Vernetzte Küche als IFA-Trend: „Wir wollen das Internet des Kochens aufbauen“

Vernetzte Küche als IFA-Trend: „Wir wollen das Internet des Kochens aufbauen“

Quelle:Handelsblatt Online

Aufwendige Menüs zaubern wollen, aber keine Ahnung haben: Vor diesem Problem stehen viele Hobbyköche. Auf der IFA zeigt das Start-up Cuciniale einen Sensor, mit dem Steak oder Risotto trotzdem perfekt werden sollen.

Wenn der Hobbykoch ein Steak brät, gibt es genau zwei mögliche Ergebnisse: zu zäh oder zu roh. Holger Henke kennt das Problem. Er kocht selbst gerne - „aber zu selten, wenn es nach meiner Frau geht“. Beim Fleisch gibt es viele Faktoren, die die Zubereitung erschweren. Wie dick ist das Stück? Hat der Metzger es mit Wasser aufgespritzt? Und wie viel Fett enthält es? Davon hängt ab, wie lange es die Pfanne sehen muss. Es ist eine kleine Wissenschaft.

Henke hat eine Lösung, die nicht nur seine Frau beeindrucken soll: Der gelernte Elektrotechniker hat mit seinem Start-up Cuciniale einen Sensor entwickelt, der Fleisch oder andere Lebensmittel automatisch analysiert und dem Hobbykoch Anweisungen aufs Smartphone oder Tablet schickt. Das hehre Werbeversprechen: Speisen auf Profiniveau. Mit „100 Prozent Gelinggarantie“.

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IFA 2015 Die Probleme von UHD und HDR

Das hochauflösende Fernsehen hat sich noch immer nicht ganz durchgesetzt, da bejubelt die TV-Branche auf der IFA bereits zwei neue Technikkürzel: UHD und HDR. Beim Kauf sollten Kunden einiges beachten.

Quelle: dpa Picture-Alliance

Cuciniale will von zwei Trends profitieren, die im Gegensatz zueinander zu stehen scheinen - aber gerade dadurch eine Chance bieten. Einerseits ist es en vogue, aufwendig zu kochen, zusammengestellt mit Biozutaten aus der Region, gewürzt mit der Pfeffermischung „TNT“ aus dem Online-Shop und zubereitet mit japanischen Messern. Die vielen Shows im Fernsehen und Lifestyle-Magazine am Kiosk bezeugen den Trend.

Andererseits verbringen die Menschen aber immer weniger Zeit mit Hausarbeit, ob mit dem Staubsauger oder Kochlöffel in der Hand. Die Zeit für die tägliche Zubereitung von Mahlzeiten ist innerhalb von 20 Jahren von 85 auf 40 Minuten gesunken, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat.

Schick kochen, aber bitte pronto! Etliche Unternehmen wollen von dieser Haltung profitieren. Da gibt es Start-ups wie Hello Fresh oder Kochzauber, die Boxen mit Lebensmitteln an die Haustür liefern und passende Gerichte empfehlen. „Und keine Angst: die Rezepte sind garantiert einfach und schnell nachgekocht!“, beruhigt die Firma auf ihrer Website.

Auf der IFA zeigen diverse Aussteller praktische Küchenhelfer. Bosch etwa hat einen Herd, der die Temperatur in einem ausgewählten Bereich hält, damit das Essen nicht anbrennt. Und Küchenmaschinen im Stile des Thermomix versprechen die Zubereitung von Suppen und Saucen ohne viel menschliches Zutun.

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