TV-Technik in Japan: 4K-Fernseher pünktlich zur Fußball-WM?

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TV-Technik in Japan: 4K-Fernseher pünktlich zur Fußball-WM?

von Meike Lorenzen

Die Japaner schieben nach Medienberichten die neuen Ultra-HD-Fernseher an. Noch vor der WM in Brasilien 2014 sollen entsprechende Programme im Land verfügbar sein. Wann legt Europa nach?


Laut japanischen Medien will die Regierung des Landes den Verkauf von 4K-Geräten von Sony, Panasonic und Sharp fördern, indem schon zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 ein Übertragungssignal in Ultra-HD im Land zur Verfügung steht.
Riesige 4K-Fernseher mit gestochen scharfem Bild waren auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas der Renner. Vorgestellt haben die Ultra-HD-Geräte unter anderem die oben genannten japanischen Unternehmen aber auch die südkoreanische Konkurrenz Samsung. Merkmal der Geräte ist die horizontale Auflösung, die bei etwa 4000 Pixel liegt. Die vertikale Auflösung entspricht etwa 2200 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Dem Thema wurde deutlich mehr Aufmerksamkeit zuteil als das 3D-Fernsehen, das noch im vergangenen Jahr als großer Trend präsentiert worden war.
Noch sind die Endgeräte, die auch schon auf der Ifa in Berlin vorgestellt wurden, kaum in Umlauf. Denn das damit das Bild von Morgen überhaupt von den Konsumenten genossen werden kann, muss technisch noch einiges passieren. Zum einen gibt es bisher kaum Filme, die in diesem ultrahochaufgelösten Format gedreht wurden. Denn das Kamera- und Produktionsequipment, das für den Dreh benötigt wird, ist rar. Auch aktuelle Blue-Ray-Player verarbeiten lediglich 1920 mal 1080 Pixel.


Problematisch ist zudem die Infrastruktur. Noch ist nicht klar, wann hierzulande Filme, Sportveranstaltungen oder einfach die Nachrichten in 4K in den Wohnzimmern geschaut werden kann. Vor allem in Deutschland geht die Entwicklung langsam voran. Kritiker bemängeln schon länger, dass die öffentlich-rechtlichen Sender es bis heute nicht geschafft haben, Full HD als Standard zu übermitteln.
Seit Januar 2013 bietet das französische Unternehmen Eutelsat Communications der gesamten europäischen Wirtschaft einen 4K-Demo-Kanal an, über den das neue Format ausprobiert werden kann. Laut Angaben des immerhin drittgrößten Satellitenbetreibers der Welt spielt der neue Kanal die Bilder in einer Frequenz von 50 Vollbildern in der Sekunde aus. Dabei werden die MPEG4-komprimierten Signale mit 40 Mbit pro Sekunde übertragen.

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Beim aktuellen Stand der Technik wundert es kaum, dass die wenigen Endgeräte, die bisher auf dem Markt verfügbar sind, zur Luxusklasse gehören. Sonys KD-84X9005 ist seit Ende 2012 in 4K-Auflösung erhältlich. Kostenpunkt: 25.000 Euro. LG legte im Januar mit dem 84LM960 für rund 20.000 Euro nach.
Auch in Japan wollte man sich mit der Entwicklung und dem Ausbau der Technik noch etwa Zeit lassen. Zunächst war ein frühester Start von Fernsehprogrammen in Ultra-HD nicht vor 2016 geplant. Nun soll die 4K-Ausstrahlung bereits zwei Jahre früher beginnen, zuerst über Kommunikations- und Rundfunksatelliten und später terristrisch. Aber auf jeden Fall im Juli 2014 - rechtzeitig zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, die ganz sicher das wichtigste TV-Event des Jahres wird.

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