Surface 2: Microsoft im Tablet-Dilemma

Surface 2: Microsoft im Tablet-Dilemma

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Microsoft Surface Pro 2: Absolut konkurrenzfähig

von Thomas Kuhn

Mit der ersten Generation seiner Tablet-Computer hat Microsoft mehr Abschreibungen als Umsatz generiert. Nun kommt das Surface 2 in den Handel. Was das Tablet drauf und ob es bessere Chancen hat. Eine Analyse.

Neues Spiel, neues Glück – getreu diesem Motto versucht Microsoft ab dem 22. Oktober erneut, auf dem Wachstumsmarkt der Tablet-Computer Fuß zu fassen und mit den neuen Modellen Surface 2 und Surface Pro 2 endlich nennenswerte Stückzahlen zu verkaufen. Denn die Erstauflage der Flachrechner muss man getrost als teuren Fehlschlag abschreiben: Laut einem bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Bericht hatte der Windows-Riese bis Ende Juni gut 850 Millionen Dollar Umsatz mit den Modellen Surface und Surface RT gemacht, zugleich aber 900 Millionen Dollar auf unverkaufte Geräte abschreiben müssen.

Nun also der zweite Anlauf mit den beiden überarbeiteten Modellen. Haben sie bessere Chancen gegen Apples iPads oder die vielfältigen Ableger von Samsungs Galaxy Tab?

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Das kommt entscheidend darauf an, was man damit anstellen will. Denn auch wenn beide Modelle sich äußerlich stark ähneln – Microsoft ist seiner kantigen Bauform treu geblieben und den Formfaktor beider Tablets so gut wie nicht verändert – im Grunde sind sie für es völlig unterschiedliche Nutzungsszenarien konzipiert.

Während der inzwischen nur noch „Surface 2“ genannte „kleinere“ Rechner primär als Tablet-Computer gedacht ist (also leicht und schlank gebaut und mit Laufzeiten von bis zu zehn Stunden Videowiedergabe gesegnet), ist der „große“ nun „Surface Pro 2“ genannte Rechner im Grunde ein verkappter PC mit entsprechender Rechenpower (Intel Core i5, Prozessor, Grafik-Chip, 720p-HD-Kameras etwa für Videokonferenzen, etc.).

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Insofern spielt der Surface Pro 2 im Grunde in einer eigenen Liga – auch preislich: Das am schwächsten ausgestattete Modell mit 4 Gigabyte Arbeits- und 64 Gigabyte Programm- und Datenspeicher ist mit 879 Euro genau 180 Euro teurer als etwa Apples 64-Gigabyte iPad. Und wer die leistungsstärkste Konfiguration des Surface Pro 2 wählt (mit acht Gigabyte RAM und 512 Gigabyte SSD Speicher) der muss sogar 1779 Euro hinblättern.

Das ist, selbst wenn man vergleichbar ausgestattete Ultrabook-Laptops zum Vergleich heranzieht, noch immer eine Menge Geld: Samsungs Ativ Book 9 etwa, ebenfalls mit einem der teuren 512-Gigabyte-SSD-Speicher ausgestattet, ist einen glatten Hunderter günstiger.

Doch so teuer muss es ja nicht sein, auch in den weniger opulent ausgestatteten Konfigurationen gibt sich der neue Surface Pro 2 alles andere als schwachbrüstig – und wem die 64 Gigabyte Speicher an Bord nicht reichen, der rüstet halt mit einer Mikro-SD-Karte Speicher nach. Den entsprechenden Steckplatz an der Seite ließen Apples iPads bisher ja allen Kundenwünschen zum Trotz vermissen. Die Stärke des sowohl bei seiner Prozessorleistung als auch bei der Akku-Laufzeit merklich verbesserten Surface Pro 2 liegen also in seiner Flexibilität, sowohl als leicht transportables, nur gut 900 Gramm schweres, Tablet dienen zu können als auch als ziemlich vollwertiger Notebookersatz herhalten zu können.

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