Tablets schwächeln: Kommt die Wende am PC-Markt?

Tablets schwächeln: Kommt die Wende am PC-Markt?

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Hat das Tablet schon ausgedient? Marktforscher erwarten rosige Zeiten für den PC-Markt

Das Tablet hat dem klassischen PC-Markt zu schaffen gemacht - doch inzwischen schwächelt der Absatz von iPad und Co. Marktforscher sagen dem PC nun erstmals wieder bessere Zeiten voraus.

Der angeschlagenen PC-Branche steht nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner in diesem Jahr eine Erholung bevor. Nach Jahren negativer Zahlen erwarten die Marktbeobachter für das seit langem schwächelnde Geschäft mit Personal Computern ein Absatzplus von knapp einem Prozent. 2016 werde sich das Wachstum sogar auf 3,7 Prozent beschleunigen. Der Zuwachs im Markt für Tablet-Computer werde dagegen weiterhin vergleichsweise schwach bleiben, sagte Gartner-Analyst Ranjit Atwal.

Zuvor hatte der Tablet-Absatz stets zweistellig zugelegt, für das laufende Jahr werde mit einem Zuwachs von 9,5 Prozent gerechnet. Die Geräte würden von den Nutzern deutlich länger genutzt als zuvor erwartet, sagte Atwal. Es habe sich gezeigt, dass Tablets innerhalb von Familien weitergegeben werden, sagte Atwal. Dank regelmäßiger Software-Upgrades blieben die Geräte auf dem aktuellen Stand. Gegen einen Neukauf stünden für die Nutzer vielfach die fehlenden Innovationen bei der Hardware.

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Wie Windows wurde, was es ist

  • Windows 1.0

    Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

  • Windows 3.1

    Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

  • Windows NT

    Parallel zu den Consumer-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern („Windows New Technology“). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

  • Windows 95

    Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der „Start“-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

  • Windows XP

    2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt, ebenso wie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserter Medienwiedergabe.

  • Windows 7

    Das Betriebssystem Windows Vista sollte XP verdrängen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Die 2007 veröffentlichte Version bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

  • Windows 8

    Mit Windows 8 rüstet sich Microsoft für den Wandel der Computer-Welt: Die neue Kacheloberfläche ist für Touchscreens ausgelegt und eignet sich damit auch für Tablet-Computer – äußerlich ähnelt das System damit dem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Microsoft stellte Windows 8 im Oktober 2012 vor. Gerade an der neuen Bedienung wurde jedoch schnell viel Kritik laut.

  • Windows 8.1

    Ein Update für Windows 8 kam im Oktober 2013 auf den Markt. Das kostenlose Windows 8.1 soll die größten Kritikpunkte an dem Vorgänger ausräumen. So können Nutzer direkt auf den Desktop starten und so die Kacheloberfläche umgehen. Zudem kehrt der Startknopf zurück, wenn auch nicht das klassische Startmenü.

  • Windows 10

    Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablets und Smartphones an. Das von Nutzern ersehnte Start-Menü kehrt auf den Desktop zurück. Am 29. Juli 2015 stellte der Softwaregigant das jüngste Betriebssystem vor. Ein Jahr lang war das Upgrade auf Windows 10 für Computer mit Windows 7 und 8.1 kostenlos. Was das neue System bringt und für welche Nutzer es sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Der Umsatz mit PCs stabilisiere sich dagegen derzeit. Während einige Geräte etwa in der Kategorie Ultramobil - extraschlanke und leistungsstarke Notebooks - den Herstellern deutlich mehr Erlöse einbrächten, stehe der PC-Markt insgesamt aber weiterhin unter starkem Preisdruck. Gartner erwarte für dieses Jahr, dass eine Reihe von Geräten zu sehr günstigen Preisen auf den Markt kommen werde, sagte Atwal.

Den aktuellen Gartner-Prognosen zufolge werden Mobiltelefone in diesem Jahr mit einem Zuwachs von 3,7 Prozent auch weiterhin das Geschäft antreiben. Bis 2016 dürften zwei Milliarden Geräte abgesetzt werden, schätzen die Analysten. Auch der Smartphone-Markt steht unter starkem Preisdruck. Während sich Premium-Geräte wie Apples iPhone 6 behaupten dürften, werde die Kluft zu einer Vielzahl von günstigen Modellen immer größer.

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Besonders neue Anbieter aus China setzten hier die Marktführer Samsung und Apple unter Druck. Wegen der noch geringen Markenbekanntheit etwa des chinesischen Herstellers Xiaomi erwartet Atwal, dass viele Smartphones vor allem in Europa unter dem Logo der Netzbetreiber auf den Markt kommen dürften.

Von 2015 an erwartet Atwal zudem, dass Microsofts Betriebssystem Windows wegen des sich stabilisierenden Geschäfts mit Personal Computern im mobilen Bereich stärker zulegen werde als Apples iOS. Googles Android, das 2014 die Marke von einer Milliarde Auslieferungen überschritten hat, werde mit 26 Prozent Zuwachs auch weiterhin zweistellig zulegen.

Zusammen genommen wird das Geschäft mit PCs, Tablets, ultramobilen Rechnern und Mobiltelefonen laut Gartner im laufenden Jahr um 5,2 Prozent wachsen.

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