TV-Markt: Samsungs Superfernseher soll 28.000 Euro kosten

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TV-Markt: Samsungs Superfernseher soll 28.000 Euro kosten

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Auf der CES stellt Samsung den neuen Ultra HD Fernseher S9 vor.

Fernseher werden schärfer, vernetzter und intelligenter. Was bringt das dem Kunden?

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas zeigten rund ein Dutzend Aussteller riesige Bildschirme mit extrem detaillierter Darstellung – Ultra-HD oder auch 4K lautet das Schlagwort. Vor allem bei der Samsung-Pressekonferenz war der Andrang groß. Schon zwei Stunden vor dem Event warteten Dutzende Besucher auf die Präsentation der Südkoreaner. Mancher erwartet immerhin eine Revolution des Fernsehens.
Die gab es zwar nicht, wohl aber zeigte Samsung, wie sich die Südkoreaner die Zukunft der Wohnzimmer-Unterhaltung vorstellen: Etwa mit dem neuen Ultra HD Fernseher S9. Der Bildschirm des Geräts hat vier mal so viele Pixel, wie heute übliche 1080-Pixel-Full-HD-Fernseher. Deshalb ist das Bild des Geräts so brillant und scharf, dass Zuschauer selbst feinste Details aus kurzer Distanz noch naturgetreu erkennen können. Zudem entwickelt das Gesamtbild aus mehreren Metern Entfernung betrachtet einen noch realeren Bildeindruck als ihn die heutigen Full-HD-Bildschirme erzeugen können. Das Ergebnis ist tatsächlich spektakulär.
Einen Preis nannte Samsung für den 85 Zoll großen S9 zunächst nicht. Inzwischen ist klar, dass das Gerät 40 Millionen Won (umgerechnet 28.340 Euro) kosten soll. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Danach soll das Gerät über den Samsung-Online-Shop in ausgewählten Läden bestellt werden können.

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Weil auch andere Hersteller, von Panasonic über Sharp bis Sony bereits vergleichbar hochauflösender Fernseher gezeigt habe, ist davon auszugehen, dass die sogenannten 4K-Bildschirme in den kommenden Jahren branchenweit Standard werden.

Technik für den kleinen Geldbeutel
Eine weitere Samsung-Innovation können auch Kunden mit kleinerem Geldbeutel nutzen. Samsung präsentierte eine neue Version seiner TV-Steuerungszentrale Smart Hub. Die Software, die auch auf billigeren Fernsehern laufen soll, verbindet sich mit Samsung-Tablets, bietet eine ganze Reihe nützlicher Apps und lernt vom Verhalten der Kunden: So schlägt das Gerät Nutzern jederzeit Sendungen oder Streaming-Angebote vor, die zu den bislang angesehenen Sendungen passen.
Dabei erkennt Smart Hub dank überarbeiteter Sprachsteuerung laut Samsung nicht nur die Stimme seiner Besitzers besser, als die ältere Version. Das Programm kann auch Nutzergesten interpretieren. Hebt er etwa seinen Daumen, löst das ein Facebook-Like aus.

Zudem lassen sich künftig unterschiedlichsten Samsung-Geräte besser miteinander verknüpfen. Kunden können beispielsweise auf ihrem Fernseher verfolgen, ob die Waschmaschine im Keller ihren Job schon erledigt hat. Allerdings funktioniert das nur, wenn die auch von Samsung ist.
Ein nettes Feature hat der Konzern in seinen “Real” OLED-Fernseher KN55F9500 eingebaut: Es ermöglicht zwei Menschen vor dem gleichen Fernseher unterschiedliche Sendungen anzusehen. Dafür nutzt Samsung die 3-D-Technik, für die ja auch zwei unterschiedliche Bilder zugleich angezeigt werden müssen. Mit einer Spezialbrille und Kopfhörern können damit zwei Menschen völlig unterschiedliche Dinge sehen - und dennoch, nun ja, gemeinsam fernsehen.

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In die Technologien setzt Samsung große Hoffnungen. Der TV-Absatz ist 2012 deutlich um vier Prozent geschrumpft und wird nach Einschätzung des amerikanischen Marktforschers NPD auch 2013 nicht höher ausfallen; die Preise sind mächtig unter Druck. Vorbei das Boom-Jahrzehnt, als die Zuschauer ihren dicken Röhrenfernseher gegen schicke Flachbildschirme austauschten. Die wirtschaftliche Flaute in vielen Regionen der Welt tut ihr übriges.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, packen die Hersteller mehr Technologie in die Fernseher, um sich im Geschäft von der Konkurrenz abzuheben“, sagt der TV-Experte Paul O'Donovan. Doch weder 3D noch Smart-TV konnten den Abwärtstrend aufhalten. „Sie generieren mit den neuen Funktionen keinen zusätzlichen Umsatz. Wachstum gibt es nur am oberen Ende des Marktes“, betont O'Donovan, der für das Marktforschungsunternehmen Gartner die Branche beobachtet.

Mit Material von Handelsblatt Online

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