Valley Talk: Der neue Hype um High-Tech-Uhren

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kolumneValley Talk: Der neue Hype um High-Tech-Uhren

Kolumne von Matthias Hohensee

Intelligente Armbanduhren feiern derzeit eine Wiedergeburt. Doch der ganz große Erfolg der Watch 2.0 ist fraglich.

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High-Tech-Uhren wie die Pebble Watch zählen zum aktuellen Hype im Silicon Valley - Doch Hype alleine reicht noch nicht zum Erfolg

Lange genügte es, irgendwas mit Apps im mobilen Internet zu machen, um im Silicon Valley cool, vernetzt und potenziell vermögend zu erscheinen. 800.000 Apps später – so groß ist die Auswahl in Apples App Store – reicht das längst nicht mehr. Inzwischen gibt es Tausende darbender Entwickler die sich von den Einnahmen aus App-Verkäufen nicht einmal mehr einen Starbucks Caffè Latte leisten können. Nur wenige haben das Glück oder die richtigen Investoren an ihrer Seite, um ihr einnahmefreies Startup für Millionen verkaufen zu können, wie der 17-jährige Nick D’Aloisio, der kürzlich sein Startup Summly für 30 Millionen Dollar an Yahoo verscherbelte. Die Smartphone-App Summly kürzt vollautomatisch lange Texte.

Hypes gibt es wie Sand am Meer

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Doch wie wir alle wissen: Im Silicon Valley jagt ein Hype den nächsten – selbst wenn die Ideen nicht immer ganz neu sind. Sie müssen nur richtig vermarktet werden. Wenn Tech-Auguren später einmal die gegenwärtige Phase des Silicon Valley beschreiben, wird wahrscheinlich der Begriff Watch 2.0 fallen. Denn fast jeder, der im High-Tech-Tal wichtig ist oder sich dafür hält, beschäftigt sich mit Geräten, die Menschen am Körper tragen.

Wearable Computer Der Computer am Handgelenk

Seit es Digitaluhren gibt, gibt es die Idee, auch Computer am Arm zu tragen. Mit Projekten wie SmartWatch, Pebble und einer Google-Variante wird sie nun Wirklichkeit.

Mit der "SmartWatch" von Sony lässt sich das Android-Smartphone bequem vom Handgelenk aus steuern Quelle: Presse

Besonders gehypt wird die 150 Dollar teure Pebble Watch. Eine Uhr, die von Android-Telefonen empfangene Kurznachrichten und E-Mails auf ihrem E-Ink-Display darstellt. Oder das Nike Fuelband, ein 150 Dollar teures Plastikband, dessen LED Uhrzeit, Schritte und verbrauchte Kalorie anzeigt – ein modernes Pedometer also.

Ähnlich funktioniert das Jawbone UP für 129,99 Euro, eine Idee des derzeit angesagtesten Designers des Silicon Valley, dem gebürtigen Schweizer Yves Bèhar.

Die Margen bei solchen Produkten, bei denen die Materialkosten maximal zehn Prozent vom Verkaufspreis betragen, sind natürlich interessant. Da darf auch Apple nicht fehlen, dessen Chefdesigner Jonathan Ive angeblich gerade den letzten Schliff an einer mit dem iPhone vernetzten iWatch ansetzen soll. Und natürlich hat auch Apples Angstgegner Samsung ebenfalls angekündigt, an einer Smartwatch zu werkeln. Google greift sogar noch höher: Seine Datenbrille Google Glass befördert die Informationen nicht ans Handgelenk, sondern direkt ins Auge.

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