her zu zappen wollen Zuschauer maßgeschneiderte Unterhaltung. Bisher sieht es damit hierzulande noch recht mau aus.

Quelle: Presse

Diese Entscheidung wird von der Mehrzahl der Nutzer sehr bewusst getroffen: Rund 62 Prozent der Nicht-Anschließer sagen laut Studie, dass Sie keine Internetdienste auf dem TV wünschen. Einen zu komplizierten Anschluss geben 16 Prozent an, Sicherheitsbedenken haben zehn Prozent, rund sechs Prozent haben keinen oder keinen ausreichend schnellen Internetzugang.

Die Ablehnung der Internet-Funktionen auf dem TV-Gerät steigt erwartungsgemäß mit dem Alter an: Bei der Altersgruppe der über 60-jährigen Besitzer eines Smart-TVs ohne Internetanschluss wollen fast 84 Prozent das Internet nicht auf dem TV-Gerät nutzen, bei den unter 40-Jährigen sind es lediglich 55 Prozent. Der Trend ist also steigend.

 

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